Neue Grundschule im Ortsteil Buschdorf

02.09.2020

Die Bundesstadt Bonn baut im Ortsteil Buschdorf eine neue Grundschule samt Einfachturnhalle. Der Rat der Stadt Bonn gab in seiner Sitzung am 1. September 2020 grünes Licht für Vorplanung und Kostenschätzung.


Der Schulneubau zwischen Schlesienstraße und Peter-Klein-Straße wird zweigeschossig, teilweise dreigeschossig sein. Im Erdgeschoss werden sich die Räume der Verwaltung, Hausmeister- und Lagerräume, die Mensa und die zentralen Sanitärbereiche befinden. Im ersten und im zweiten Obergeschoss sind die 13 Klassen-, sieben OGS- und drei Differenzierungsräume vorgesehen.

 

Die Einfachturnhalle ist sowohl für den Schul- als auch für den Vereinssport geplant. Die lichte Höhe der Turnhalle wird auf sieben Meter festgelegt, da dort beispielsweise auch Badminton oder Volleyball gespielt wird. Zum Raumprogramm der Turnhalle gehören ein Geräteraum, Sanitär- und Umkleideräume für Schüler und Schülerinnen, Lehrer/ Übungsleiter.

 

Wenn Neubau und Turnhalle mitsamt der umgebenden Außenanlagen realisiert sind, werden in einem zweiten Bauabschnitt die Containeranlagen abgebaut und die Außenanlagen in diesem Bereich gestaltet.

Das Dach des zweiten Obergeschosses der Grundschule und das Dach der Turnhalle werden der Bürger Energie Rhein-Sieg eG, den Stadtwerken Bonn sowie weiteren geeigneten Interessentinnen und Interessenten für die Installation einer Photovoltaikanlage angeboten. Das Dach des ersten Obergeschosses der Grundschule soll begrünt werden.  

 

Die Vorplanung wurde mit der Behinderten Gemeinschaft Bonn abgestimmt. Alle Zugänge werden barrierefrei ausgeführt, die Einrichtung erhält ein Behinderten-WC, und die Barrierefreiheit der Obergeschosse wird durch einen Aufzug gewährleistet. Grundschule und Turnhalle werden nach dem „KfW-Effizienzhaus 55-Standard“ errichtet.

 

Gemäß der aktuellen Kostenschätzung belaufen sich die Kosten der Maßnahme auf 17,5 Millionen Euro, unter Berücksichtigung eines Risikozuschlags von zehn Prozent und einer jährlichen Baukostensteigerung von vier Prozent rund 20,6 Millionen Euro. Die Maßnahme wird zum größten Teil aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ finanziert.

 

 

Marc Hoffmann/Presseamt der Bundesstadt Bonn

Bürgerentscheid über geplante Wohnbebauung am Melbbad

02.09.2020

 

In Bonn kommt es zum dritten Bürgerentscheid in der Geschichte: Die Bürgerinnen und Bürger werden per Briefwahl über die geplante Wohnbebauung am Rande des Melbbades abstimmen.

In seiner Sitzung am 1. September 2020 hat der Rat der Stadt Bonn festgestellt, dass das Bürgerbegehren „Rettet das Melbbad“ zulässig ist. Die Voraussetzungen gemäß NRW-Gemeindeordnung sind erfüllt, das erforderliche Quorum von 9882 Unterschriften wurde erreicht.

Da der Rat dem Bürgerbegehren gleichzeitig nicht entsprach, wird nun ein Bürgerentscheid durchgeführt. Abgestimmt wird über die Frage: „Soll das Melbbad in seiner jetzigen Form ohne eine Wohnbebauung erhalten bleiben?“ Als letzten Abstimmungstag hat der Stadtrat Freitag, 27. November 2020, bestimmt. Die Auszählung der Stimmzettel ist für Samstag, 28. November 2020, vorgesehen. Die Stadt wird überplanmäßig 300.000 Euro für die Durchführung des Bürgerentscheids bereitstellen.

Zum Hintergrund

Der Rat der Stadt hatte am 27. September 2018 die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob ein Dritter bereit sei, am Rande des Melbbades geförderten Wohnraum zu schaffen und in diesem Zusammenhang die notwendigen Funktionsräume für den Betrieb des Melbbades als Ersatz für den sanierungsbedürftigen und abgängigen Umkleide- und Sanitärtrakt zu bauen.

Die VEBOWAG (Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG) hat bei der Stadt eine Bauvoranfrage für die Errichtung eines Baukörpers für eine Wohnnutzung gestellt. Konkret ist geplant, auf dem Grundstück ein mehrstöckiges Appartementhaus zu errichten. Im Erdgeschoss soll für den Betrieb des Melbbades ein Umkleide-, Technik- Sanitär- und Gastronomiebereich entstehen.

 

 Marc Hoffmann, Presseamt der Bundesstadt Bonn

Bonner Energietage

Noch freie Plätze

25.08.2020

 

In einigen Veranstaltungen der Bonner Energietage gibt es noch freie Plätze. Das spannende und kostenfreie Info-Angebot widmet sich Fragestellungen zum Klimaschutz beim Bauen und Wohnen.

 

Aktuell gibt es noch freie Plätze bei den Sanierungsrundgängen in den Stadtteilen Venusberg und Ippendorf am Donnerstag, 3. September 2020, um 18 und um 20 Uhr sowie für den Vortrag „Solardachkataster Bonn – Unabhängig.Kostenlos.Testen“ im Haus der Bildung am Montag, 14. September 2020, um 20 Uhr.

Die Verbraucherzentrale bietet außerdem zwei Vorträge online an: „Wasserstoff - Die Energiequelle von Morgen?“ am Dienstag, 1. September 2020, sowie „Photovoltaik – Aktuelle Tipps und Trends“ am Mittwoch, 2. September 2020 – auch hierfür sind noch Anmeldungen möglich. Zu dem bereits ausgebuchten Vortrag „Sinnvoller Heizungstausch und aktuelle Fördermittel“ wird die Bonner Energie Agentur aufgrund der hohen Nachfrage weitere Veranstaltungen im November anbieten.

Klimabewusste Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngebäuden und Wohnungen erhalten Antworten auf viele aktuelle Fragestellungen, beispielsweise: Ist Wasserstoff eine sinnvolle Option für die Energieversorgung von morgen? Worauf sollte ich bei der Altbausanierung achten, um Energie zu sparen? Stichwort Photovoltaik: Was gibt es für aktuelle Tipps und Trends? Und auch für Mieterinnen und Mieter interessant: Wie kann ich mit einem Stecker-Solargerät Solarstrom am Balkon gewinnen? Zur Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Anmeldung per E-Mail oder Telefon erforderlich.

Aktuelle Informationen sowie Kontakte für die Anmeldungen unter: www.bonner-energietage.de.

Kostenfreies Veranstaltungsprogramm in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn auf einen Blick:

Montag, 31. August 2020, 19 Uhr
 

Online-Veranstaltung: Wasserstoff - Die Energiequelle von Morgen? 


Dienstag, 1. September 2020, 18 Uhr


Vortrag: Sinnvoller Heizungstausch und aktuelle Fördermittel (ausgebucht)


Mittwoch, 2. September 2020, 18 Uhr


Online-Vortrag: Photovoltaik – Aktuelle Tipps und Trends


Donnerstag, 3. September 2020, 18 Uhr und 20 Uhr


Sanierungsrundgänge in den Stadtteilen Ippendorf und Venusberg


Montag, 14. September 2020, 20 Uhr


Vortrag: Solardachkataster Bonn – Unabhängig.Kostenlos.Testen…

Kontakt.

Andrea Schulte
0228 772477
Presseamt der Bundesstadt Bonn

Ferienzeit ist Bauzeit:

Stadt investiert in Schulen und Kitas

17.07.2020

 

 

Auch wenn sich Kinder und Jugendliche aktuell über die Sommerferien freuen, heißt das noch lange nicht, dass nichts los ist in den Schulen und Kitas. Denn Ferienzeit bedeutet emsige Handwerkerinnen und Handwerker in vielen Schulen und Kindergärten der Stadt Bonn. Die unterrichtsfreie Zeit nutzt die Stadt Bonn, um zu renovieren, zu sanieren und Neubauprojekte voran zu bringen.

 

Umgesetzt wird alles vom Städtischen Gebäudemanagement. Dieses ist zuständig für die Planung, den Bau und die Unterhaltung von 522 Liegenschaften und 1035 Objekten, darunter auch die städtischen Schulen und Kitas. Zu den Aufgaben der rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Leitung von Lutz Leide gehören die Erstellung, Instandhaltung, der Umbau, Ausbau und die Modernisierung sowie laufende Unterhaltung von Gebäuden und baulichen Anlagen.

 

Schlossbachschule wird grundsaniert und erweitert

 

Eine der aktuellen großen Schulbaustellen, auf der auch in den Ferien intensiv gearbeitet wird, ist die Schlossbachschule am Herzogsfreudenweg in Röttgen. Bei einem Ortstermin am Freitag, 17. Juli 2020, stellte SGB-Betriebsleiter Lutz Leide gemeinsam mit dem Teamleiter Volker Assenmacher die Bauarbeiten vor. Da das Bestandsgebäude der Schule aus den 60er Jahren (Baujahr 1962) stammt, war eine grundlegende Sanierung beziehungsweise Erneuerung dringend notwendig. Bereits seit Ende März 2019 läuft dort die Erweiterung und Sanierung. Die dreizügige Grundschule besteht aus fünf Gebäudeteilen mit einer angrenzenden Turnhalle. Die Baumaßnahme erfolgt bei laufendem Schulbetrieb in einzelnen Bauabschnitten. Vorrübergehend sind die Klassen in Interimslösungen untergebracht.

Vier der Bestandsgebäude werden umgebaut und energetisch sowie brandschutztechnisch saniert. Dort werden dann insgesamt 13 multifunktional nutzbare Klassenräume zur Verfügung stehen. Zwei Bestandsgebäude sind bereits fertig saniert und seit vorigem Jahr auch wieder in Betrieb, die übrigen Bauteile können nach den Sommerferien bzw. voraussichtlich im Frühjahr 2021 wieder genutzt werden. Auch die Sanierung der Turnhalle ist in vollem Gange. Nach Schadstoffsanierung, Arbeiten an Rohbau, Dach und Fenstern sowie der Vorinstallation der Sportgeräte, beginnen nun die Installationen von Strom-, Heizung und Sanitäranlagen.

