Fassadenwettbewerb 2022:

Baukulturelles Erbe erhalten

 

29.06.2022

 

Im Alten Rathaus erhalten die Eigentümer*innen der prämierten Gebäude von Oberbürgermeisterin Katja Dörner ihre Urkunden. Die Sponsoren Sparkasse Köln-Bonn und der Verein Haus und Grund Bonn/Rhein-Sieg unterstützten den Wettbewerb wieder mit 11.000 Euro.

 

Das baukulturelle Erbe der Stadt zu erhalten und weiterzugeben, dazu will der Fassadenwettbewerb beitragen. Seit vielen Jahrzehnten wird der Wettbewerb von Stadt Bonn in Zusammenarbeit mit den Sponsoren Sparkasse Köln-Bonn und dem Verein Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg ausgelobt, um die Anstrengungen von Hauseigentümer*innen für den Erhalt ihrer historischen Immobilie zu würdigen.

Am Mittwoch, 29. Juni 2022, überreichte Oberbürgermeisterin Katja Dörner im Alten Rathaus die Urkunden an die Siegerinnen und Sieger. Unterstützt wurde sie dabei von Werner Hümmrich, Leiter Filialdirektion der Sparkasse Köln-Bonn, und Dirk Vianden, Vorstandsvorsitzender Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg.

 

„Bonn ist reich an wunderschönen Fassaden. In wenigen Städten Deutschlands ist Gründerzeitarchitektur so wunderbar erhalten, wie zum Beispiel in unserer Südstadt oder dem Villenviertel. Dass diese Pracht noch lange bleibt, ist Ihren Anstrengungen zu verdanken. Gemeinsam mit den beauftragten Handwerksbetrieben tragen Sie so zur Verbesserung des Stadtbildes und zum Erhalt eines Stücks Stadtgeschichte bei“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner.

 

 

Insgesamt hatten 28 Eigentümer*innen ihre Bewerbung eingereicht. 19 davon erfüllten jedoch nicht in ausreichendem Maß die Kriterien des Wettbewerbs. Die Jury unter Vorsitz von Architekt Stefan Schevardo und besetzt mit Stadtbaurat Helmut Wiesner sowie weiteren Architekt*innen und zwei Malermeistern beriet sich zu jedem Objekt. Für die Entscheidung der Jury gelten die Bewertungskriterien Stil- sowie Sachgerechtigkeit der Renovierung, die Harmonie von Formen und Farben sowie der Gesamteindruck. Insgesamt 11.000 Euro an Preisgeld hatte das Gremium zu verteilen.

 

Die vier 1. Preise, die mit jeweils 1.600 Euro dotiert sind, gingen an:

  • Lindenallee 9, Lothar Schutz,
  • Poppelsdorfer Allee 76, Dr. Alexander Schmitz,    
  • Schloßstraße 6, Katrin Both,               
  • Luisenstraße 6, Sabine Donicht.

Für die mit jeweils 1.000 Euro dotierten 2. Preise wählte die Jury folgende Gebäude aus:

  • Gluckstraße 10, Julia und Dr. Thorsten Smidt,
  • Kaiserstraße 85, Arminenhaus e.V., z. Hd. Christian Erbers,
  • Kirschallee 30, Bernhard Jansen,   
  • Weberstraße 91, Petra und Paolo Groben-Moretti.
     

Auch wenn regelmäßig viele denkmalgeschützte Häuser zum Wettbewerb angemeldet werden, ist Denkmalschutz keinesfalls eine Voraussetzung für die Teilnahme und Prämierung. Oberbürgermeisterin Katja Dörner ermutigte ausdrücklich alle Hauseigentümer*innen zu einer Teilnahme.

 

Denn preiswürdig sei der verantwortungsbewusste und vorbildliche Umgang mit der architektonischen Aussage eines Hauses, die Berücksichtigung der Umgebung durch harmonisches Einfügen in das Stadtbild und eine hervorragende handwerkliche Ausführung. „Dies kann auch bei einem ‚normalen‘ Gebäude so gut gelingen, dass die Jury einen Preis zuerkennt“, so die OB.

 

So bekam bei der aktuellen Runde des Fassadenwettbewerbs die ehemalige Transformatorenstation von Daniela Kinkel in der Kunigundenstraße 42 einen Sonderpreis über 600 Euro zuerkannt. Damit erkannte die Jury an, „dass die Gestaltung und Umnutzung des Sonderbauwerks eine besondere, mit den übrigen Beiträgen kaum vergleichbare Herausforderung darstellte, welche vom Eigentümer mit bemerkenswerter Kreativität bewältigt wurde“, heißt es in der Begründung. 

 

Über den Wettbewerb 

 

er Fassadenwettbewerb wurde zunächst jährlich, seit 2015 im 2-Jahres-Turnus ausgelobt. Seit 1972 haben sich so schon mehr als 4200 Eigentümerinnen und Eigentümer beteiligt, fast 1.000 Fassaden wurden für gut gelungene Renovierungen prämiert.

Seit 1982 beteiligt sich die Sparkasse Köln-Bonn als Sponsor an diesem Wettbewerb, in diesem Jahr erneut mit 8.500 Euro. Bereits zum 14. Mal unterstützt Haus und Grund Bonn/Rhein-Sieg als Sponsor den Fassadenwettbewerb.  Für dieses Jahr wurden 2.500 € zur Verfügung gestellt. Die Oberbürgermeisterin dankte ausdrücklich den beiden Sponsoren, ohne deren Engagement der Wettbewerb nicht möglich wäre. Weitere Informationen sowie Teilnahmebedingungen unter

 www.bonn.de/fassadenwettbewerb

Neugestaltung des Rheinufers:

Meinung der Bürger*innen ist gefragt!

20.06.2022

 

Auf der städtischen Beteiligungs-Plattform www.bonn-macht-mit.de ist derzeit wieder die Meinung der Bürger*innen zur Neugestaltung der Rheinuferpromenade gefragt: Bis zum 17. Juli können alle Interessierten online den Siegerentwurf des landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs bewerten.

 

Die Wettbewerbsjury hatte sich im Oktober 2021 einstimmig für den Beitrag des Planungsbüros Planorama aus Berlin ausgesprochen und empfohlen, diesen weiterzuverfolgen. Entstanden ist der Beitrag mit der ausgewiesenen Mobilitätsexpertise der VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH.

 

Der Auftrag an das Planungsbüro wurde inzwischen vergeben. In mehreren Phasen entsteht nun das finale Gestaltungskonzept für die Rheinuferpromenade, wobei jeweils die Bürger*innen beteiligt werden.

 

Die Ergebnisse der aktuellen Online-Beteiligung auf www.bonn-macht-mit.de fließen zusammen mit den Anmerkungen des Preisgerichtes in die Überarbeitung des Wettbewerbsentwurfs ein. Nach den Sommerferien 2022 ist ein Info- und Ideentreff vor Ort mit dem Planungsbüro geplant, und im Herbst soll die überarbeitete Entwurfsplanung für den ersten Bauabschnitt öffentlich präsentiert werden.

 

Im Frühjahr 2023 stehen die politischen Beratungen zur finalen Entwurfsplanung für den ersten Bauabschnitt an.

Hintergrund

 

Viel Grün, attraktive Aufenthaltsbereiche und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten: Bei der Umgestaltung des Bonner Rheinufers soll mit dem Landschaftsraum samt seinen historischen Spuren verantwortungsvoll umgegangen werden. Der künftig verkehrsberuhigte, 1,5 Kilometer lange Abschnitt wird ein Boulevard zum Verweilen und Flanieren werden. Ab dem Jahr 2023 soll der Uferbereich zwischen Zweiter Fährgasse und Rosental in mehreren Bauabschnitten aufgewertet werden.

 

Der erste Bauabschnitt (zwischen Kennedybrücke und Alter Zoll) soll Ende des Jahres 2023 begonnen werden, der zweite Bauabschnitt (nördlich der Kennedybrücke bis Rosental) im Jahr 2025 und abschließend der dritte Bauabschnitt (Alter Zoll bis Zweite Fährgasse) ab dem Jahr 2027.

 

Andrea Schulte / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

Förderprogramme zur Begrünung werden zusammengelegt


10.06.2022
 

Der Rat der Bundesstadt Bonn hat am Donnerstag, 9. Juni 2022, der neuen Richtlinie für das „Förderprogramm Begrünung“ zugestimmt. Dabei werden die zuvor getrennten Förderprogramme „Gebäudebegrünung“ und „Entsiegelung und Begrünung“ zusammengeführt. Das Förderprogramm gilt vom 1. Juli 2022 vorerst bis zum Jahresende. Über die Weiterführung in den Jahren 2023 und 2024 wird im Rahmen der Haushaltsberatung durch den Rat entschieden.