 

Der Neubau für die Schule ist im Rohbau fertig. Dachdeckerarbeiten, Fensterarbeiten, Trockenbau und Installationen sind weitestgehend abgeschlossen. Der Aufzug ist eingebaut. Zurzeit wird die Fassade mit hinterlüfteten Eternitplatten verkleidet. In der kommenden Woche beginnen die Estricharbeiten. Die unterrichtsfreie Zeit nutzt das SGB zudem, das Außengelände herzurichten. Voraussichtlich im Oktober wird das Gebäude übergeben. Der Erweiterungsbau entspricht der Qualität eines KfW Effizienzhauses 55 mit Passivhauskomponenten. Ein Aufzug verbindet die Geschosse barrierefrei, die angrenzenden Bestandsgebäude werden über barrierefreie Verbindungsgänge angeschlossen.

Rund elf Millionen Euro investiert die Stadt Bonn in die Schule. Damit ist das Projekt vom Investitionsvolumen her das drittgrößte nach „Bonns Fünfte“ und dem Robert-Wetzlar-Berufskolleg.

 

Weitere Neubauten und Erweiterungen:

 

Nach wie vor läuft der Neubau der Gesamtschule „Bonns Fünfte“. Das Projekt ist insgesamt mit rund 44,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von mehreren Jahren veranschlagt und damit derzeit das größte Schulbauprojekt Bonns. Aktuell wird dort an Bauteil 4, der ehemaligen Gottfried-Kinkel-Realschule gearbeitet.

Auch am Robert-Wetzlar-Berufskolleg in der Nordstadt investiert die Stadt Bonn mit rund 22,5 Millionen Euro intensiv in die Brandschutzsanierung und anschließende Modernisierung des Bestandsgebäudes. Zudem wird die Schule um einen Neubau mit acht Klassen- und Fachräumen, Lehrer- und Differenzierungsräumen sowie einer Aula erweitert.

Weitere größere Projekte sind die Erweiterung der Bernhardschule in Auerberg (5,7 Millionen Euro) sowie die Brandschutzsanierung an der Engelsbachschule in Ippendorf (3,3 Millionen Euro). An der Karl-Simrock-Schule in Endenich werden weiterhin die Bauteil E, F und G saniert (3,4 Millionen Euro) und am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Pennenfeld erneuert das SGB das Lehrschwimmbecken technisch und energetisch (2,5 Millionen Euro).

 

Renovierungen/Bauunterhaltung

 

Ebenso wichtig wie die Neubauten und Erweiterungen im Kindergarten- und Schulbereich sind die Renovierungsmaßnahmen im Rahmen der Bauunterhaltung während der Sommerferien. Im Einzelnen sind das folgende Projekte:

 

Stadtbezirk Bonn

  • Waldschule: Brandschutz- und Modernisierungsarbeiten am Bestandsgebäude
  • Abendrealschule/Karlschule: Sanierung der elektronischen Alarmierungs- und Sicherheitslichtanlage
  • Katholische Hauptschule St. Hedwig: Malerarbeiten in den Klassenräumen, Tiefbau- und Abdichtungsarbeiten
  • Rheinschule: Austausch Klassenraumtüren im EG, Instandsetzungsarbeiten an den Zugangstüren
  • Bertolt-Brecht-Gesamtschule: Sicherung der Waschbetonabdeckungen und Instandsetzung der Unterkonstruktion sowie Sanierung der Elektroinstallationen und Instandsetzung der Grundbeleuchtung der Aula
  • Kita Schlesienstraße: Parkett- und Malerarbeiten in den Büro- und Gruppenräumen
  • Kita Lummerland: Erhaltungsanstrich der Holzfassade und Fenster
  • Kita Krümelkiste: Umbau und Sanierung der WC-Anlage und der Dusche


Stadtbezirk Beuel

  • Kita An der Umkehr: Überholungsanstrich der Fensterelemente in der Außenfassade
  • Kita Weidenweg: Schadstoffsanierung, 2. Rettungsweg vom Mehrzweckraum, zusätzlicher Wickelraum, Einbau Fluchttüren
  • Kita Veilchenweg: Malerarbeiten in der gesamten Kita
  • Adelheidisschule:  Maler- und Bodenbelagsarbeiten
  • Realschule Beuel:  Grundsanierung der Turnhalle
  • Paul-Gerhardt-Schule: Putz- und Malerarbeiten im EG Verbindungsgang und im KG Werkstatt, Malerarbeiten im EG Flur, Treppenraum und Mensa
  • Ennertschule: Beseitigung TÜV-Mängel an der Rauch- und Wärmeabzugsanlage und Malerarbeiten im Gebäude B


Stadtbezirk Bad Godesberg

  • KGS Burgschule: Sanierung der Dämmung hinter der Verkleidung
  • Johannes-Rau-Schule: Umsetzung Brandschutzkonzept, Brandschutz- und Schadstoffsanierung (Beginn 1. und 2. Bauabschnitt)
  • Kita Metztental: Schadstoff-, Fenster- und Fassadensanierung 3.Bauabschnitt
  • Lyngsbergschule: Anbau für die OGS Erweiterung, energetische Sanierung (Fenster, Fassaden- und Dach) (letzter Bauabschnitt)
  • Friedrich-List-Berufskolleg, Außenstelle: Energetische Sanierung (Fenster, Fassade mit Schadstoffsanierung, Dach) Kanalsanierung
  • Turnhalle Friesdorf: Sanierung der Halle
  • Nicolaus-Cusanus-Gymnasium: Abbruchmaßnahmen an der Pausenhofüberdachung
  • Beethovenschule: Betonsanierungsarbeiten
     

Stadtbezirk Hardtberg

  • Finkenhofschule:  1. Bauabschnitt der Toilettensanierung
  • Königin-Juliana-Schule: Parkettsanierung
  • Hardtberg-Gymnasium: Malerarbeiten in den Klassenräumen


Andrea Schulte/Presseamt der Bundesstadt Bonn


 

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Ria-Maternus-Platz:

Neues Entree in die Bad Godesberger Innenstadt

08.07.2020

Das neue Erscheinungsbild des Ria-Maternus-Platzes stößt bei den Bad Godesbergerinnen und Bad Godesbergern auf Zustimmung. Denn an schönen Tagen herrscht reger Betrieb auf der autofreien Fläche. Sie lädt – nicht zuletzt durch die reaktivierte, große Brunnenanlage – zum Verweilen ein.

 

Der Ria-Maternus-Platz ist durch das Tiefbauamt der Stadt Bonn nach den von der Bezirksvertretung Bad Godesberg im Oktober 2017 beschlossenen Plänen umgestaltet worden. Im Mai 2019 starteten die Arbeiten, abgeschlossen waren sie im April 2020, kurz nach Ostern. „Jetzt verfügt Bad Godesberg vom Bahnhof aus wieder über ein ansprechendes Entree in die Innenstadt, das auch zum Verweilen einlädt. Besonders freut mich, dass der Platz über 180 Abstellplätze für Fahrräder verfügt“, betonte Oberbürgermeister Ashok Sridharan. 

 

Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Christoph Jansen stellte er den Platz am Mittwoch, 8. Juli 2020, bei einem Pressetermin vor. „Die Bad Godesberger Bürgerinnen und Bürger haben ,ihren‘ Platz schon vereinnahmt“, wusste  Bezirksbürgermeister Jansen zu berichten. Ursprünglich war für April die Eröffnung des Platzes geplant; sie konnte allerdings coronabedingt nicht stattfinden.

 

Durch den barrierefreien Ausbau mit einem guten Angebot an Fahrradabstellplätzen sowie dem benachbarten Bahnhof mit U-Bahn-Station und Bushaltestelle stellt der Platz nicht nur eine attraktive Verbindung von einem Verkehrsmittel zum anderen dar, sondern bietet insbesondere durch die Wiederherstellung der beliebten Springbrunnenanlage Aufenthaltsqualität. Rund 1,86 Millionen Euro kostete die Umgestaltung des wenig ansehnlichen Areals. Damit ist der Umbau größtenteils im Kostenrahmen geblieben. Der Ausbau wird zu 90 Prozent aus Städtebauförderungsmitteln bezuschusst.

 

Autofreier Platz mit über 180 Fahrradparkplätzen

 

Die gesamte Platzfläche wurde im Einklang mit dem Denkmalschutz umgestaltet und verkehrlich neu geordnet. Der motorisierte Individualverkehr bleibt komplett außen vor. Der mit Betonsteinpflaster gestaltete Platz ist barrierefrei und mit taktilen Leitelementen ausgestattet, die blinden und sehbehinderten Menschen die Orientierung zwischen Bahnhofsgebäude, Bushaltestelle und U-Bahn-Zugang erleichtern. Fahrradfahrenden stehen rund 180 Abstellplätze für ihre Zweiräder zur Verfügung. 

 

Springbrunnen nach historischem Vorbild

 

Mit der Umgestaltung ist auch die frühere Springbrunnenanlage in ihren ursprünglichen Abmessungen vor dem Pavillon wieder zurückgekehrt. Allerdings musste aus Verkehrssicherheitsgründen die Wassertiefe reduziert werden. Nun sprudeln eine große und vier kleinere Fontänen in dem Becken. Das optische Erscheinungsbild des Wasserbeckens und seiner unmittelbaren Umgebung orientiert sich an den Ansichten aus den 1960er Jahren. Beet- und Pflanzflächen wurden im Umfeld des Brunnens angelegt und Sitzbänke sollen die Aufenthaltsqualität verbessern. Damit ist der Platz nun mit seiner unmittelbaren Nähe zum Bahnhof nicht nur ein wichtiger Knotenpunkt für den öffentlichen Personennahverkehr, sondern auch ein wirkliches Entree in den Stadtbezirk geworden. 

 

Brunnen war 1988 abgebaut worden

 

Der Brunnen war mit dem Baubeginn für den Stadtbahntunnel 1988 abgebaut worden. Er war allerdings wegen technischer Mängel und Undichtigkeiten schon lange vorher nicht mehr in Betrieb. Bereits 1982 wurde die Plattierung entfernt und durch einen Anstrich ersetzt. Nach Fertigstellung des Stadtbahntunnels sollte der Brunnen wieder reaktiviert werden, daher war auch das Becken im Erdreich verblieben. Doch insbesondere aufgrund fehlender finanzieller Mittel wurde diese Absicht nicht in die Tat umgesetzt. Bei den Bad Godesberger Bürgerinnen und Bürgern war der Brunnen äußerst beliebt, daher wurden auch zahlreiche Initiativen zur Reaktivierung gestartet. Schließlich rückte dann aber die Umgestaltung des gesamten Platzes näher, innerhalb dessen auch die Rückkehr des Springbrunnens realisiert wurde. 

 

Letztendlich hätte der Umbau des Platzes bereits 2018 nach dem Abschluss eines Großteils der Bahnhofssanierung starten sollen. Doch aufgrund unangemessen hoher Angebote hatte das Tiefbauamt damals die Ausschreibung aufgehoben und erneut auf den Weg gebracht, so dass schließlich erst im Mai 2019 mit dem Projekt begonnen werden konnte.  