 

Als eine Maßnahme aus dem Programm zum Klimanotstand fördert die Stadt Bonn seit Mai 2021 die „Gebäudebegrünung“ sowie seit Oktober 2021 die „Entsiegelung und Begrünung“ bei privat und gewerblich genutzten Gebäuden, beziehungsweise Grundstücken. Ziel ist es, die Bonner*innen auf diese Möglichkeiten als Beitrag zur Klimaanpassung aufmerksam zu machen und beratend wie auch finanziell zu unterstützen.

 

Seit Beginn des Förderprogramms „Gebäudebegrünung“ wurden bis Anfang April 2022 insgesamt 42 Anträge bewilligt. Diese binden Zuwendungen in Höhe von 67.542 Euro und werden zu einer Begrünung von 2.246 Quadratmetern an privaten Gebäuden führen. Vom Beginn des Förderprogramms „Entsiegelung und Begrünung“ bis Anfang April 2022 wurden vier Anträge bewilligt. Diese binden Zuwendungen in Höhe von 11.850 Euro und betreffen eine Fläche von knapp 200 Quadratmetern bei privaten Eigentümer*innen. In Zukunft ist von weiter steigender Nachfrage auszugehen.

 

Weiterentwicklung des Förderangebotes

 

Künftig sollen auch Maßnahmen an Neubauten förderfähig sein. Zuvor waren auf Basis der Vorgaben des Landes NRW im Rahmen des Sonderprogramms „Klimaresilienz in Kommunen“ nur Maßnahmen an Gebäuden, die älter als fünf Jahre sind, förderfähig. Weiterhin ausgeschlossen von einer Förderung sind Maßnahmen grundsätzlich, wenn Eigentümer*innen zu deren Umsetzung verpflichtet sind.

Außerdem wird die Fertigstellungspflege in Zukunft nicht verbindlich gefordert, sondern lediglich empfohlen. Bisher war sie Bedingung für eine Förderung, jedoch nicht zusätzlich förderfähig. Aus Sicht der Verwaltung ist die Pflicht zur Beauftragung eines Unternehmens für die Fertigstellungspflege (Wässern, Düngen, Nachpflanzen bis zum vollständigen Anwachserfolg der Pflanzen) jedoch verzichtbar, wenn eine gleichwertige Pflege, zum Beispiel auch in Eigeninitiative, erbracht werden kann.

Geplant ist weiterhin, die Antragstellung zu verschlanken und damit zu vereinfachen, um bürokratische Hürden für Bürger*innen abzubauen.

 

Neue Aspekte zur Förderung der Begrünung und wassersensitiven Stadt sind:

  • Förderung von Retentionsdächern nach den Förderkonditionen einer intensiven Dachbegrünung
  • Förderung von Regentonnen/Zisternen in Zusammenhang mit einer Gebäudebegrünung oder Entsiegelung zur Bewässerung

 

Lea Hoffmann /Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

Öffentlich geförderter Wohnraum auf früherem Poliklinik-Gelände

 

10.06.2022

In seiner Sitzung am 9. Juni 2022 hat der Rat der Stadt Bonn den Planungszielen für die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Poliklinik an der Wilhelmstraße in der Bonner Innenstadt zugestimmt. Auch das Bau- und Nutzungskonzept erhielt grünes Licht. Alles fließt in den Entwurf für einen Bebauungsplan mit ein.

 

Das Land NRW, Eigentümer des Areals, hat ein Bieterverfahren durchgeführt, bei dem ein Vorhabenträger gefunden wurde, der neuen, öffentlich geförderten Wohnraum für kleine und mittlere Haushalte, Familien sowie Studierende schaffen will. Etwa 80 Prozent der gesamten Nutzfläche sind für Wohnnutzungen, davon 75 Prozent für öffentlich geförderten Wohnungsbau, vorgesehen, 20 Prozent für gewerbliche Nutzungen sowie soziale Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte und die bereits auf dem Gelände befindliche Diamorphinambulanz.

 

„Ich begrüße den Beschluss des Rates, da mit ihm die Weichen für die Schaffung von dringend benötigtem und vor allem öffentlich geförderten Wohnraum gestellt worden sind“, sagt Oberbürgermeisterin Katja Dörner. 

 

Das Konzept des Investors sieht vor, den Blockinnenbereich möglichst offen zu gestalten. Der Hof soll bis auf wenige Ausnahmen frei vom motorisierten Individualverkehr gehalten werden und viel Grün erhalten.  Das Klinikgebäude aus den 1960er Jahren an der Wilhelmstraße soll erhalten und überwiegend zu Wohnzwecken umgenutzt und aufgestockt werden.

Ebenso werden das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Augenklinik am Annagraben und das ehemalige Schwesternwohnheim, ebenfalls am Annagraben, erhalten. Abgerissen werden sollen lediglich der im Innenhof liegende Ost-West-Flügel der ehemaligen Poliklinik, der nicht denkmalgeschützte, untergeordnete südliche Anbau des Baudenkmals am Annagraben und die derzeitige Unterkunft der Diamorphinambulanz.

 

Die Anzahl der Pkw-Stellplätze im Quartier (überwiegend in einer Tiefgarage) soll vor dem Hintergrund der zentralen Lage und mithilfe eines auszuarbeitenden Mobilitätskonzeptes möglichst minimiert werden. Dafür sind in einem besonderen Maße Fahrradstellplätze sowie Carsharing-Angebote vorgesehen. Ein Teil der benötigten Stellplätze soll zudem mit E-Ladesäulen ausgestattet werden.

Auf Basis eines noch abzuschließenden Kaufvertrages zwischen dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes und dem Vorhabenträger wird die Stadtverwaltung die weiteren Abstimmungen übernehmen. 
 

Skizzen und Visualisierungen sind als Anlage der Beschlussvorlage hier veröffentlicht.


Marc Hoffmann / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

Seilbahn: Verwaltung legt dem Rat die nächsten Planungsschritte vor

12.05.2022

 

Für die Bundesstadt Bonn ist die geplante Seilbahn ein bedeutender Baustein bei der Mobilitätswende. Die Verwaltung möchte nun die Planung weiter konkretisieren. Dazu sollen erste Gutachten zu Klima, Naturschutz und anderen Fragen beauftragt werden. Auch der Beteiligungsprozess der Bürger*innen soll fortgesetzt werden.

 

Die Verwaltung schlägt in einer Beschlussvorlage dem Rat der Stadt für seine Sitzung am 9. Juni 2022 die weiteren Planungsschritte vor. Vorher bereits werden der Ausschuss für Mobilität und Verkehr (25. Mai) sowie die Bezirksvertretungen von Beuel (1. Juni) und Bonn (7. Juni) die entsprechende Vorlage beraten. 

 

Konkretere Planungen und erste Gutachten

 

In einem der nächsten Schritte soll der Längenschnitt der Seilbahn aus dem Jahr 2019 den aktuellen Erkenntnissen aus anderen Seilbahnprojekten sowie auf Basis des aktuellen Standes der Technik überarbeitet werden. Gleichzeitig sollen erste Vorabstimmungen mit Behörden und so genannten Trägern Öffentlicher Belange beginnen. Hierzu zählen z.B. das NRW-Verkehrsministerium, die für die Planfeststellung zuständige Bezirksregierung Köln, städtische Fachdienststellen, die zuständigen Denkmalbehörden und der Urheberrechteinhaber der Rheinaue.

Damit Seilbahnhersteller im Rahmen der funktionalen Ausschreibung aussagekräftige Angebote abgeben können, sollen im Vorfeld notwendige Gutachten erstellt werden. Ist ein Seilbahnhersteller gefunden, müssen diese Gutachten auf Basis seiner Ausführungsplanung aktualisiert werden, damit das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann. Dazu soll der Rat der Stadt Bonn zu gegebener Zeit einen entsprechenden Beschluss fassen. Ist das Planfeststellungsverfahren erfolgreich durchlaufen, besteht Baurecht für die Seilbahn.


Kommunikationskonzept

 

Die zweitägige Informationsveranstaltung Anfang April 2022 auf dem Münsterplatz hat gezeigt: Eine große Mehrheit der Bonner Stadtgesellschaft steht dem Projekt positiv gegenüber. Auch weiterhin ist geplant, die weiteren Schritte zum Bau der Seilbahn im Kontext der Verkehrswende intensiv zu begleiten und zu kommunizieren. Das bestehende Kommunikationskonzept soll zusammen mit der beauftragten Agentur ifok weiterentwickelt und auf die nächsten Planungsschritte abgestimmt werden.


Zum Hintergrund


Nach einer Machbarkeitsstudie (2016/2017), die feststellte, dass die Seilbahn technisch möglich ist, ergab im Herbst 2021 die Standardisierte Bewertung vorläufig:

Die Seilbahn ist gesamtwirtschaftlich sinnvoll. Auf dieser Basis beschloss der Stadtrat im Dezember die Anmeldung der Seilbahn für den ÖPNV-Bedarfsplan des Landes. Der Regionalrat stimmte dem später zu. Der Verkehrsausschuss des Landtags nahm im März 2022 die Seilbahn in den Bedarfsplan und den darauf aufbauenden ÖPNV-Infrastrukturfinanzierungsplan auf.


Die Seilbahn soll vom rechtsrheinischen Stadtbezirk Beuel über den Rhein hinweg hinauf zum Venusberg führen. Sie hat eine Länge von knapp 4,3 Kilometern, umfasst nach derzeitigem Planungsstand 34 Stützen und wird über fünf Stationen verfügen: Schießbergweg in Beuel-Ramersdorf, Post Tower, UN Campus, Loki-Schmidt-Platz und Universitätsklinikum Bonn.
 

Die Seilbahn soll in den Öffentlichen Personennahverkehr integriert werden. Bonn wäre damit die erste Stadt in Deutschland mit einer Seilbahn als Teil des Nahverkehrs. Das heißt: Sie könnte mit den regulären Tickets und Fahrscheinen für Busse und Bahnen genutzt werden.

 

Marc Hoffmann / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

Bürger*innenbeteiligung zur Umgestaltung des Stiftsplatzes

27.04.2022

 

Der Stiftsplatz im Bonner Zentrum soll umgestaltet werden. Künftig soll mehr Grün sein Bild prägen. Für den anstehenden Planungsprozess startet die Bundesstadt Bonn Anfang Mai die Beteiligung der Stadtgesellschaft und lädt am Tag der Städtebauförderung am Samstag, 14. Mai, zu einer Beteiligungsveranstaltung ein.


Der Stiftsplatz spielt aufgrund seiner Lage eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Innenstadt. Er verbindet als zentrales Bindeglied die Bonner Innenstadt mit der Beethovenhalle und dem Rhein. Durch eine gestalterische Aufwertung der bisher überwiegend als Parkplatz genutzten Fläche bietet der Bereich großes Potential, um auch im Rahmen des Klimawandels ein wohn- und arbeitsortnaher Freiraum und Aufenthaltsort zu werden.
 

Im Rahmen eines Werkstattverfahrens mit vier Landschaftsarchitekturbüros sollen planerische Lösungen für die Umgestaltung gefunden werden. Zuvor können sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen und Vorstellungen einbringen. Von Montag, 2. Mai, bis Dienstag, 17. Mai 2022, können online über das digitale Beteiligungsportal der Stadt Bonn unter  www.bonn-macht-mit.de Anregungen zur Neugestaltung des Stiftsplatzes gegeben werden.

 

Tag der Städtebauförderung am 14. Mai
 

Der Tag der Städtebauförderung am Samstag, 14. Mai 2022, wird in diesem Jahr auf dem Stiftsplatz gefeiert. Die öffentliche Veranstaltung findet von 13 bis 18 Uhr direkt vor Ort auf dem für diesen Tag grün und gesellig umgestalteten Stiftsplatz statt. Die Stadtverwaltung lädt von 13 bis 14 Uhr zu einem kommunikativen Zusammenkommen mit Getränken und Snacks samt Kinderschminken ein, um anschließend von 14 bis 17 Uhr die Beteiligungsveranstaltung zur Umgestaltung des Stiftsplatzes zu starten.

Im Gespräch mit Vertreter*innen der Stadt Bonn können hier interessierte Bürger*innen auch ihre Hinweise und Ideen nennen und diskutieren. Abschließend soll die Veranstaltung von 17 bis 18 Uhr musikalisch ausklingen: Mit dabei sind das Bonner Duo Astatine und Uwe sowie der Bonner Singer und Songwriter Ijas Ali.

 

Informationen im Internet:

Weitere Informationen zum Projekt Stiftsplatz gibt es im Internet unter www.bonn.de/stiftsplatz.

 

Lebendiges Quartier auf Areal des früheren Landesbehördenhauses vorgesehen

07.04.2022
 

Das ehemalige Landesbehördenhaus ist in der Rahmenplanung Bundesviertel als ein Schlüsselprojekt definiert, das maßgeblich zur Weiterentwicklung des Bundesviertels beitragen kann.
 

Daher hat die Stadtverwaltung Nutzungsideen für das Areal des ehemaligen Landesbehördenhauses an der Friedrich-Ebert-Allee erarbeitet. Auf dieser Basis hat das Planungsbüro Cityförster ein Nutzungskonzept entwickelt, das in den nächsten Wochen in zahlreichen Fachgremien des Rates vorgestellt wird und in diesem frühen Stadium des Vorhabens eine wichtige Grundlage für weitere Planungen bildet.
 

Unterschiedliche Nutzungen

 

Die Stadt Bonn möchte dort ein lebendiges, gemischtes Quartier mit unterschiedlichen Nutzungen realisieren und hat beim Land NRW ihr Interesse am Erwerb des Grundstücks bekundet. Bei der Erarbeitung des Konzepts hat das Planungsbüro Cityförster, das bereits an der Erarbeitung der Rahmenplanung Bundesviertel beteiligt war, die Vorzüge des Areals und die Rahmenbedingungen analysiert. Ziel ist es, ein Quartier mit einer hohen architektonischen und städtebaulichen Qualität, lebendigen Erdgeschosszonen und einem Community Space für alle zu schaffen. Das Gebiet soll mit vielfältigen Maßnahmen einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten.
 

Areal ist rund 52.000 Quadratmeter groß


Auf dem rund 52.000 Quadratmeter großen Areal sollen Wohnungsbau, unter anderem mit gefördertem Wohnen, Flächen für die Stadtverwaltung, eine Grundschule, ein Kindergarten, überregional bedeutsame Einrichtungen, Platz für Handel und Gastronomie sowie Frei- und Grünflächen entstehen. Entsprechend des Hochhauskonzeptes der Rahmenplanung sind zwei Hochpunkte vorgesehen, ein Hochhaus der Kategorie L mit 100 bis 120 Metern Höhe zur B9 und ein Hochhaus der Kategorie S mit 40 Metern Höhe vorgesehen.

Aufgrund der Gespräche, die zwischen dem Land NRW und der Stadt Bonn geführt wurden, bildet der Bereich Wohnen mit circa 60 Prozent bezogen auf die Gesamtgrundstücksfläche den Schwerpunkt; auf die kommunale Nutzung entfallen circa 30 Prozent und auf die übrigen Nutzungen etwa 10 Prozent. Bei der Wohnnutzung ist ein Anteil von 60 Prozent gefördertem Wohnen vorgesehen.


Die angedachten überregional bedeutsamen Einrichtungen umfassen Ideen für einen Campus für Nichtregierungsorganisationen, einen neuen Standort des Deutschen Museums Bonns als „Digital World Museum“ sowie ein Innovations- und Bildungszentrum „Secure Digital City“ zum Thema Cybersicherheit.


Isabel Klotz / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

Weitere Kostensteigerungen bei der Beethovenhalle zu erwarten

 

17.03.2022

Das Städtische Gebäudemanagement (SGB) geht von einer weiteren Kostensteigerung bei der Sanierung der Beethovenhalle aus. In einer Vorlage für die Ratssitzung am Donnerstag (17. März) werden die zusätzlichen Mehrkosten auf 19,62 Mio. Euro beziffert und von weiteren sechs Monaten Bauverzögerung ausgegangen. Die Sanierung der Beethovenhalle wäre demnach frühestens Ende 2024 fertig.

 

Die Gesamtkosten zur denkmalgerechten Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle betragen laut Vorlage inzwischen 191,4 Mio. Euro brutto und liegen damit um 19,62 Mio. Euro über dem bisher beschlossenen Gesamtbudget von 171,8 Mio. Euro. Die zusätzlichen Mittel werden im Rahmen der Aufstellung des Doppelhaushalts 2023/24 angemeldet. Der bisherige, 2019 genehmigte Risikopuffer ist inzwischen vollständig aufgebraucht. In den 19,62 Mio. Euro sind zusätzliche Kostenrisiken enthalten, die teilweise eingetreten sind bzw. deren Eintritt als sehr wahrscheinlich zu betrachten ist. Wenn es zu weiteren Verzögerungen kommen sollte, seien weitere Kostensteigerungen sehr wahrscheinlich. 

 

Im Zuge der Kompensation von terminlichen Verzögerungen wurde der Zeitraum zwischen der Gesamtfertigstellung und der Übergabe des Gebäudes auf jetzt nur noch 6 Monate reduziert. Weitere Kürzungen innerhalb dieses Zeitpuffers sind nach derzeitigem Stand nicht mehr möglich, so dass sich weitere Verzögerungen im Projekt 1:1 auf den Endtermin auswirken werden.