 

Ria Maternus: Legendäre Patin

 

Der Platz wurde 2003 nach der legendären, 2001 verstorbenen Gastwirtin Ria Maternus benannt. In ihrem Prominentenlokal Weinhaus Maternus in der heutigen Paul-Löbe-Straße verkehrten die Größen der Bonner Republik wie Willy Brandt, Helmut Kohl, Franz-Josef Strauß, Hans-Dietrich Genscher oder Norbert Blüm.
 

Technische Daten zur Platzgestaltung

  • Brunnenfläche ca. 480 m²
  • Hauptabmessungen Brunnen 37 x 12 m
  • Vier Fontänen mit einer Höhe von ca. 1 m; eine Fontäne mit einer Höhe von ca. 3 m 
  • Drei Sitzbankanlagen am Becken; weitere zehn Sitzbänke in der Fläche
  • ein mehrteiliger Balancierbalken (Holzstämme)
  • einige Abfallbehälter

 

Beethovenhalle

Projektbeirat informiert sich über Baufortschritte

Über den Stand der Sanierung und Modernisierung der Beethovenhalle informierte die Verwaltung am Freitag, 19. Juni 2020, die Mitglieder des Projektbeirates Beethovenhalle. Bei einem Rundgang über die Baustelle konnten sie sich vom Fortgang der Arbeiten ein eigenes Bild machen. Bei der anschließenden Sitzung gab es dann weitere inhaltliche Informationen.

 

Von besonderer Bedeutung ist das Tragwerk des Daches über dem Großen Saal und dem Studio. Hier war eine Änderung gegenüber der Entwurfsplanung nötig, weil es sich als nicht stabil genug für die nötige Technik erwies. Nach einer Neuberechnung wurde das Stahltragwerk unter anderem durch den Einbau zusätzlicher Lastverteilträger sowie den Austausch bauzeitlicher Nietverbindungen gegen hochfeste Schraubverbindungen verstärkt, so dass die benötigten Lüftungsgeräte installiert werden können. Auch im Studio wurde das Tragwerk neu berechnet und verstärkt. Das zukünftige Tragwerk wird derzeit vom Stahlbauer vorproduziert und voraussichtlich Anfang des dritten Quartals 2020 eingebaut. 

 

Auf seine neue Kupferhülle wartet das Kuppeldach der Beethovenhalle. Derzeit finden die Vorbereitungen für die neue Dacheindeckung statt. Die Montage der Kupferbahnen beginnt im Sommer, sobald die Wärmedämmung fertiggestellt ist.

Auf gutem Wege ist die neue Technikzentrale unter dem Hof für die Anlieferungen an der Wachsbleiche. Dort sind inzwischen sämtliche Großkomponenten und -geräte für das Gewerk Heizung/Kälte aufgestellt und angeschlossen. 

 

Begonnen haben auch die Arbeiten der Gewerke Lüftung, Sanitär und Elektro.

Seit Ende Mai liegt nach aufwändigen Abstimmungen nunmehr ein mit allen Fachplanern verbindlich abgestimmter Gesamtterminplan vor. Langwieriger gestaltet sich hingegen noch die Abstimmung des Terminplans mit den ausführenden Firmen. Sie konnte erst Ende Februar beginnen, als der zwischen Objektplaner und den Fachplanern aufgestellte Terminplanentwurf einen hinreichenden Stand erreicht hatte. Nach Einschätzung des Städtischen Gebäudemanagements wird der finale Plan, der dann für alle Beteiligten verbindlich ist, voraussichtlich bis Ende des Jahres vorliegen. Dies hat allerdings nach heutigem Stand keine Auswirkungen auf die nunmehr ins Auge gefasste Fertigstellung der Beethovenhalle Mitte 2024.

 

Auch an der letztes Jahr vorgelegten Berechnung der Gesamtkosten gibt es keine Änderungen. Im sog. Worst-Case-Scenario, in das alle denkbaren Risiken eingearbeitet wurden, wird die Sanierung und Modernisierung der Beethovenhalle den städtischen Haushalt mit 166,2 Mio. Euro belasten. Dabei sind bereits steuerliche Effekte berücksichtigt, bei denen die Umsatzsteuer von derzeit 19 Prozent zu 95 Prozent vom Finanzamt zurückerstattet wird.

Kita-Neubau „Im großen Garten" fertiggestellt

02.06.2020

 

Im Neubaugebiet Otto-Hahn-Straße in Bonn-Buschdorf hat das Städtische Gebäudemanagement Bonn eine neue viergruppige Kindertagesstätte gebaut. Der Träger „Fröbel" betreut dort bald insgesamt 72 Kinder.

 

In das Neubaugebiet ziehen besonders viele junge Familien mit kleinen Kindern und Paare, die eine Familie gründen wollen. Die zweigeschossige Kita mit einer Gesamtfläche von rund 800 Quadratmetern ist eine der neuen Einrichtungen, die die Bundesstadt baut, um dem sehr hohen Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten gerecht zu werden.

 

Im Gebäude an der Straße Im großen Garten 5 werden künftig 22 Kinder im Alter von vier Monaten bis unter drei Jahren und 50 Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut. Für das nächste Kindergartenjahr ab 1. August 2020 stehen in Bonn für rund 43,3 Prozent der unter Dreijährigen und für alle Drei- bis unter Sechsjährigen Betreuungsplätze zur Verfügung. 

 

Alle vier Gruppen der neuen Kita haben jeweils ein Gruppen-, ein Neben- und ein Differenzierungsraum, der beispielsweise zum Schlafen genutzt werden kann. Im Obergeschoss des barrierefrei gestalteten Gebäudes gibt es einen großen Mehrzweckraum, der zum Turnen oder für Veranstaltungen genutzt werden kann. Auch das Außengelände bietet den Mädchen und Jungen zahlreiche Möglichkeiten zum Austoben. Eine großzügige Terrasse lädt zum Bobby-Car-Fahren ein, und es gibt eine eigene Sandbaustelle für unter Dreijährige.

 

Wann die Kita genau eröffnet, steht aufgrund der aktuellen Situation durch die Corona-Pandemie noch nicht fest. Die Fröbel gGmbH, die die Trägerschaft über drei Tageseinrichtungen in Bonn übernimmt und deutschlandweit 185 Kinderbetreuungseinrichtungen betreibt, gibt auf ihrer Homepage regelmäßig aktuelle Informationen zum Projekt und zur Eröffnung: www.froebel-gruppe.de.

 

„Bonner Modell" als Planungsgrundlage

 

Das „Bonner Modell" ist ein Baustein-Modul, das vom Städtischen Gebäudemanagement Bonn entwickelt wurde. Durch dieses Konzept lassen sich die ersten drei Planungsphasen (Grundlagenermittlung, Vorentwurfsplanung und Entwurfsplanung), unabhängig von der Gruppenanzahl und Form, vereinfachen und beschleunigen.

 

Bei passendem Grundstück wird grundsätzlich jeder Kindergarten auf Grundlage desselben Raumkonzepts geplant, so dass das „Bonner Modell“ für eine Vielzahl von Neubauten verwendet werden kann. Darüber hinaus sind allerdings auch individuelle Anpassungen möglich. Das Grundmodell für eine Gruppe besteht immer aus einem großen Gruppenraum, zwei Nebenräumen, einem Sanitärtrakt, einem Abstellraum und einer Garderobe. Dazu kommen Räume für Personal und Kita-Leitung, ein Mehrzweckraum, eine Küche sowie Technik-, Putzmittel- und Hauswirtschaftsraum. Wie bei anderen „Bonner-Modell"-Kitas wurde auch in Buschdorf nach dem „KfW-Effizienzhaus 55“-Standard mit Passivhauskomponenten gebaut. 

 

Baubeginn für die neue Kindertagesstätte war im Oktober 2018, im April 2020 wurde das Gebäude mit Außenanlagen fertig gestellt. Die Kosten liegen bei 2,83 Millionen Euro. Der Bund hat den Neubau mit Fördermitteln in Höhe von 226.800 Euro bezuschusst.

 

Annika Eder / Presseamt der Bundesstadt Bonn

Bürgerbeteiligung bei Quartiersentwicklung an der Kennedyallee

Der Bürokomplex zwischen Kennedyallee und Ahrstraße, der aktuell von der Postbank AG genutzt wird, soll zu einem urbanen Quartier umstrukturiert werden. Die Stadt Bonn lädt seit Donnerstag, 28. Mai 2020, Anwohnerinnen und Anwohner im Umfeld der Kennedyallee 62 bis 72 dazu ein, sich online bis einschließlich Dienstag, 16. Juni 2020, über die Planung zu erkundigen und eigene Vorschläge einzubringen. Die Informationen können auf der städtischen Homepage eingesehen werden.

 

Die Postbank AG plant aufgrund eines Umzugs, den rund 3,2 Hektar großen Standort bis voraussichtlich 2022 aufzugeben. Die Gerchgroup AG, ein Unternehmen für Projekt- und Quartiersentwicklungen, hat bereits im Jahr 2018 die Liegenschaft an der Kennedyallee 62 bis 72 erworben. Sie beabsichtigt, dort den Siegerentwurf des städte- und hochbaulichen Realisierungswettbewerbs von Dezember 2018 zu verwirklichen. Dieser sieht 380 Wohneinheiten in unterschiedlichen Größenordnungen sowie Büroflächen und eine Kita vor.

 

Um die Planung realisieren zu können, muss der Bebauungsplan neu aufgestellt werden. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg hat in ihrer Sitzung am Mittwoch, 5. Februar 2020, beschlossen, dass sich die Öffentlichkeit an diesem neuen Bebauungsplan beteiligen kann.

 

Infomaterial auf der städtischen Homepage

 

Aufgrund der aktuellen Situation durch die Corona-Pandemie wurde am Mittwoch, 29. April 2020, per Dringlichkeitsbeschluss entschieden, dass die ursprünglich geplante Beteiligungsveranstaltung durch online verfügbare Informationen ersetzt wird. Diese sind seit Donnerstag, 28. Mai 2020, auf der städtischen Homepage unter www.bonn.de/kennedyallee-62-72 abrufbar. Auch häufig gestellte Fragen werden hier beantwortet. Ebenfalls seit Donnerstag, 28. Mai 2020, können unter www.bonn-macht-mit.de alle Informationen eingesehen werden. Dort kann auch die persönliche Meinung in der öffentlichen Kommentarfunktion abgegeben werden.

 

Ursprünglich sollte der Beteiligungsplan sowie Informationsplakate am Parkeingang zur Stadthalle Bad Godesberg zu sehen sein. Durch die Sperrung der Stadthalle hängen der Plan und die Plakate zu den Themen Städtebau und Architektur, Mobilität, Klima und Freiraum und Grün jetzt im Foyer des Rathauses Bad Godesberg, Kurfürstenallee 2 bis 3, aus. Sie sind noch bis Dienstag, 16. Juni 2020, einsehbar. Im Stadthaus, Berliner Platz 2, können die Pläne ebenfalls in diesem Zeitraum auf Etage zwei vor dem Ratssaal besichtigt werden. Dazu muss aufgrund der Corona-Pandemie jedoch zwingend vorab ein Termin bei einem der untenstehenden Ansprechpartner des Stadtplanungsamtes vereinbart werden.