 

Die Vorlage informiert den Rat detailliert über den Stand der einzelnen Baumaßnahmen. Aufgelistet werden auch verschiedene Gründe für die Kostensteigerungen und die Zeitverzögerungen. Dazu zählen zum Beispiel der Verzug aufgrund einer fehlgeschlagenen Ausschreibung des nachlaufenden Rohbaus, ein Verzug aufgrund der Kündigung eines Auftragnehmers, Verzüge beim Trockenbau, der Lüftung und der Fassade. Verzögerungen sind auch verursacht durch strittige Auffassungen hinsichtlich Leistungssoll und Vergütung bei der Ausführungsplanung.

 

Barbara Löcherbach / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit
 

Stellplatzsatzung für Bonn

 

07.03.2022

 

Für die Bundesstadt Bonn soll eine eigene Stellplatzsatzung gelten.

 

Wie aus einem Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung für die Fachausschüsse und den Stadtrat hervorgeht, soll sich die Zahl der notwendigen Pkw-Stellplätze und Fahrradabstellplätze künftig anhand verschiedener Parameter berechnen.

Zu diesen Kriterien zählen die Nutzungsart (z.B. Wohnen, Büronutzung, oder Einzelhandel), die Größe des Vorhabens (häufig orientiert an Nutzflächen), ebenso die Lage im Stadtgebiet (unterteilt in drei verschiedene Zonen) und Mobilitätsmaßnahmen (z.B. Car-Sharing- oder Job-Ticket-Angebote). So erfordern beispielsweise drei kleine Apartments in der gut erschlossenen Innenstadtlage von Bonn und eine große Wohnung in einer peripheren Lage im Stadtgebiet jeweils einen Pkw-Stellplatz.


Mit diesen Regelungen wird die Stellplatzsatzung die Möglichkeit bieten, bei der Ermittlung der bauordnungsrechtlich notwendigen Anzahl an Pkw-Stellplätzen und Fahrradabstellplätzen auf die unterschiedlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse in den jeweiligen Ortsteilen im gesamten Bonner Stadtgebiet einzugehen. Zudem wird erstmals ein verbindlicher Standard für Fahrradabstellanlagen vorgegeben. 


Hintergrund


Der Landesgesetzgeber hat mit der Novelle zur Bauordnung NRW 2018 den Städten und Gemeinden die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren die Anzahl notwendiger Stellplätze für Pkw und Fahrräder in einer eigenen Satzung für das jeweilige Stadt-/Gemeindegebiet zu regeln. Nach einer weiteren Änderung im Jahr 2021 möchte die Stadt Bonn nun hiervon Gebrauch machen. Daher hat die die Planergemeinschaft „Stellwerk - Blees Bruns Kowald GbR“ in Kooperation mit „Büro Thiemann-Linden Stadt & Mobilität“ einen Entwurf erarbeiten lassen, der Grundlage für die jetzt zur Abstimmung stehende Satzung ist. 


Die Bonner Satzung orientiert sich an der Musterstellplatzsatzung des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ (beim VRS), um möglichst einen einheitlichen Orientierungsrahmen für Bauwillige sowie Planungsbüros in NRW zu liefern. 

Die Stadtverwaltung wird ein Jahr nach Inkrafttreten der Satzung eine Evaluation und Prüfung zur Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit der Regelungen vorlegen.
 

Die entsprechende Beschlussvorlage ist hier veröffentlicht. 


Marc Hoffmann / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

Park am Windeckbunker:

Historische Stadtmauer wird wieder sichtbar

            
18.02.2022

Auf der Grünfläche in der Budapester Straße wird ab
Montag, 21. Februar 2022, die derzeit kaum wahrnehmbare historische Stadtmauer wieder in Szene gesetzt: Dafür werden Sträucher und Büsche vor der Mauer zurückgeschnitten. Dies gehört zur Neugestaltung der Parkanlage im Rahmen des Masterplans Innere Stadt.

 

Bis Ende Februar werden vor Ort außerdem acht Bäume gefällt – davon vier, weil sie schwer beschädigt und nicht mehr verkehrssicher sind. Im Herbst werden 13 neue Bäume im neugestalteten Park als Ersatz gepflanzt. Ausgewählt werden heimische und klimastabile Arten, die Nahrung für Insekten liefern. 

In einem nächsten Arbeitsschritt finden ab Anfang März Arbeiten zur Erneuerung des Fernwärmehausanschlusses am benachbarten Pavillon statt.


Im Zuge der Neugestaltung soll das Areal in einen attraktiven innerstädtischen Aufenthaltsort für alle Generationen verwandelt werden. Ein Spielplatz mit Klettergerät und Doppelschaukel, ein Wasserspiel und ein "Kaffeeroller" vor der Kinderbuchhandlung sollen Leben in den Park bringen.


Auf der zentralen Grünfläche werden farbige, robuste Liegen aufgestellt. Die angrenzende historische Stadtmauer wird wieder in Szene gesetzt, und eine lange Bank lädt hier künftig zum Verweilen ein. Rund um die grüne Mitte werden außerdem blütenreiche Staudenbeete angelegt. Insgesamt wird der Grünanteil des Areals deutlich erhöht und der Anteil versiegelter Fläche reduziert.


Die Baukosten für die Neugestaltung der Grünfläche betragen rund 746.000 Euro, davon werden rund 516.000 Euro über Bundes- und Landesmittel im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ gefördert.

Die Fertigstellung ist aktuell für den Spätsommer 2022 geplant, weil die Lieferzeiten für die bestellten Materialien derzeit besonders lang sind - teilweise über sechs Monate.

 

Direkt im Anschluss wird der Abschnitt der Budapester Straße in Richtung Haus der Bildung neugestaltet. Die Straße soll in Teilen entsiegelt und begrünt werden und so ebenfalls einen Beitrag zur Klimaanpassung leisten. Auch dieses Projekt gehört zum Masterplan Innere Stadt 2.0 und wird durch Land und Bund gefördert.

Weitere Informationen zum Masterplan Innere Stadt 2.0 gibt es unter www.bonn.de/masterplan-innere-stadt.

Andrea Schulte / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

Windeckbunker soll Forum für Exilkultur werden

18.01.2022


Die Stadt Bonn plant, den Windeckbunker kulturell zu nutzen. Dort soll ein „Forum Exilkultur“ entstehen, welches Exilkunst ausstellt und öffentlich zugänglich macht. Die Verwaltung stellt das Projekt dem Kulturausschuss vor, mit dem der denkmalgeschützte Windeckbunker zu einem Ort für Demokratie - gegen Rassismus und für Humanität - wird.

 

Stimmt der Rat am Donnerstag, 10. Februar 2022, der Empfehlung der Verwaltung zu, wird bereits im ersten Quartal 2022 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die unter Berücksichtigung denkmalrechtlicher Erfordernisse die Baumaßnahmen eruiert und eine erste Kosten- und Zeitprognose erstellt. In dem seit Jahren leerstehenden, ehemaligen Luftschutzbunker sollen unter anderem Ausschnitte der Sammlung „Memoria“ des Kölner Sammlers Thomas B. Schumann gezeigt werden. Sie umfasst über 50.000 Bücher von Exilautor*innen und rund 1.000 Bildwerke von exilierten Künst­ler*innen, die in der Zeit des Nationalsozialismus 1933 bis 1945 Deutschland verlassen mussten.

Ziel des Forums und Bedeutung für Bonn

„Die Nutzung des Windeckbunkers mitten im Zentrum wäre als Forum für Exilkultur eine enorme Bereicherung und ein ganz besonderer Ort für Erinnerungskultur in Bonn. Dort kann die wichtige Auseinandersetzung mit Emigration und Exil in unserer Gegenwart vorangetrieben und bewusst gegenübergestellt werden“, äußert sich Oberbürgermeisterin Katja Dörner zu dem Projekt.

Wechselnde Ausstellungen von Künstler*innen, die heute in Deutschland im Exil leben, schaffen einen Perspektivenwechsel, mit dem die Rele­vanz der Vergangenheit für die Gegenwart sichtbar wird. Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung sollen aktiv in die Arbeit des Hauses eingebunden werden und die Möglichkeit bekommen, sich künstlerisch und kreativ zu entfalten und zu präsentieren.

 

„Mit dem Forum Exil­kultur Bonn würde die Stadt als ‚Geburtsort‘ des Grundgesetzes und Sitz der UNO-Flüchtlings­hilfe ein starkes Zeichen für Demokratie und Menschenrechte setzen sowie eine bundesweit einmalige Form des Erinnerns schaffen, die auch stark in die Zukunft wirkt“, so Sport- und Kulturdezernentin Dr. Birgit Schneider-Bönninger.

Vor fünf Jahren hat sich in Bonn die „Initiative Exilkultur“ gegründet, die bereits verschiedene Projekte und Ausstellungen zum Thema Exilkunst und Exilkultur realisiert hat. Neben der Bonner Initiative haben sich auch andere dem Thema angenommen. „Das ist eine sehr positive Entwicklung“, sagt Jürgen Repschläger, Sprecher der Initiative Exilkultur Bonn. „Wir werden im Frühjahr 2022 einen Verein gründen, der sich maßgeblich in den Betrieb des Forums einbringen möchte, indem wir beispielsweise Teile des Rahmenprogramms konzipieren, organisieren und durchführen. Unsere Initiative steht mit Initiativen in anderen Städten im Dialog - und wir freuen uns, das Projekt im Windeckbunker zu unterstützen.“ Gemeint sind unter anderem das „Zentrum für verfolgte Künste“ in Solingen und die „Stiftung Exil­museum Berlin", welches in der Hauptstadt das erste deutsche Exilmuseum plant.

Starke Partner für ein wichtiges Projekt

Als weitere Unterstützerin konnte die UNO-Flüchtlingshilfe gewonnen werden, nationale Partnerin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Sie will im „Forum Exilkultur“ auf die aktuelle Situation von weltweit über 84 Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam machen. Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe: „Wir stehen in der Pflicht, Europa an seine eigene Fluchtgeschichte zu erinnern. Das Forum hat die Chance eine Brücke zu schlagen, von der Zeit des Nationalsozialismus bis heute. Denn wer keine Perspektive mehr sieht oder sich und die Familie in Sicherheit bringen muss, ist geflohen und wird fliehen. Auch, wenn die Flucht noch so gefährlich war oder ist.“ 

Auch die Stiftung Cosman Keller Musik & Art Trust wird sich an dem Projekt beteiligen. Sie verwaltet den Nachlass der Künstlerin Milein Cosman und des Musikers Hans Keller. Milein Cosman, die 1939 nach England ins Exil ging, war eine der führenden Porträtistinnen Englands. 1949 zeichnete sie im Auftrag des Magazins „Heute“ das erste Kabinett von Adenauer in Bonn. Ihr ist ein eigener Gedenkraum zugedacht.

Das Forum Exilkultur Bonn versteht sich als Ort der Geschichte, Gegenwart und Zukunft, der den Diskurs anregt und sich aktiv mit dem Thema Menschenrechte und Menschenrechtsbildung auseinandersetzt. Im Zuge der Konzeptentwicklung sollen in Kooperation mit den städtischen Kulturinstituten, mit Akteuren aus der Freien Szene und vielen weiteren Partner*innen in Bonn Angebote der Vermittlung und der kulturellen Bildung herausgearbeitet werden. Sie schaffen die Grundlage für eine tiefe Vernetzung in die Stadtgesellschaft, aber auch zu nationalen bzw. internationalen Partner*innen, wie zum Beispiel der Casa Stefan Zweig in Petrópolis, Brasilien.

Bunker wird barrierefrei

Ziel ist es, dass der ehemalige Luftschutzbunker als Mahnmal der NS-Zeit wahrnehmbar bleibt. Dafür sollen etwa die Raumstrukturen möglichst beibehalten und die Ausstellungsflächen puristisch gestaltet werden. Die Baumaßnahmen beschränken sich daher voraussichtlich auf die Herstellung der Barrierefreiheit, den Einbau von Sanitäranlagen, die Erneuerung der erforderlichen Gebäudetechnik sowie erforderliche Brandschutzmaßnahmen.

Die Verwaltung will prüfen, ob und wie durch geeignete Betriebs- und Finanzierungsmodelle die Belastungen für den städtischen Haushalt möglichst gering gehalten werden können, wozu auch mögliche Förderprogramme angesprochen werden sollen.

Die Ergebnisse der Prüfaufträge sollen bis zum Herbst 2022 vorliegen und die Grundlage für weitere Beschlüsse schaffen.


Lea Hoffmann /Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

Stadion im Sportpark Nord:

Sanierung startet am 10. Januar

05.01.2022


Die Sanierung des Stadions im Sportpark Nord startet am Montag, 10. Januar 2022. Dabei werden das Naturrasenspielfeld, die Kunststofflaufbahn und alle Leichtathletikanlagen erneuert. Zudem werden ein modernes nachhaltiges Entwässerungssystem und ein neues Bewässerungssystem eingebaut.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende August – bis dahin kann das Stadion nicht genutzt werden. Die betroffenen Vereine und Schulen wurden informiert. Die Regionalliga-Rückrundenspiele des Bonner SC finden im Sportpark Pennenfeld statt.

Mit der Modernisierung soll der Sportpark Nord auch künftig seine Aufgaben als zentrale Sportstätte der Bundesstadt Bonn erfüllen. So werden etwa viele Bestandteile für Sportler*innen mit Behinderung angepasst, wie etwa die Speerwurf- und Kugelstoßeinrichtungen und der Belag der Kunststofflaufbahn für Rollstuhlsportler*innen.

Die Kosten für den Umbau betragen insgesamt 3,15 Millionen Euro. Für die Maßnahme wird die Verwaltung Fördermittel des Landes NRW aus dem Sonderinvestitionsprogramm "Investitionspakt Sportstättenförderung" zur Förderung der Sportinfrastruktur für Städte und Gemeinden beantragen.

Bewerbung als Trainingsgelände für Fußball-EM 2024

Für die Fußball-Europameisterschaft 2024, die in Deutschland stattfindet, bewirbt sich die Stadt Bonn mit dem Sportpark Nord als Trainingsgelände für eine der teilnehmenden Nationalmannschaften. „Für die Bundesstadt wäre es eine besondere Möglichkeit, um damit ein Teil dieses Sportgroßereignisses zu werden“, sagt Dr. Birgit Schneider-Bönninger, Dezernentin für Sport und Kultur. „Dies entspricht auch unserem Ziel, den Sportpark Nord als bedeutsame Veranstaltungs- und Trainingsstätte zu etablieren und Bonn als Sportstadt weiter zu profilieren.“

Bereits im Jahr 2006 war die japanische Nationalmannschaft während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland zu Gast in Bonn und hat die Trainingseinheiten im Sportpark Nord durchgeführt.

Der Sportpark Nord wird in den Katalog des Deutschen Fußball Bundes (DFB) für Trainingsstandorte in Deutschland aufgenommen, aus dem die Nationalverbände ihre Standorte auswählen können. Spätestens im Frühjahr 2024 wird feststehen, ob und von welcher Nationalmannschaft die Trainingsanlage ausgewählt worden ist.
 

Lea Hoffmann / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

Ollenhauerstraße 4:

Neue Nutzung vorgesehen

13.12.2021

 

Eine Mischung aus Büro- und Dienstleistung, Handel und Gastronomie will die KREER Development GmbH (Köln) an der Ollenhauerstraße 4 realisieren. Der Rat der Stadt Bonn hat am 9. Dezember dem Projekt mit verschiedenen Maßgaben grundsätzlich zugestimmt und eine vorhabenbezogene Bebauungsplanänderung mit Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen.
 

Auf Wunsch des Rates sollen die Gebäude im KfW-Effizienzhausstandard 40 so geplant und ausgeführt werden, dass die vorgesehenen Büroräume im Bebauungsplanverfahren oder zu einem späteren Zeitpunkt mit wenig baulichem Aufwand zu Wohnraum umgewandelt werden können. Zudem soll die Verwaltung prüfen, ob dem Investor durch den städtebaulichen Vertrag oder durch den Bebauungsplan zur Vorgabe gemacht werden kann, den Büroraum in Wohnraum umzuwandeln, sobald der Lärmschutz dies zulässt.


Zunächst war für das Grundstück gemäß Rahmenplanung Bundesviertel 60 Prozent Wohnen vorgesehen. Allerdings kam eine schalltechnische Voruntersuchung zu dem Ergebnis, dass durch Geräuschemissionen des nahegelegenen Heizkraftwerks Süd eine Wohnnutzung kritisch zu sehen ist. Daher ist aktuell eine Mischung von Büro- und Dienstleistung, Handel und Gastronomie geplant.

Derzeit befindet sich auf dem Grundstück ein neungeschossiges Bürogebäude, das nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, sowie ein eingeschossiges Nebengebäude. Sie sollen durch ein Hochhaus mit circa 40 Metern Gebäudehöhe ersetzt werden. Die Fläche ist weder Teil einer Kaltluftleitbahn noch ein Kaltluftentstehungsgebiet. Sie liegt außerhalb von naturschutzfachlichen Schutzgebieten oder gesetzlich geschützten Biotopen.