 

Sowohl im Rathaus Bad Godesberg als auch im Stadthaus muss eine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen werden. Im Rahmen dieses Termins besteht die Gelegenheit, die Planung zu erörtern und Anregungen schriftlich oder zur Niederschrift zu äußern. Anregungen zur Planung können auch postalisch eingereicht werden: Stadtplanungsamt Bonn, Stadt Bonn, 53103 Bonn.

 

Ansprechpartner bei Fragen und Terminvereinbarung:

 

Nils Schütt, Telefon 0228-77 22 08, E-Mail: nilssimon.schuett@bonn.de,

Bettina Müller, Telefon 0228-77 44 73, E-Mail: bettina.mueller@bonn.de.

Verwaltung schließt Stadthalle und verhängt vorläufiges Betretungsverbot

27.05.2020

 

Seit Mittwoch, den 27. Mai, gibt es ein vorläufiges Betretungsverbot für die Stadthalle Bad Godesberg, und die Stadthalle ist geschlossen. Die Stadt sah sich zu diesem Schritt veranlasst, weil es aktuell Zweifel an der Sicherheit im Großen Saal gibt. Ein Bauzaun sichert außerdem den Bereich um das Gebäude.

 

Erkenntnisse zu möglichen Schäden an den Spannbetonträgern werden von einem Gutachten erwartet, das in den nächsten Tagen vorliegen soll. Aufgrund dessen muss die Stadt die gesamte Stadthalle schließen, da die Halle unter diesen Umständen nicht mehr betrieben werden kann.

 

Ende vergangenen Jahres hatte das SGB Bestandsuntersuchungen in Auftrag gegeben, um den baulichen und technischen Zustand der Stadthalle zu beurteilen. In diesem Zusammenhang fand am 5. Februar 2020 eine Bauwerksprüfung der Dachkonstruktion des Großen Saales statt. Die optische Untersuchung ergab dabei, dass ein Herabfallen von Teilen der Abhangdecke nicht ausgeschlossen werden kann. Auch der Gedanke, dass beim Anbringen der Montagedübel für die Kronleuchter-Motoren die Spannstähle beschädigt worden sein könnten, wurde erstmals geäußert.

 

Gegen möglicherweise herabfallende Teile half kurzfristig ein Sicherheitsnetz. Für die Untersuchung der Spannbetonriegel beauftragte das SGB weitere Prüfungen, die in der letzten Woche von einem auf Bauwerksuntersuchungen und experimentelle Tragsicherheitsbewertung spezialisiertes Büro abgeschlossen wurden. Dabei zeigte sich unter anderem, dass vermutlich Ende der 90er Jahre Spannstähle angebohrt worden sind und bei Rohbauten Anfang der 50er Jahre Verpressmörtel nicht richtig eingebracht wurde. Außerdem wiesen die Spannstähle Korrosionsschäden auf.

 

Auch wenn das Gutachten noch nicht vorliegt, sind die Schäden an den Spannbetonträgern nach aktuellen Erkenntnissen erheblich größer als seinerzeit vermutet. „Da ein plötzliches Kollabieren der Tragkonstruktion derzeit nicht mehr ausgeschlossen werden kann, müssen wir aus Sicherheitsgründen ein vorläufiges Betretungsverbot aussprechen und bis auf Weiteres absperren. Sobald uns das Gutachten vorliegt, werden wir uns noch eine zweite Meinung einholen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.“, so Lutz Leide, Leiter des städtischen Gebäudemanagements. Die Stadt wird dann auch Überlegungen anstellen, welche räumlichen Alternativen den bisherigen Nutzern der Stadthalle angeboten werden können.

 

Die letzte Prüfung der Deckenkonstruktion fand im Jahre 2008 statt. Dabei wurden keine Schäden an der Tragkonstruktion festgestellt.

Die Stadthalle Bad Godesberg wurde Ende 1955 eröffnet. Die Kronleuchter im Großen Saal wurden 1979 installiert und zwischen 1997 und 1999 repariert.

 

Marc Hoffmann / Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

 

Hauptausschuss beschließt Bebauungspläne in Bad Godesberg und im Hardtberg

11.05.2020

 

Gleich drei Bebauungspläne hat der Hauptausschuss der Stadt Bonn in seiner Sitzung am 7. Mai 2020 als Satzung beschlossen: für die Kennedyallee, für die Mainzer Straße und für An der Burg Medinghoven.

 

Kennedyallee

 

Bebauungsplan Nr. 6918-2: Das Areal im Ortsteil Hochkreuz im Stadtbezirk Bad Godesberg ist 4900 Quadratmeter groß, liegt auf Höhe der Kennedyallee 41 und wird im Norden durch die Matthias-Grünewald-Straße, im Osten durch die Bestandsbebauung entlang der Straße Langer Grabenweg, im Süden durch die Kennedyallee und im Westen durch die aufgelockerte Bebauung zwischen der Kennedyallee und der Matthias-Grünewald-Straße begrenzt. Im Zentrum befindet sich eine leerstehende Villa. Die Nutzung des die Villa umgebenden, ehemals parkartig angelegten Grundstückes wurde augenscheinlich seit längerer Zeit aufgegeben.

 

Auf dem Grundstück sollen drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt circa 75 Wohneinheiten unter Abriss des Bestandsgebäudes gebaut werden. Im Bereich der Matthias-Grünewald-Straße entsteht eine parallel zur Straße verlaufende viergeschossige Bebauung, im zentralen Bereich eine rechtwinklig dazu geplante dreigeschossige Bebauung und im Bereich der Kennedyallee ein parallel zur Straße verlaufender dreigeschossiger Baukörper. Alle drei Gebäude erhalten zusätzlich ein allseits zurückspringendes Nichtvollgeschoss und sind durch eine private Tiefgarage baulich miteinander verbunden. Die Zufahrt der Tiefgarage erfolgt südlich über die Kennedyallee, die Ausfahrt über die nördlich verlaufende Matthias-Grünewald-Straße.

 

Mainzer Straße

 

Der Bebauungsplan Nr. 7213-1 Mainzer Straße in Mehlem, ebenfalls Stadtbezirk Bad Godesberg, umfasst eine Fläche von insgesamt 8400 Quadratmetern. Früher befand sich an der Mainzer Straße 250 eine Tankstelle; heute liegt das Gelände brach. Ein Vorhabenträger möchte das Grundstück Mainzer Straße 250 unter Einbeziehung angrenzender städtischer Flächen einer wohnbaulichen Nutzung zuzuführen. In einem Vertrag mit der Stadt verpflichtet sich der Investor, mehrere Mehrfamilienhäuser mit rund 75 Wohneinheiten zu errichten. Etwa dreiviertel der Bruttogrundfläche wird für den öffentlich geförderten Wohnungsbau bereitgestellt.

Die Stadt Bonn hat vor dem Hintergrund des Klimaschutzes ehrgeizige Ziele zur Minderung der CO2-Emissionen formuliert. Da ein großer Anteil der Emissionen im Gebäudebereich verursacht wird, sollen durch besonders energieeffiziente Neubauten CO2-Emissionen vermieden und somit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

 

An der Burg Medinghoven

 

Der Bebauungsplan Nr. 6119-1 im Stadtbezirk Hardtberg stellt die Weichen für den Bau einer zweigeschossigen Kindertagesstätte für bis zu acht Gruppen auf dem Areal im Eckbereich Konrad-Adenauer-Damm/An der Burg Medinghoven. Darüber hinaus werden die Erweiterung öffentlicher Verkehrsflächen, die Anlage von Außenspielbereichen und die Anlage von Stellplätzen und einer Zufahrt ermöglicht.

Im Planungsraum Medinghoven reicht die Versorgung mit Kindergartenplätzen nicht aus, um den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab einem Jahr zu erfüllen. Mit Blick auf die im aktuellen Kindergartenbedarfsplan festgeschriebenen Versorgungsziele, den hohen sozialräumlichen Bedarf und um wohnortnah ausreichend Kitaplätze anbieten zu können, ist der Bau der Kindertagesstätte erforderlich.

 

Marc Hoffmann/Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

 

Planung für den Neubau von Haus Elisabeth beschlossen

07.04.2020

Wichtiger Schritt für die Zukunft der Seniorenzentren der Stadt Bonn: Per Dringlichkeitsentscheidung wurden Genehmigungsplanung und Kostenberechnung für einen Neubau des Alten- und Pflegeheims Haus Elisabeth in Ippendorf beschlossen.

 

Auf dem circa 26.000 Quadratmeter großen, sehr weitläufigen Grundstück des bisherigen Hauses Elisabeth wird im hinteren Bereich eine neue stationäre Pflegeeinrichtung für pflegebedürftige ältere Menschen mit 100 Pflegeplätzen, davon 10 für separate Kurzzeitpflege, entstehen. Der Neubau soll nach seiner Fertigstellung zunächst als Interimsunterkunft für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wilhelmine-Lübke-Hauses dienen, während dieses umgebaut wird. Nach Rückkehr der Seniorinnen und Senioren ins Wilhelmine-Lübke-Haus werden die Bewohnerinnen und Bewohner des bisherigen Hauses Elisabeth den Neubau beziehen.

 

Die Planung sieht ein dreigeschossiges Gebäude mit Staffelgeschoss und eingeschossigem Anbau im Erdgeschoss vor. Jeder Gebäudeflügel umfasst im Pflegebereich eine Wohngruppe mit 10 bis 15 Bewohnerinnen und Bewohnern. Geplant sind je Etage zwei Wohngruppen für je 10 Seniorinnen und Senioren im Erdgeschoss und Staffelgeschoss sowie für je 15 Bewohnerinnen und Bewohner im ersten und zweiten Obergeschoss. Jede Gruppe verfügt über einen zentralen Gemeinschaftsraum. Die beiden Gruppenräume sind auf jeder Etage benachbart platziert mit einer gemeinsamen Wohngruppenküche und Balkon zum Garten.
 

Die Haupt-Gemeinschaftsräume sind nach Süden zum Innenhof orientiert. Haupteingang, Verwaltung und Funktionsbereiche befinden sich im eingeschossigen Anbau im Erdgeschoss. Der Haupteingang befindet sich gegenüber dem heutigen Zugang zur Kapelle und der Begegnungsstätte. Eine Windfanganlage mit automatischen Schiebetüren führt in ein Foyer mit halboffenem Empfang. An das Foyer angrenzend ist ein großer Mehrzwecksaal mit Terrasse nach Osten geplant. Der Mehrzwecksaal ist teilbar mit Cafeteria im vorderen Bereich und Raum für weitere Angebote im hinteren Bereich.

 

Die Kostenberechnung geht von einem Investitionsvolumen von knapp 12,7 Millionen Euro aus.

 

Marc Hoffmann/Presseamt der Bundesstadt Bonn

Grundstücksmarktbericht:

Eigentumswohnungen und Baugrund verteuern sich weiter

 

01.04.2020

 

Rund 1,5 Milliarden Euro wurden im Jahr 2019 insgesamt auf dem Bonner Immobilienmarkt umgesetzt. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht 2020 hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Bundesstadt Bonn zum Stichtag 1. Januar 2020 erarbeitet hat.

 

Eine Übersicht über den Immobilien- und Grundstücksmarkt in der Bundesstadt Bonn gibt der aktuelle Grundstücksmarktbericht 2020. Er betrachtet rückblickend das Kauf- und Verkaufsgeschehen anhand notariell beurkundeter Verträge. Insgesamt 3.148 Fälle werteten die Experten aus, im Vergleich zum Vorjahr waren das rund 17 Prozent mehr  (2018: 2.682). Insgesamt wurde auf dem Bonner Immobilienmarkt mit rund 1,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr (2018: 1,7 Milliarden Euro) jedoch etwa 12 Prozent weniger Geld umgesetzt.

 

Der Geldumsatz bei den bebauten Grundstücken verringerte sich von rund 1,2 Milliarden Euro auf rund 907 Millionen Euro (-25 Prozent). Besonders stark war der Rückgang bei den Mehrfamilienhäusern (-36 Prozent) und bei den Büro- und Geschäftsobjekten (-29 Prozent). Sowohl bei den unbebauten Grundstücken als auch bei den Eigentumswohnungen hat sich dagegen der Geldumsatz gesteigert.

 

Preise für Häuser und Grundstücke steigen

 

Die für 2019 ermittelten durchschnittlich gezahlten Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser in mittleren bis guten Wohnlagen stellten sich im Vergleich zu 2018 je nach Gebäudeart und Baujahr differenziert dar. Eine Tendenz der vergangenen Jahre setzt sich jedoch weiterhin fort – die Preise steigen.  So wurde beispielsweise für eine Neubaudoppelhaushälfte mit einem etwa 320 Quadratmeter großen Grundstück und einer Wohnfläche von rund 150 Quadratmetern ein durchschnittlicher Kaufpreis von 620.000 Euro erzielt.

Auch unbebaute Grundstücke haben sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr verteuert. Der Preis für baureife Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser stieg durchschnittlich um sieben Prozent, für baureife Grundstücke für Mehrfamilienhäuser um 14 Prozent. Bei den Grundstücken für Gewerbenutzung änderte sich nichts.

 

Zonale Bodenrichtwerte: Was kostet der Quadratmeter wo?

 

Um eine Orientierung zu geben, was Grund und Boden in bestimmten Lagen wert ist, beschließt der Gutachterausschuss nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches (BauGB) und der Gutachterausschussverordnung (GAVO) NRW jeweils zum Stichtag 1. Januar eines Jahres die so genannten zonalen Bodenrichtwerte. Hierbei handelt es sich um den durchschnittlichen Lagewert des Bodens innerhalb eines Gebietes (Bodenrichtwertzone), das nach seinem Entwicklungszustand sowie nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmende Merkmale aufweist. Der Bodenrichtwert bezieht sich dabei auf den Quadratmeter Fläche eines Grundstücks mit dem definierten Grundstückszustand (Bodenrichtwertgrundstück).

So beträgt beispielsweise der Bodenrichtwert für Einfamilienhausgrundstücke in der Bonner Südstadt 930 EUR/m² für 300 m², im Duisdorfer Oberdorf 590 EUR/m² für 500 m², in Beuel-Süd, „Elsa-Brändström-Straße“ 670 EUR/m² für 500 m² und in Bad Godesberg „Am Stadtwald“ 730 EUR/m² für 800 m².
 

Eigentumswohnungen werden insgesamt teurer

 

Auch hat der Gutachterausschuss die aktuellen Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen – differenziert nach vier Altersklassen – beschlossen. Immobilienrichtwerte sind normierte Kaufpreise pro m² Wohnfläche bezogen auf eine bestimmte Ortslage. Gründerzeitwohnungen werden hier als Sondermarkt betrachtet, für den eigene Immobilienrichtwerte angelegt wurden.

Die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen ist in allen Baualtersklassen weiter steigend: die Durchschnittspreise der Neubau-Wohnungen (bis drei Jahre alt) sind um 10,4 Prozent, die der fünf bis 30 Jahre alten Wohnungen um rund 9 Prozent, die der 30 bis 50 Jahre alten Wohnungen um rund 9,4 Prozent und die der 50 bis 70 Jahre alten Wohnungen um rund 9,1 Prozent gestiegen.  Auch die Gründerzeitwohnungen sind nach gleichbleibenden Preisen im Vorjahr im Durchschnitt 7,9 Prozent teurer geworden.

In Beuel-Zentrum sowie in Godesberg/Rheinnähe werden die höchsten durchschnittlichen Kaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen erzielt. Den „Rekord“ hielt eine Immobilie im Stadtbezirk Bad Godesberg, für die im vergangenen Jahr mehr als 7.300 Euro pro Quadratmeter gezahlt wurde.

 

Grundstücksmarktbericht und Bodenrichtwertkarte im Internet

 

Die Bodenrichtwerte und der Grundstücksmarktbericht können im Informationssystem der Gutachterausschüsse in NRW unter www.boris.nrw.de abgerufen werden. Der Grundstücksmarktbericht kann dort auch kostenlos als pdf-Dokument heruntergeladen werden. 

Gegen Gebühr sind Druckfassungen der Bodenrichtwertkarte und des Grundstücksmarktberichtes erhältlich. Sie können formlos unter gutachterausschuss@bonn.de bestellt werden.

 

Isabel Klotz,

Presseamt der Bundesstadt Bonn

Verwaltung gibt Sachstandsbericht zur Beethovenhalle

11.12.2019

Mit einem ausführlichen Sachstandsbericht hat die Stadtverwaltung am Mittwoch, 11. Dezember 2019, den Projektbeirat Beethovenhalle in einer Sondersitzung über die derzeitige Situation auf der Baustelle informiert. Sie konnte zwar keinen endgültigen Zeitplan vorlegen, stellte aber eine Prognose vor, nach der die Halle nach der Sommerpause 2024 den Betrieb wieder aufnehmen könnte. „Der Grund für die Absage der Sitzung vor zwei Wochen gilt unverändert: Wir können noch keinen mit allen Beteiligten abgestimmten Terminplan vorstellen“, so Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der an der Sitzung teilnahm. Der Projektleiter für die Sanierung und Modernisierung der Beethovenhalle, Stadtdirektor Wolfgang Fuchs ergänzte: „Wir rechnen damit, die Terminplanung im März 2020 vorlegen zu können.“

Einer der Gründe für die Verzögerung ist, dass die neue Objektüberwachungsfirma, die seit Juli 2019 unter Vertrag steht, erst dann mit der Arbeit an einer neuen Terminplanung beginnen konnte. Noch fehlen auch Zuarbeiten des Fachplaners für die Technische Gebäudeausrüstung, was auf Klärung vertraglicher Festlegungen zurückzuführen ist.
 

Es hat nach Einschätzung der Verwaltung keinen Sinn, jetzt eine Terminübersicht vorzulegen, die zu viele ungeprüfte Faktoren enthalte. „Ziel ist es, auch dabei alle Risiken einzukalkulieren, wie wir es bei den Kosten getan haben“, so Fuchs. Die „Worst Case“-Betrachtung liegt dabei bei 166 Mio Euro, im nach derzeitigen Erkenntnissen günstigsten Fall liegt der Betrag bei 137 Mio Euro (jeweils inklusive anteiliger Umsatzsteuer).
 

Bauarbeiten gehen voran

 

Auf der Baustelle sieht es derzeit so aus: Die notwendigen Abbrucharbeiten in allen Geschossen der Bauteile A (Haupttrakt), B (Eingangsbereich) und D (Anbau) sind erledigt. Die Betonarbeiten im Bereich des Studios (Umfassungswände, Zwischenwände, Zwischendecken für Technikräume) sind weitgehend abgeschlossen.

Zahlreiche Mängel zeigten sich bei der Überprüfung der Wärmedämmungen, die im Winter 2017/18 auf der Kuppelschale eingebaut worden waren; die Verklebung der Dämmung mit dem Untergrund war unzureichend. Die Kupfereindeckung kann deshalb voraussichtlich erst im nächsten Frühjahr angebracht werden.

Vollständig fertiggestellt sind die Rohbauarbeiten des unterirdischen Technikbauwerkes einschließlich der Sichtbeton-Rampenwände des Anlieferhofes. Im Plan liegen die Arbeiten für die Einleitbauwerke zur Gebäudeentwässerung in den Hauptkanal an der Wachsbleiche.

 

Neue Firmen haben die Arbeit aufgenommen

 

Wie bereits berichtet, konnte für die zunächst kritisch erscheinende Mehrlast im Bereich des Dachtragwerks im Großen Saal eine Lösung erarbeitet werden: Unterstützende Träger sollen im zentralen Bereich des Dachraumes installiert werden, so dass die Lasteinwirkung auf kritische Punkte im Tragwerk vermindert und umverteilt wird. Sowohl der Planungs- als auch der Kostenaufwand für Planung und Ausführung bleiben vergleichsweise gering; die Zustimmung der Unteren Denkmalbehörde liegt vor.

Die Gewerke Raumlufttechnik sowie Heizungs- und Kälteinstallation sind inzwischen neu beauftragt, die Firmen haben die Arbeit aufgenommen. Die ebenfalls gekündigten Gewerke Sanitärtechnik und Elektrotechnik sind Anfang November neu ausgeschrieben worden. Die Ausschreibung des Gewerks Gebäudeautomation ist für Anfang 2020 vorgesehen. Das TGA-Fachplanungsbüro wird die Kapazitäten auf das erforderliche Maß erhöhen und in ausreichendem Maße in das Projekt zurückkehren. Das Büro arbeitet zusammen mit dem Bauleitungsbüro an der Erstellung des neuen Gesamtterminplans. Ferner bereitet das Büro für die wiederbeauftragten TGA-Gewerke die in nächster Zeit benötigte Ausführungsplanung vor. Die Unterlagen der ersten Bereiche wurden bereits geliefert.

 

Pressemeldung 11.12.2019
Monika Hörig/Presseamt der Stadt Bonn

Vielfältige Aktivitäten der Stadt für mehr Wohnraum

21.11.2019

 

Die Schaffung von - bezahlbarem - Wohnraum ist eine der größten Herausforderungen, vor denen die Bundesstadt Bonn steht.