Gemäß Beschluss des Rates wird im Bebauungsplanverfahren ein zweiphasiger Wettbewerb durchgeführt.  In einer ersten, offenen Ideenphase soll das spätere Baugrundstück zusammen mit den unmittelbar angrenzenden Flächen beplant werden, in der zweiten, geschlossenen Realisierungsphase das Baugrundstück.

 

Marc Hoffmann / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

Sanierung der Theaterliegenschaften: Verwaltung legt Grundsatzbeschluss vor

02.11.2021

Die Stadtverwaltung legt dem Kulturausschuss für seine Sondersitzung am Donnerstag, 18. November 2021, einen Grundsatzbeschluss vor, um erste Schritte für die Sanierung der Theaterliegenschaften in Bonn, Bad Godesberg und Beuel vorzubereiten. Nach Beratung in weiteren Gremien soll der Rat der Stadt Bonn am 9. Dezember 2021 abschließend entscheiden.


Die Liegenschaften des Theaters Bonn sind dringend sanierungsbedürftig. Derzeit werden im Rahmen der Instandhaltung Maßnahmen durchgeführt, die für die Sicherstellung des Proben- und Vorstellungsbetriebes zwingend erforderlich sind.

 

Der nunmehr einzuleitende Prozess mit Voruntersuchungen zum Zustand der Gebäude und für eine Raumbedarfsplanung dient dem Ziel, eine nachhaltige Sanierung der Theaterliegenschaften zu realisieren und unter anderem im Rahmen eines Zukunftskonzeptes eine verstärkte Öffnung in die Stadtgesellschaft zu erreichen. Dabei sollen die Theatergebäude – das Opernhaus in der Bonner Innenstadt, das Schauspielhaus in Bad Godesberg und die Theaterwerkstätten in Beuel – auch unter den Aspekten Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu „Häusern der Kultur“ werden.


Hierzu bedarf es einer spezifischen Organisations- und Projektstruktur, u. a. durch Einrichtung einer Lenkungsgruppe, die von Beginn an von einer/einem Bausachverständigen gesteuert und koordiniert werden soll. Es ist beabsichtigt, die Bürgerschaft regelmäßig zu informieren. Erfahrungen aus vergleichbaren Großprojekten in anderen Städten sollen analysiert werden und in die Entscheidungsprozesse einfließen.
 

In den vergangenen Monaten hat sich die Stadtverwaltung in einer Arbeitsgruppe intensiv mit der Erarbeitung der genannten Kriterien sowie der Fragestellung befasst, wie ein Prozess zur Planung der Sanierung gestaltet werden soll. Mit der Expertise einer auf die Beratung von Sanierung, Planung und Betrieb von Kulturimmobilien spezialisierten Kulturberatung sind erste Ziele einer möglichen Sanierung skizziert worden, ebenso wie die nächsten Schritte, um dieses Großprojekt einzuleiten.

 

Die Arbeitsgruppe hat auch Erfahrungen anderer Städte, insbesondere der Theater Mannheim, Frankfurt und Köln, einbezogen, um aus Problemen und Lösungen anderer zu lernen. Eine wesentliche Erkenntnis ist, vor dem Start einer Sanierung unbedingt den Gebäudebestand und den Raumbedarf intensiv zu analysieren. Ein Schlüssel zum Erfolg ist zudem der Aufbau einer mit den entsprechenden Kompetenzen, Zuständigkeiten und Entscheidungsmöglichkeiten ausgestattete Prozess- und Projekt-Struktur. Dies gilt schon für die Phase der Vorplanung als auch für die spätere Sanierungsphase.
 

Die Vorlage für die Fachausschüsse und den Stadtrat gibt es hier


Marc Hoffmann / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

Förderprogramm zur Entsiegelung und Begrünung startet

29.10.2021
 

Die Stadt Bonn fördert die Entsiegelung und Begrünung von Flächen als Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel. Eigentümer*innen privat und gewerblich genutzter Grundstücke können ab sofort Förderanträge stellen und Zuschüsse von bis zu 50 Prozent erhalten.


Der Rat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 28. Oktober 2021, die Förderrichtlinie zum Förderprogramm Entsiegelung und Begrünung beschlossen. Auf dieser Basis können ab sofort Förderanträge eingereicht werden. 


Gefördert werden Maßnahmen, bei denen versiegelte Flächen ohne Begrünung wie zum Beispiel asphaltierte Hinterhöfe, Einfahrten und Stellplätze entsiegelt und dauerhaft mit Anschluss an den natürlichen Boden begrünt werden. Förderfähig sind ebenfalls Teilentsiegelungen, das heißt mindestens 50 Prozent der Fläche sind unversiegelt und maximal 50 Prozent teilversiegelt, etwa mit Rasengittersteinen. Dabei sind Zuschüsse in Höhe von 50 Euro pro Quadratmeter möglich, höchstens jedoch 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Zur Antragsstellung berechtigt sind Eigentümer*innen privat oder gewerblich genutzter Grundstücke. 
 

Die Entsiegelung und Begrünung von Flächen kann einen aktiven Beitrag zur Klimaanpassung leisten. Denn im Gegensatz zu vollversiegelten Oberflächen kann auf un- oder teilversiegelten Flächen Regenwasser versickern und im Boden gespeichert werden. Außerdem kühlen begrünte Flächen die Umgebung anstatt sie zusätzlich aufzuheizen. Entsiegelte Flächen bieten zudem zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, um bunte Vielfalt auf das eigene Grundstück zu bringen und damit gleichzeitig die Klimaanpassung und die biologische Artenvielfalt zu fördern.
 

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem neuen Förderprogramm Entsiegelung ein ergänzendes Angebot zum schon seit Mai laufenden Förderprogramm Gebäudebegrünung machen können“, so Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Wir hoffen, dass wir auf diesem Wege viele Eigentümer*innen dazu motivieren können, versiegelte Bereiche ihres Grundstückes in grüne und blühende Flächen umzuwandeln und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“


Alle Informationen zum Förderprogramm sowie zur Antragsstellung stehen online unter www.bonn.de/entsiegelung bereit.


Andrea Schulte / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

Bonner Rheinufer wird ein Ort zum Verweilen und Flanieren

 

Viel Grün und Sitzgelegenheiten sollen künftig am Bonner Rheinufer zum Verweilen und Flanieren einladen. Quelle: Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin

 

11.10.2021

 

Viel Grün, attraktive Aufenthaltsbereiche und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten: Bei der Umgestaltung des Bonner Rheinufers soll mit dem Landschaftsraum samt seinen historischen Spuren verantwortungsvoll umgegangen werden. Der künftig verkehrsberuhigte, 1,5 Kilometer lange Abschnitt wird ein Boulevard zum Verweilen und Flanieren werden. Ab dem Jahr 2023 soll der Uferbereich zwischen Zweiter Fährgasse und Rosental in mehreren Bauabschnitten aufgewertet werden.

 

Der Umbau wird auf der Planung des Büros Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin, zusammen mit VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, Dresden, basieren. Der Zusammenschluss hat das von der Bundesstadt Bonn durchgeführte Wettbewerbsverfahren mit Landschaftsarchitektur- und Verkehrsplanungsbüros gewonnen. Das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Gerd Aufmkolk hat sich bei seiner Sitzung am 8. Oktober 2021 einstimmig für die Pläne von Planorama ausgesprochen.
 

Sowohl die Arbeit des Siegerbüros als auch alle anderen Arbeiten der insgesamt neun beteiligten Landschaftsarchitektur- und Verkehrsplanungsbüros sind von Dienstag, 12. Oktober, bis einschließlich Freitag, 29 Oktober 2021, im Haus der Bildung, Mülheimer Platz ausgestellt. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr. Es gilt die 3G-Regel (genesen, geimpft, getestet).

 

„Das Rheinufer ist das größte und wahrscheinlich auch wichtigste Projekt des Masterplans 2.0 Bonn Innere Stadt. Seine qualitätvolle Entwicklung hat eine enorme Bedeutung für die Öffnung der Innenstadt hin zum Rhein“, sagt Bonns Stadtbaurat Helmut Wiesner. „Ich freue mich, dass im Preisgericht Einigkeit beim ersten Preis bestand. Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens werden wir die Umgestaltung des Bonner Rheinufers zeitnah angehen können.“

 

Wie geht’s weiter?

Im nächsten Schritt wird die Stadtverwaltung die Vertragsverhandlungen mit dem Preisträger führen. Nach einer entsprechenden Beschlussfassung durch die Politik wird die Entwurfs- und Ausführungsplanung mit begleitender Öffentlichkeitsbeteiligung eingeleitet.