 

Schon jetzt ist die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern in der stetig wachsenden Stadt sehr hoch, und bis zum Jahr 2040 geht IT.NRW von einem weiteren Einwohnerwachstum von 12,1 Prozent auf rund 365.000 Einwohnerinnen und Einwohner aus. Das bedeutet, dass bei einem Zuwachs von rund 35.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in den nächsten 20 Jahren rund 18.000 neue Wohnungen gebraucht werden.

 

Da Bonn ein vergleichsweise kleines Stadtgebiet hat und durch große, schützenswerte Landschaften wie Kottenforst und Ennert geprägt ist, können nur wenige neue Baugebiete in den Außenbereichen erschlossen werden. Stattdessen muss insbesondere durch eine Nachverdichtung im Innenbereich Platz für Wohnraum geschaffen werden.

 

Der Bedarf an Wohnraum ist unbestritten. Gleichzeitig haben die Bürgerinnen und Bürger Sorge vor Auswirkungen auf ihre Wohnqualität. Um eine höhere Akzeptanz für solche Vorhaben zu erreichen, müssen wir Vor- und Nachteile von Verdichtungen aufzeigen sowie in sachlichen Diskussionen transparente Entscheidungsprozesse fördern. Bei größeren Projekten ist eine Bürgerbeteiligung über Bebauungsplanverfahren gewährleistet“, erläutert Helmut Wiesner.

 

Der Stadtbaurat läutete zusammen mit Vertretern der Deutschen Reihenhaus AG und der Absolut Immobiliengruppe am Donnerstag, 21. November 2019, den Abriss des früheren Möbel Boss in Tannenbusch ein. Auf dem Gelände werden 129 Wohneinheiten, aufgeteilt in 14 Reihenhäuser und 115 Wohnen, entstehen; dazu kommen eine neue Filiale der Sparkasse KölnBonn, Polizei und Handel.

 

Künftig pro Jahr Baurecht für 500 Wohneinheiten schaffen

 

Für mehr Wohnraum will die Stadtverwaltung zunächst die Zahl der zu bearbeitenden Bebauungsplanverfahren steigern und darüber künftig Baurecht für durchschnittlich 500 Wohneinheiten pro Jahr (bisher im Schnitt 250 pro Jahr) schaffen. Dazu sind zusätzliche Stellen eingerichtet und inzwischen besetzt worden. Mit der in 2017 begonnenen Baulandoffensive können so theoretisch bis 2022 Baurechte für rd. 6.600 Wohneinheiten geschaffen werden. Mit dem Bonner Baulandmodell besteht dabei die Perspektive, rund 2.600 geförderte Wohnungen auch für einkommensschwächere Menschen zu errichten.

 

Zusätzlich hat Stadtbaurat Wiesner eine weitere Initiative zur Baulandentwicklung gestartet. In den vergangenen Monaten hat die Stadtverwaltung untersucht, wo durch Änderung oder Aufhebung veralteter Bebauungspläne und in Baulücken weitere Wohnungen entstehen könnten. Ergebnis: auf 56 Potentialflächen könnten zusätzlich Baurechte für circa 5.600 Wohneinheiten geschaffen werden, und in Baulücken weitere etwa 1.400.

Der Entwurf des Rahmenplans für das Bundesviertel, der eine deutlich stärkere Nutzungsmischung gegenüber dem Status Quo vorsieht, zeigt ein zusätzliches Potential von rund 3.600 Wohnungen auf.

 

Wie weit der Wohnraumbedarf aber tatsächlich in Bonn selbst gedeckt werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Neben Restriktionen wie Umwelt- und stadtklimatischen Belangen sieht Stadtbaurat Wiesner ebenfalls das Erfordernis der Akzeptanz von Planungs- und Bauprojekten in der Bürgerschaft.

 

Besondere Rolle des geförderten Wohnungsbaus

 

Bei der Versorgung von breiten Bevölkerungsschichten mit bezahlbaren Wohnraum kommt dem geförderten Wohnungsbau eine wichtige Rolle zu. Durch die öffentliche Förderung von Wohnraum wird durch gesetzliche Anforderungen auch qualitativ hochwertiger (barrierefreier) Wohnraum geschaffen. Hiermit kann Menschen mit geringerem Einkommen, bspw. Pflegekräften, aber auch alleinstehenden Seniorinnen und Senioren und kinderreichen Familien, das Leben und Arbeiten in der Stadt ermöglicht werden.

 

Daher hat die Verwaltung zu diesem Aspekt die Projektgruppe „Geförderter Wohnungsbau in Bonn“ unter Leitung von Sozialdezernentin Carolin Krause eingerichtet. „Ziel der Projektgruppe ist es, die städtischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Schaffung von öffentlich geförderten Wohnraum auszuschöpfen“, so Krause.

So sollen wichtige Wohnungsbauprojekte verwaltungsintern beschleunigt und die Bedingungen für öffentlich geförderten Wohnungsbau verbessert werden.

 

Bereits im September 2019 beschloss der Rat der Bundesstadt Bonn, beim Verkauf von städtischen Grundstücken für den öffentlich geförderten Wohnraum zukünftig eine Minderung vom Grundstückswert einzurechnen. Dadurch soll der wirtschaftliche Nachteil des öffentlich geförderten Wohnungsbaus ausgeglichen werden. Der Schlüssel für Stellplätze für öffentlich geförderte Wohnungen ist zwischenzeitlich von 0,75 pro Wohneinheit auf 0,5 pro Wohneinheit gesenkt worden.

Darüber hinaus wird geprüft, ob die Stadt Grundstückskosten subventionieren kann, um Investitionen in öffentlich geförderte Wohnungen attraktiver zu machen. Und schließlich wird darüber nachgedacht, den Erbbauzins für städtische Grundstücke für geförderte Bauvorhaben zu reduzieren.

 

Neben diesen Aktivitäten der Projektgruppe soll von den Anstrengungen der Verwaltung, Bauland zu aktivieren, auch der geförderte Wohnungsbau profitieren. Auf sechs Grundstücken im Alleineigentum der Stadt könnte die Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG (VEBOWAG) öffentlich geförderte Wohnungen bauen. Die Verwaltung wird der Politik entsprechende Zielbeschlüsse zur Beratung vorlegen. Bei zehn weiteren Grundstücken mit nur einem Eigentümer wird die Stadtverwaltung die Besitzer gezielt ansprechen, ob sie ihre Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung stellen möchten.

 

Und schließlich möchte die Stadtverwaltung für alle Flächen in Streubesitz, also mit mehreren Eigentümern, beispielsweise Angebotsbebauungspläne mit Umlegungsverfahren initiieren, damit diese Flächen zu bebaubaren Baugrundstücken umgewandelt werden.

 

Marc Hoffmann, Presseamt der Bundesstadt Bonn

Bauprojekt Viktoriabrücke

In einem Bericht für die Sitzung des Bau- und Vergabeausschuss am 13. Juni 2019 erläutert das Tiefbauamt der Stadt Bonn die aktuelle Kostenentwicklung beim Bauprojekt Viktoriabrücke.

 

Nach derzeitigem Stand werden die voraussichtlichen Kosten für die gesamte Maßnahme - Erneuerung der Viktoriabrücke, Neubau der Verbindungsrampe zur Thomastraße, Fußgänger- und Fahrradunterführung sowie Kreisverkehr am Alten Friedhof - zirka 45 Millionen Euro betragen.

 

Das bedeutet eine ganz erhebliche Abweichung gegenüber den Gesamtkosten von rund 25 Millionen Euro, die ein externes Büro im Jahr 2012 in einer ersten Kostenschätzung vorgelegt hatte.

 

Die Darstellung einer in großen Teilen belastbaren Kostenentwicklung ist erst zum jetzigen Zeitpunkt möglich, da mit dem Abschluss der Ausführungsplanung für die Brücke und der Entscheidung über die Gestaltung der Fußgänger- und Fahrradunterführung Ende 2018 sowie der Vergabe des Hauptauftrags zum Brückenneubau im März 2019 und dem Erreichen der Bau-Halbzeit jetzt verlässliche Grundlagen für einen Ausblick auf die voraussichtliche Kostenentwicklung vorliegen.

 

Gründe für die entstandenen Kostensteigerungen sind u.a. geänderte, gestalterische Vorgaben und zusätzliche vorab nicht absehbare Leistungen (z.B. Neubau der Rampenwände, Verlegung eines Stauraumkanals und nachträglich angemeldete Leistungen für die Deutsche Bahn) sowie die rasante Entwicklung der Baupreise in den vergangenen Jahren.

 

Zeitdruck durch DB-Sperrpausen

 

Aufgrund der in den Jahren 2006 und 2009 festgestellten erheblichen Schäden an der Viktoriabrücke bestand ein unmittelbarer Handlungszwang zu Abriss und Erneuerung der Brücke. Da die Brücke über eine der meist befahrenen Zugstrecken Europas verläuft, hatte die Stadt daher frühzeitig, die bereits Jahre im Voraus abzustimmenden Sperrpausen bei der Deutschen Bahn (DB) beantragt und erste Genehmigungen für 2016 erhalten.

 

Weil der ursprüngliche Entwurf von 2012 nicht zum Zuge kam und der Gestaltungsentwurf des Berliner Büros „Kolb/Ripke“ erst Mitte 2015 beschlossen wurde, die deutlich früher vereinbarten Sperrpausen aber erreicht werden mussten, hat das Tiefbauamt mit den ersten Maßnahmen – u.a. Abriss der Osthälfte – schon im Herbst 2016 beginnen müssen, obwohl die Planungen zum damaligen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen werden konnten und auch noch der Beschluss für die Gestaltung des Fuß- und Fahrradtunnels ausstand.

Planung und Bau mussten also in großen Teilen parallel erfolgen. Eine realistischere Aussage über die Kostenentwicklung ist daher erst jetzt möglich.

 

Abriss und Neubau der Brücke

 

Der erfolgte halbseitige Rückbau des Überbaus war mit Schätzkosten von 700.000 Euro belegt. Tatsächlich wurde er aufgrund einiger, erst beim Abriss zu Tage tretender technischer Probleme mit 1,2 Millionen Euro abgerechnet.

Der ebenfalls abgeschlossene halbseitige Rückbau des Unterbaus musste wegen fehlender Angebote zum zweiten Mal mit Schätzkosten von rund 800.000 Euro ausgeschrieben werden, abgerechnet wurde er mit 780.000 Euro.

 

Während der Sanierungsarbeiten stellte sich heraus, dass der unter der alten Rampenwand auf der Westseite gelegene, große Stauraumkanal die höheren Verkehrslasten des Brückenbauwerks nicht ableiten kann. Erforderliche Bohrpfahlgründungen bis unter die Kanalsohle wären technisch aufwendig und zudem unwirtschaftlich gewesen. Daher wird der Kanal derzeit verlegt und erneuert. Die Schätzkosten beliefen sich auf 702.000 Euro, einschließlich derzeit bekannter Mehrkosten wird die Kanalerneuerung rund 960.000 Euro kosten.

 

Die bestehenden Rampenwände müssen entgegen der ursprünglichen Planung ebenfalls erneuert werden. Dass die Bestandspläne fehlerhaft waren, war nicht zu erwarten und stellte sich erst beim Teilabbruch vorhandener Bauteile heraus.  Allein für den Abriss und Neubau waren 4,054 Millionen Euro geschätzt, das Mindestangebot liegt bei 4,1 Millionen Euro. Die Arbeiten laufen derzeit noch.

Die Ausführungsplanung für den Neubau der abgebrochenen Ostseite, den Abbruch der Westseite und den vollständigen Neubau der Brücke konnte aufgrund des geschilderten Zeitverzugs durch die gestalterische Planung erst Ende 2018 abgeschlossen werden. Diese Schätzkosten beliefen sich auf 18,53 Millionen Euro. Die Beauftragung nach europaweiter Ausschreibung ergab – bei nur zwei Angeboten - ein Mindestangebot von 20,8 Millionen Euro. Die Arbeiten haben im April begonnen. 

Weitere, erst im Verlauf des Projekts von der DB eingeforderte, nachträgliche Arbeiten an Fahrleitungen, Fahrleitungsmasten und Kabeltrassen verursachen Zusatzkosten von rund 700.000 Euro. Die Arbeiten sind noch im Gange.

Unter dem Strich ergibt sich somit allein für den Abriss und Neubau der Brücke derzeit ein Kostenstand von 28,54 Millionen Euro- Ursprünglich waren im Jahr 2012 rund 12,5 Millionen Euro geschätzt worden.

 

Ausblick

 

Die aktuelle Kostenschätzung von etwa 45 Millionen Euro ist mit weiteren Unwägbarkeiten verbunden. Für die Einzelprojekte Lichterhimmel, Rampe sowie Fußgänger- und Fahrradunterführung können derzeit nur Schätzkosten angegeben werden.

 

Der Lichterhimmel ist das markante Gestaltungselement aus dem Entwurf Kolb/Ripke. Für das Lichternetz mit einer Spannweite von rund 100 Metern werden aufwendige Tests im Windkanal durchgeführt, die erst in Kürze abgeschlossen werden können. Die Schätzkosten liegen bei 1,5 Millionen Euro, die Ausschreibung kann erst nach Beendigung der Tests erfolgen. Das externe Planungsbüro hatte 2015 hierfür Mehrkosten von 880.000 Euro prognostiziert.

 

Für die geplante Rampe zur Thomastraße und den neuen Fußgänger-/Radfahrtunnel am Alten Friedhof muss jetzt ein gemeinsames Planfeststellungsverfahren betrieben werden. Für die Rampe waren 7,1 Millionen Euro und für die Unterführung 2,8 Millionen Euro geschätzt worden. Nach dem erfolgten Gestaltungswettbewerb liegen die Schätzkosten für den Tunnel – der Variante „Im Fluss“ – gemäß der im Dezember 2018 beschlossenen Vorplanung nun schon bei 5,74 Millionen Euro.

 

Beide Schätzungen sind auch angesichts der erhitzten Marktlage nur bedingt belastbar, denn es müssen noch Ausführungsplanung und Ausschreibung erfolgen; Steigerungen sind daher noch möglich.
 

Bereits gebaut und abgerechnet ist der Kreisel am Alten Friedhof für rund 950.000 Euro. Geschätzt waren 2012 gemeinsam mit dem noch vorgesehenen Ausbau der Thomastraße 2,2 Millionen Euro.

 

Presseamt der Bundesstadt Bonn/ Marc Hoffmann

 

Viktoriakarree:

 Rat beschließt modifiziertes Strukturkonzept

 

Ein modifiziertes Strukturkonzept für ein lebendiges Viktoriakarree mit Einzelhandel, Büros und Wohnen hat der Rat der Stadt Bonn am Dienstag, 14. Mai 2019, beschlossen. Die Überlegungen sehen zwei Blockrandbebauungen und eine Teilung des Quartiers durch eine autofreie Viktoriagasse vor.

 

Das geänderte, aktualisierte Konzept sieht Veränderungen auf den Flächen vor, die sich im Eigentum der Stadt als größte Immobilien-Inhaberin im Viertel befinden. Zum Belderberg hin soll es eine öffentliche oder kulturelle Nutzung geben. Das ehemalige Viktoriabad soll künftig umgenutzt werden. Denkbar sind dort spezifische Angebote für Studierende, z.B. Kultur/Gastronomie/Lounge. Der Umfang der Investitionen in den Erhalt des ehemaligen Schwimmbades wird von der künftigen Nutzung abhängen; das denkmalgeschützte Kunstharzfenster soll nach Möglichkeit erhalten bleiben.

 

Durch die Schaffung der Viktoriagasse zwischen Rathausgasse und Franziskanerstraße können beiderseits dieser Gasse in Neubauten Einzelhandel, Büros (untere Geschosse) und Wohnungen (obere Geschosse) geschaffen werden. Im westlichen Teil im Bereich der Stockenstraße werden keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden müssen. Das Quartier soll auch eine Tiefgarage erhalten, Zufahrt und Anordnung müssen aber noch geprüft werden.

 

Grundlage für weiteres Bebauungsplanverfahren
 

Nach der Bürgerwerkstatt zwischen Dezember 2016 und September 2017 hatte der Rat im Dezember 2017 die Stadtverwaltung beauftragt, das von der Empfehlungskommission mit Modifikationsvorschlag favorisierte Konzept mit allen 20 Eigentümerinnen und Eigentümern bzw. Eigentümergemeinschaften zu erörtern und die Umsetzbarkeit zu prüfen.  Daher fand eine Informationsveranstaltung im Mai 2018 statt, zwischen Juni und August 2018 folgten 13 Einzelgespräche. Die Eigentümerinnen und Eigentümer hatten deutlich gemacht, dass ihnen die Bestandssicherung sowohl der Gebäude als auch der Nutzungen wichtig ist. Eingriffe in die Baustrukturen und in die Nutzungen waren mit großer Mehrheit abgelehnt worden, das modifizierte Strukturkonzept wurde als Gewinn für das Viertel gesehen.

 

Der Rat hat dem Vorschlag der Verwaltung für das Strukturkonzept zugestimmt, dabei allerdings zwei Änderungen vorgenommen. Die eine betrifft den Standort des Stadtmuseums: Hierzu verweist er auf seinen Beschluss vom 28. März 2019, der die Standortfrage offen hält. Damit bleibt auch ein Museumstandort innerhalb des Viktoriakarrees in der Diskussion. Mit der zweiten Änderung fordert der Rat die Beteiligung des Städtebau- und Gestaltungsbeirates im weiteren Verfahren ein.

 

Für das Viktoriakarree gibt es bereits einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Das nun beschlossene Strukturkonzept wird die Grundlage des weiteren Bebauungsplanverfahrens und der weiteren Schritte zur Beteiligung der Öffentlichkeit und der Betroffenen sein.

 

Presseamt der Bundesstadt Bonn/Marc Hoffmann
 

 

Haus der Natur:

Umbau abgeschlossen – Eröffnung im Juni

 

Mit einer Einweihungsfeier am Sonntag, 30. Juni 2019, wird das umgebaute Haus der Natur an der Waldau wiedereröffnet. Das beliebte Ausflugsziel hat sich in den vergangenen Monaten in eine moderne Umweltbildungseinrichtung verwandelt und wird künftig als Plattform für Bildung für nachhaltige Entwicklung dienen. Seit März sind die Bauarbeiten abgeschlossen, jetzt laufen die letzten Schritte zur Realisierung der Dauerausstellung und des Jahresprogramms. 

 

Passend zum umliegenden Stadtwald präsentiert sich das Haus der Natur nach dem Umbau mit einer Holzfassade. Durch die Verschalung des alten Fachwerks wurde die energetische und bauphysikalische Situation des Gebäudes verbessert. Außerdem konnten jetzt schon die ersten Bewohner des Hauses einziehen: Unter dem Holz der neuen Fassade wurde ein circa ein Quadratmeter großes Fledermausquartier integriert. Rund um das Haus wurden außerdem zahlreiche Nistkästen für Vögel, Säuger und Insekten angebracht. 

 

Das alte Fachwerk ist im Inneren an mehreren Stellen sichtbar geblieben und sorgt so für besonderen Charme. Zum Beispiel in dem rund 36 Quadratmeter großen Seminarraum im Erdgeschoss, der von bis zu 20 Personen genutzt werden kann. Das Herzstück des sanierten Gebäudes ist der 120 Quadratmeter große Multifunktionsraum im Obergeschoss, der Platz für 50 Personen bietet. Die Fenster zum Wald sorgen hier für einen besonders schönen Lichteinfall. Der Parkettfußboden besteht aus Eiche, eine Baumart, die auch im Kottenforst häufig vorkommt. Durch den neu eingebauten Aufzug sind die Räumlichkeiten im Obergeschoss nun auch barrierefrei zu erreichen. 

Fertig ist auch der Entwurf für die circa 100 Quadratmeter große Dauerausstellung zum Thema Großstadtwald. Die verschiedenen Module werden derzeit produziert und bis zur Eröffnung installiert. Im Wechselausstellungsraum sollen sich Kunstausstellungen lokaler Künstler und Künstler mit Naturbezug rund um die Themen Wald und Natur abwechseln.

 

Das pädagogische Programm startet zunächst mit drei ausgearbeiteten Waldführungen für Kinder und Jugendliche. Im Mittelpunkt steht das sinnliche Erleben des Waldes und die Auseinandersetzung mit komplexen Themen, wie zum Beispiel dem Klimawandel und seinen Folgen. Personelle Unterstützung bekommt das Team vom Haus der Natur dabei durch den Landesbetrieb Wald und Holz und qualifizierte freiberufliche Mitarbeiter. Zur großen Eröffnungsfeier im Juni wird auch das Halbjahresprogramm mit allen Führungen, Vorträgen und Aktionen bis Ende des Jahres vorliegen.

 

Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des Hauses der Natur betragen voraussichtlich 1,8 Millionen Euro. Die zusätzlichen Kosten von 400.000 Euro im Vergleich zu den anfangs prognostizierten 1,4 Millionen Euro sind auf die hohe Auslastung der Bau- und Handwerksunternehmen und die somit hohen Angebotspreise zurückzuführen. Hinzu kamen Mängel an der Statik und den Entwässerungsleitungen, die bei der Entkernung des Gebäudes erkennbar wurden. Der Umbau der Trafostation sowie die Netzwerkanbindung waren in der ursprünglichen Kalkulation noch nicht enthalten.