 

Hintergrund

Das Rheinufer soll perspektivisch umgestaltet werden und mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Um möglichst gute Lösungen zu erhalten, wurde der Wettbewerb mit Teams von Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern durchgeführt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte. Vor Auslobung des Wettbewerbs hatte die Stadt Bonn die Bürger*innen beteiligt und nach Vorschlägen und Wünschen für das Rheinufer gefragt. Mehr als 2000 Anregungen sind auf der Beteiligungsplattform www.bonn-macht-mit.de eingegangen.
 

Der erste Bauabschnitt (zwischen Kennedybrücke und Alter Zoll) soll im Jahr 2023 begonnen werden, der zweite Bauabschnitt (nördlich der Kennedybrücke bis Rosental) im Jahr 2025 und abschließend der dritte Bauabschnitt (Alter Zoll bis Zweite Fährgasse) ab dem Jahr 2027. Die Öffentlichkeit wird dabei wieder beteiligt. Allein in den ersten und zweiten Bauabschnitt werden voraussichtlich rund 17 Millionen Euro investiert. Die Stadt geht davon aus, dass sie Städtebaufördermittel erhält.
 

Marc Hoffmann / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

 

Rat beschließt Solarpflicht für Neubauten in Bonn

17.09.2021

 

Als erste Stadt in NRW macht die Stadt Bonn die Installation von Photovoltaikanlagen bei Neubauvorhaben, auf die sie planungsrechtlich unmittelbar Einfluss nehmen kann, zur Pflicht. Der Rat hat dem entsprechenden Vorschlag der Stadtverwaltung am Donnerstag, 16. September 2021, zugestimmt.

 

Die Solarpflicht gilt für alle Vorhaben, bei denen die Stadt städtebauliche Verträge mit Investor*innen und Eigentümer*innen abschließt. Die Regelung gilt sowohl für alle neuen Vorhaben als auch für alle laufenden Verfahren, bei denen die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes noch nicht beschlossen wurde. Auch bei städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen greift die Solarpflicht. Beim Verkauf städtischer Grundstücke müssen bereits seit dem 1. Januar 2021 PV-Anlagen auf Neubauten errichtet werden. Die Solarverpflichtung entfällt nur, wenn eine PV-Anlage vor Ort nachweislich nicht wirtschaftlich ist. 

 

„Die Stadt Bonn ist eine der wenigen Städte in Deutschland und die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die den Weg einer kommunalen Solarpflicht geht. Eine bundeseinheitliche Regelung wäre wünschenswert, aber darauf können wir nicht warten. Wir wollen als Stadt bis 2035 klimaneutral werden und müssen jetzt handeln! Der Ausbau erneuerbarer Energien – allen voran der Solarenergie – spielt dabei eine zentrale Rolle“, betont Oberbürgermeisterin Katja Dörner. 

 

Das Leitbild der Stadt Bonn zu Klimaschutz und Klimaanpassung sieht neben dem Ziel der Klimaneutralität die weitestgehende Versorgung mit erneuerbaren Energien bis 2035 vor.  Die aktuelle Bonner CO2-Bilanz für das Jahr 2018 weist für den Strom mit 803.000 Tonnen einen Anteil von 52 Prozent an den gesamten CO2-Emissionen im Gebäudebereich aus. Hiervon entfallen wiederum 286.000 Tonnen bzw. 36 Prozent auf den Bereich der privaten Haushalte. 

 

Von allen erneuerbaren Energien bietet die Solarenergie in Bonn das größte Potenzial, CO2 zu reduzieren. Das Solardachkataster der Stadt (www.bonn.de/solardachkataster) zeigt, dass rund zwei Drittel aller Bonner Dachflächen für die solare Energiegewinnung geeignet sind. Wenn alle geeigneten Dächer mit einer Anlage ausgestattet würden, könnten so theoretisch 53 Prozent des Strombedarfs in Bonn regenerativ gedeckt werden. Bislang beträgt dieser Anteil lediglich 2,1 Prozent.

 

Andrea Schulte / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

Förderprogramm Photovoltaik startet

14.09.2021

 

Ab sofort können Bonnerinnen und Bonner Fördermittel für Photovoltaik-Anlagen bei der Stadt beantragen und so zur Energiewende in Bonn beitragen! Mit der Freigabe des städtischen Haushalts ist das geplante Förderprogramm nun gestartet.

 

Gefördert werden neu installierte Photovoltaikanlagen auf Dächern oder an Fassaden, Mieterstromanlagen, Hybridkollektoren bzw. PVT-Kollektoren. Nicht nur Eigentümer*innen von Gebäuden profitieren: Für Stecker-Solargeräte können auch Mieter*innen einen Zuschuss erhalten. Ausgenommen von der Förderung sind etwa Anlagen, die ohnehin aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen oder der in Bonn voraussichtlich in Kürze geltenden Solarverpflichtung im Neubau errichtet werden müssen. Die Förderhöhe richtet sich nach der installierten Leistung: Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von bis zu zehn Kilowatt-Peak werden mit 200 Euro pro Kilowatt-Peak gefördert, jedes weitere Kilowatt-Peak mit 150 Euro. Die Kombination mit einer Dachbegrünung wird zusätzlich belohnt. Die Förderung ist begrenzt auf eine Anlagengröße von 30 Kilowatt-Peak. 

 

„Solarenergie bietet in Bonn enormes Potenzial zur CO2-Einsparung“, sagt Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Ich freue mich, dass wir mit dem Photovoltaik-Förderprogramm jetzt einen zusätzlichen Anreiz für die Bürgerinnen und Bürger bieten können, aktiv zur Energiewende in Bonn beizutragen!“

 

Eine Million Euro stellt die Stadt für das Förderprogramm Photovoltaik bereit, davon 500.000 Euro im Doppelhaushalt 2021/2022. 

 

Antragsformulare sind ab sofort abrufbar unter www.bonn.de/photovoltaik. Ansprechpartnerin ist Nicole Funk, Tel. 77-5147, klimafoederung@bonn.de.

 

 

Andrea Schulte / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

Neues Gutachten: Weiterer Sanierungsbedarf im Stadthaus

07.09.2021


Ein neues Gutachten stellt Sanierungsbedarf der Betonstützen in den Untergeschossen des Stadthauses festgestellt. Im Herbst 2023 müssen abstützende Maßnahmen in den Untergeschossen abgeschlossen sein.


Aufgrund dieser Maßnahmen stellt sich die Entscheidung zwischen aufwändigen Sanierungen oder einer Komplettaufgabe des Stadthauses als Dienstsitz der städtischen Verwaltung. Darüber muss die Stadtverwaltung der Politik noch einen Entscheidungsvorschlag vorlegen.

Die abstützenden Maßnahmen in den Untergeschossen müssen unabhängig von dieser Entscheidung bis spätestens Herbst 2023 abgeschlossen sein.

Dass das aus dem Jahre 1978 stammende Stadthaus ein Sanierungsfall ist, ist seit vielen Jahren bekannt. 
 

Eine größere Teilsanierung gab es zuletzt 2018/19 auf der Parkebene P1 durch die Stadtwerke Bonn (SWB), die sich allerdings im Wesentlichen nur auf die Asphaltschicht und die Gebäudebewegungsfugen bezog, nicht aber auf die tragende Konstruktion (Beton bzw. Bewehrung).


Im Nachgang der Sanierung wurde deutlich, dass tragende Betonstützen durch Tausalze dauerhaft belastet und somit geschädigt sind. Das Kölner Büro HIG Ingenieurgesellschaft mbH wurde deshalb vom SGB mit einer weitergehenden Untersuchung aller rund 150 Stützen je Parkebene (P1 und P2) beauftragt. Neben der Feststellung der Schäden an der tragenden Konstruktion hat das Gutachterbüro auch ein Sanierungskonzept für die Stahlbetonkonstruktion erstellt.
 

Beschädigte Stützenfüße in den Untergeschossen 

 

Das nun vorliegende Ergebnis der Prüfung ist, dass insbesondere der Beton als auch die Bewehrung der Stützenfüße sowie die Dehnungsfugen der Decken oberhalb U3 beschädigt und sanierungsbedürftig sind. Ursache der Schäden ist der jahrzehntelange Eintrag sogenannter Streusalze (Chloride), die unter anderem aufgrund nicht vorhandener Abdichtungen in die Stützenfüße und unter der Asphaltschicht in die Bauteile eingedrungen sind und derartige Schäden verursachen konnten. Der Gutachter weist darauf hin, dass das tatsächliche Ausmaß der Schäden erst mit der Freilegung der geschädigten Bewehrung, also nach Sanierungsbeginn deutlich wird. Dazu zählt auch eine fachgerechte Sanierung von mit gebundenem Asbest versehenen Baustoffen, wie sie altersbedingt zu erwarten sind.