Andrea Schulte /Presseamt der Bundesstadt Bonn
 

 

Dritte Leitbildkonferenz

Entwicklungskonzept für die City von Bad Godesberg

14.02.2019

 

BN - Der Leitbildprozess für Bad Godesberg geht in die nächste Runde: In der dritten Leitbildkonferenz am Dienstag, 26. März 2019, ab 19 Uhr in der Stadthalle Bad Godesberg wird es konkret um erste Maßnahmen für das noch zu erarbeitende Integrierte Stadtentwicklungskonzept Innenstadt (ISEK) gehen. Darüber hinaus kann von Ende März bis Ende April 2019 der Leitbild-Entwurf online kommentiert werden.

 

Ende April 2018 ist der Leitbild-Prozess für Bad Godesberg mit der ersten Leitbildkonferenz, an der mehr als 400 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen hatten, gestartet. Auf die erste Sammlung von zahlreichen Ideen und Anregungen zur Entwicklung des Stadtbezirks folgten eine Onlinebeteiligung mit ca. 2000 Nennungen, Kinder- und Jugendbeteiligungen, Expertenworkshops und eine zweite - wieder gut besuchte - Leitbildkonferenz Mitte Juli 2018. Hier wurden die sich aus der Beteiligung ergebenden Leitbildthemen, wie die Entwicklung der Innenstadt, Kultur, Freizeit und Tourismus oder Neue Mobilität im Stadtbezirk diskutiert.

 

Ziel der Beteiligung war es, ein möglichst breites Spektrum an Meinungen einzuholen, um gemeinsam ein zukunftsorientiertes und vielschichtiges Leitbild mit grundsätzlichen Entwicklungszielen für den Stadtbezirk zu entwerfen. Auch in einem eigens für den Prozess einberufenen Begleitgremium, besetzt mit Vertretern aus Politik und Verwaltung, sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteuren aus dem Stadtbezirk, wurde über die Leitbildthemen beraten.

 

Leitbild-Entwurf kann von Ende März bis Ende April kommentiert werden

 

Auf Basis der breiten Beteiligung der Öffentlichkeit am Leitbildprozess erstellte das den Prozess betreuende Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen einen ersten Leitbildentwurf (abrufbar unter www.bonn.de/leitbild-bad-godesberg). Der Rat der Stadt Bonn hat – nach vorheriger Mitwirkung unter anderem der Bezirksvertretung Bad Godesberg - Anfang Februar 2019 den Leitbild-Entwurf beschlossen. Dieser wird im Nachgang der dritten öffentlichen Leitbildkonferenz am 26. März 2019 kommentiert werden können. Im Zeitraum von 30 Tagen haben alle Interessierten die Möglichkeit, unter www.bonn-macht-mit.de Anmerkungen zum Leitbildentwurf zu machen, die dann mit den bisherigen Beteiligungsergebnissen abgeglichen und auf ihre Berücksichtigung hin geprüft werden.

 

So soll ein breit getragenes Leitbild entstehen, welches den Rahmen für zukünftige Maßnahmen und Herausforderungen in Bad Godesberg setzt. Die ersten Maßnahmen bzw. Maßnahmenbündel, welche als Konkretisierung der Leitbildziele direkt auf das Leitbild zurückzuführen sind, werden im Zuge des noch zu erarbeitenden Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts Innenstadt (ISEK) formuliert.

 

Die Vorschläge für das ISEK, welche bereits am 17. November 2018 auf dem Theaterplatz präsentiert worden waren, stehen im Mittelpunkt der dritten öffentlichen Leitbildkonferenz mit dem Titel: Entwicklungskonzept für die Bad Godesberger Innenstadt.
Welche öffentlichen Räume sollen in der Innenstadt wie gestaltet werden? Welche Maßnahmen erhöhen die Sicherheit im Zentrum und Kurpark, oder welche Bedarfe müsste ein neues Begegnungszentrum im Stadtbezirk erfüllen? Diese und weitere Fragen sollen am 26. März 2019 in der Stadthalle gemeinsam mit allen Interessierten diskutiert werden.

 

Rat soll Leitbild im Sommer 2019 beschließen

 

Nach Abschluss der Beteiligung soll das abgestimmte Leitbild zusammen mit dem noch zu erarbeitenden Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept Innenstadt (ISEK) im Sommer 2019 abschließend – unter vorheriger Beteiligung der Bezirksvertretung Bad Godesberg – vom Rat beschlossen werden.

 

Am Ende soll dann ein politisch beschlossenes Leitbild für den Stadtbezirk vorliegen und daraus abgeleitete konkrete Maßnahmen für die Bad Godesberger Innenstadt in einem ISEK formuliert sein. Die Umsetzung der Maßnahmen soll durch Städtebaufördermittel unterstützt werden.

 

Marc Hoffmann / Presseamt der Stadt Bonn

Rat beschließt Pläne für den Umbau der Straße Am Hauptbahnhof

 

12. Februar 2019

 

Wenn die beiden Neubauprojekte Maximiliancenter und Urban Soul gegenüber dem Hauptbahnhof fertiggestellt sind und alle erforderlichen Baugenehmigungen vorliegen, wird die Straße Am Hauptbahnhof von der Maximilianstraße bis zur Thomas-Mann-Straße ausgebaut. Der entsprechenden Entwurfsplanung hat der Stadtrat in der Sitzung am 7. Februar 2019 zugestimmt.

 

Die Fahrbahn erhält einen Asphalt-Oberbau, während die Gehwege mit einem Gestaltungspflaster hergestellt werden. Die Oberfläche wird aus einem hellgrauen Betonstein bestehen. Im Bereich des Übergangs von der Poststraße zum Haupteingang des Bahnhofsgebäudes soll die Fahrbahn möglichst dem Pflasterbelag der Poststraße angepasst werden. Wegen der Verkehrsbelastung muss diese Fläche in einem farbigen Beton hergestellt werden, der gegebenenfalls eine Struktur erhält.

 

Der Radverkehr in Fahrtrichtung Rabinstraße wird über die Straßenbahnhaltestelle "Hauptbahnhof" und anschließend auf einem 1,60 Meter breiten Schutzstreifen geführt. In Fahrtrichtung Hauptbahnhof wird der Radverkehr ab der Thomas-Mann-Straße zunächst über einen drei Meter breiten Rad-Gehweg und ab der Einmündung in die Herwarthstraße auf einem Schutzstreifen im Straßenraum geführt. Unmittelbar vor dem Hauptbahnhof wird somit der Radverkehr eindeutig vom Fußgängerverkehr getrennt. Alle Radwege werden asphaltiert und durchgängig mittels Rotfärbung farblich deutlich abgesetzt. Die Straßenquerungen für die Fußgänger werden mit taktilen Elementen für blinde und sehbehinderte Personen und einer Bordsteinabsenkung auf drei Zentimeter ausgestattet.

 

Zudem beauftragte der Rat die Verwaltung, ein Planfeststellungsverfahren für Änderungen an den Gleisanlagen und der Haltestelle zu beantragen. Die Pläne sehen vor, die Straßenbahngleise um bis zu 3,30 Meter (in Fahrtrichtung Auerberg/Oberkassel) beziehungsweise 2,70 Meter (in Fahrtrichtung Dottendorf) zu verschieben und sie nach der Kurve in die Thomas-Mann-Straße an die derzeitige Lage anzuschließen. Die Straßenbahnhaltestelle in Fahrtrichtung Auerberg/Oberkassel wird barrierefrei ausgebaut. Sie wird künftig 1,25 Meter von der Gleisachse entfernt liegen und 20 Zentimeter höher sein als die Schienen. Da über die Haltestelle ein Radweg führen wird, soll der Radverkehr beim Ein- und Aussteigen der Fahrgäste mit einer Ampel angehalten werden. Die Haltestelle erhält ein Dach, Sitze, eine dynamische Fahrgastinformation und einen Fahrkartenautomat.

 

Grundsätzlich wird das Projekt mit 90 Prozent aus ÖPNV-Mitteln des Landes bezuschusst. Die Stadtverwaltung wird einen entsprechenden Förderantrag stellen.

 

Marc Hoffmann / Presseamt der Stadt Bonn

Robert-Wetzlar-Berufskolleg wird erweitert

08.02.2019

 

Rat stimmt den Entwürfen und Kostenplänen für die umfangreiche Brandschutzsanierung und den neuen Klassen- und Fachräumen sowie Aula zu. Bezirksvertretung Bonn berät am 14. Februar.

 

Am Robert-Wetzlar-Berufskolleg stehen umfangreiche Bauarbeiten an. Der Rat der Stadt Bonn beschloss am 7. Februar 2019 - vorbehaltlich der Zustimmung der Bezirksvertretung Bonn, die am 14. Februar 2019 tagt - die Pläne zur erweiterten Brandschutzsanierung und der Erweiterung von acht Klassen- und Fachräumen, Lehrer- und Differenzierungsräumen sowie einer Aula.

 

Zudem wird das Bestandsgebäude nach der brandschutztechnischen Sanierung umgebaut und modernisiert: Die Fassade wird gestrichen, Fensterbänke und der Sonnenschutz ausgetauscht und die Flachdächer werden energetisch saniert. Abschließend muss die Bezirksvertretung Bonn am 14. Februar 2019 zustimmen. Dazu bekommt der Bestandsbau neue Böden, Türen sowie Akustikdecken und wird im Innenraum umfassend neu gestrichen. Die Modernisierung beinhaltet auch die haustechnischen Anlagen, wie Lüftung und Wärmeversorgung, und die Sanitäranlagen.

 

Im Erweiterungsbau werden sieben Klassenräume, zwei Differenzierungsräume, ein Fachraum und ein Lehrerstationsraum sowie Abstell- und Technikräume untergebracht. Auch eine neue Aula, die gemeinsam von Robert-Wetzlar-Berufskolleg und Ludwig-Erhard-Berufskolleg genutzt werden wird, gehört zum Neubau. Erschlossen wird der Anbau über den Haupteingang und das sich daran anschließende zentrale Foyer mit Treppenhaus und Aufzug. Somit kann jede Etage barrierefrei und rollstuhlgerecht erreicht werden. Optisch wird der Neubau an den ersten Erweiterungsbau aus dem Jahr 2014 angepasst. Zum Abschluss wird der komplette Schulhof neu hergerichtet.

 

Die Planung wurde mit der Behindertengemeinschaft abgestimmt. Alle Zugänge sind barrierefrei, das Gebäude ist mit einer behindertengerechten Toilette sowie Dusche ausgestattet, und das Obergeschoss ist über einen Aufzug erreichbar. Die Baukosten liegen bei rund 22,5 Millionen Euro.


Presseamt der Stadt Bonn/ Isabel Klotz