 

Entlastung muss innerhalb von 24 Monaten erfolgen

 

Innerhalb der nächsten 24 Monate müssen die Stützen entlastet sein, das heißt Herbst 2023. Unabhängig von dieser zwingend erforderlichen Entlastung der geschädigten „Stützen“ könnte eine Entscheidung bezüglich der Wirtschaftlichkeit einer anschließenden Betonsanierung (ja/nein) von heute an um sechs Jahre vertagt und in die Entscheidung über die Zukunft des Gebäudes Stadthaus integriert werden.

Die Stütz- und Sanierungsarbeiten erfolgen aus dem Untergeschoss U3 heraus, in dem sich unter anderem das Stadtarchiv, große Teile der technischen Anlagen und verschiedene Lager der Verwaltung befinden. Laut SGB müssen dabei mit großer Wahrscheinlichkeit Versorgungsleitungen und weitere technische Einrichtungen (Lüftung, Frisch- und Abwasser-, Strom- und Datenleitungen) wenigstens in Teilen zurückgebaut werden.

 

Verwaltung benötigt neue Unterbringung für bis zu 1.150 Beschäftigte

 

Die Abstützmaßnahmen und der Rückbau von Versorgungsleitungen hat zur Folge, dass mindestens einige Teile der Türme A, B und C und das Dienstleistungszentrum bis zum Abschluss der Betonsanierung nicht genutzt werden können. 

Nach ersten Erkenntnissen ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass aufgrund des Rückbaus von Lüftung, Frisch- und Abwasser, Strom- und Datenleitungen für voraussichtlich bis zu 1.150 Beschäftigte eine neue Unterbringung gefunden werden muss.
 

Die ersten Umzüge müssen spätestens Anfang 2023 beginnen. Da umfangreiche, vorbereitende Arbeiten in der neuen Liegenschaft notwendig sind, ergibt sich der Bedarf einer kurzfristigen Anmietung notwendiger Flächen.

Das Stadthaus hat eine Brutto-Grundfläche von ca. 95.000 Quadratmetern. Darin eingeschlossen sind neben den Büros auch Parkdecks, Sitzungsräume inklusiv Ratssaal, Dienstleistungszentrum, Druckerei, Poststelle, Kantine, Fuhrpark mit Ladeinfrastruktur, etc. 


Das SGB wird jetzt umgehend die Ausschreibung von Planung und anschließender Ausführung der notwendigen Entlastungsmaßnahmen starten. Die Planung und Ausführung der Unterstützungsmaßnahme der geschädigten Stützen ist in jedem Fall zwingend erforderlich. Ebenso wird die Ausschreibung der Planung der Sanierungsmaßnahmen erfolgen, um eine fundierte Grundlage für weitere Entscheidungen zu erhalten.
 

Auf dieser Grundlage bereitet die Verwaltung einen Ratsbeschluss zum weiteren Vorgehen vor. Zu entscheiden wird dann sein, ob es entweder Ersatzunterbringung im oben beschrieben Umfang, Sanierung und Wiedereinzug geben wird, oder eine Ersatzunterbringung für alle im Stadthaus tätigen Beschäftigten und das Dienstleistungszentrum gefunden werden muss.
 

Barbara Löcherbach/Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

Machbarkeitsstudie Melbbad:

Neues Funktionsgebäude mit Sporthalle und Restaurant

06.09.2021

 

Um die Zukunft des Poppelsdorfer Freibades zu sichern, soll das Melbbad ein neues Funktionsgebäude erhalten. Die Verwaltung stellt die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie mit zwei Varianten dem Rat der Stadt Bonn in seiner Sitzung am 16. September 2021 vor. Der Sportausschuss am 9. September und die Bezirksvertretung Bonn (Anhörung) am 5. Oktober werden beteiligt.

 

 

Die Stadtverwaltung spricht sich für die große Lösung eines Funktionsgebäudes mit Sporthalle und Restaurant aus, da mit ihr nicht nur die Zukunft des Melbbades gesichert, sondern auch der Schul- und Vereinssport unterstützt wird.


Die Planung


Die Pläne sehen den Abriss des bisherigen dreigeschossigen Gebäudes und den Bau eines neuen Gebäudes mit ebenfalls drei Geschossen vor. Im Erdgeschoss werden alle für das Freibad erforderlichen Funktionen untergebracht (Umkleiden, Gastronomie, Technik- und Sanitäranlagen). Darüber sind eine Einfach-Sporthalle und ein Restaurant vorgesehen. Der Rückbau des Bestandsgebäudes soll ab dem Frühjahr 2024 beginnen. Die Wiedereröffnung des Melbbades könnte zur Freibadsaison im Jahr 2026 erfolgen, die Sporthalle, Kursräume sowie die Gastronomie könnten voraussichtlich im Herbst 2025 eröffnet werden.


Kostenschätzung


Die Kosten werden für diese Variante auf 13,44 Millionen Euro geschätzt. Die Stadtverwaltung prüft derzeit Möglichkeiten, für das Projekt Fördermittel zu erhalten.

Im Doppelhaushalt 2021/2022 stehen etwa 1,5 Millionen Euro für Planungskosten bereit. Rund 3,2 Millionen Euro für Sporthalle und Restaurant sollen über die Pauschale für Sportstättenneubauten bzw. -sanierungen im Wirtschaftsplan des Städtischen Gebäudemanagements finanziert werden. Die restlichen Mittel über 8,74 Millionen Euro müssten über den Doppelhaushalt 2023/2024 und die mittelfristige Finanzplanung für die Jahre 2025 und 2026 bereitgestellt werden.


Turnhalle


Mit der zusätzlichen Sporthalle soll der Schulsport der Gemeinschaftsgrundschule Waldschule, die keine eigene Turnhalle hat, sichergestellt werden. Ihr Sportunterricht muss derzeit größtenteils in der Einfach-Sporthalle der Engelsbachschule stattfinden, was bei beiden Schulen zu Problemen führt. Die Errichtung einer Turnhalle für die Waldschule wird im Gutachten zur Sportentwicklung der Stadt Bonn empfohlen. Außerdem fehlen für den Vereinssport in Poppelsdorf Sport- und Bewegungsräume.

 

 

Hintergrund

 

Der Stadtrat hatte die Stadtverwaltung beauftragt, Planungen für einen Gebäude-Neubau für Umkleiden, Sanitär- und Mitarbeitendenräume sowie Gastronomie entwickeln zu lassen. Auf dieser Grundlage wurde durch ein Architekturbüro eine Machbarkeitsstudie erarbeitet.
 

Diese prüfte zwei Varianten. Neben der oben beschriebenen dreigeschossigen Lösung könnte ein eingeschossiges Gebäude lediglich mit den für das Schwimmbad notwendigen Funktionen gebaut werden. Schätzkosten für diese Variante sind 10,24 Millionen Euro. Auch hierbei wäre die Wiedereröffnung des Melbbades für die Freibadsaison 2026 vorgesehen.


Die Beschlussvorlage ist hier veröffentlicht.

 

 

Bewerbungs-Endspurt für den 45. Fassadenwettbewerb läuft

28.08.2021

 

Noch bis Ende September nimmt die Stadt Bonn Unterlagen entgegen. Wer seine Immobilie im Zeitraum von 1. Oktober 2019 bis 30. September 2021 renoviert hat oder dies noch vor hat, kann mitmachen.

 

An zahlreichen Stellen in Bonn, besonders in der Südstadt und in Bad Godesberg, können prächtige und aufwändig renovierte Fassaden bewundert werden. Die Stadt Bonn, die Sparkasse Köln-Bonn sowie der Verein Haus und Grund Bonn/Rhein-Sieg würdigen das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die ihr historisches Eigentum durch umfassende Sanierungen erhalten, durch Auslobung des Fassadenwettbewerbs.

 

Der Fassadenwettbewerb, früher jährlich angeboten, findet nun alle zwei Jahre statt. Derzeit läuft die 45. Runde. Wer seine Immobilie im Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2021 renoviert hat, kann teilnehmen. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2021.

 

Seit 1972 gibt es die Tradition des Fassadenwettbewerbs. Seither haben mehr als 4.000 Bürgerinnen und Bürger ihr Gebäude zum Fassadenwettbewerb angemeldet, fast 1.000 besonders gut gelungene Renovierungen des äußeren Erscheinungsbildes konnten prämiert werden. Die Stadt Bonn und die Sponsoren möchten die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ehren, die bei der Renovierung der Fassade in besonderer Weise die Architektur ihres Hauses und seine Einbindung in das Stadtbild berücksichtigt und dabei Wert auf hervorragende handwerkliche Ausführung gelegt haben.

 

Für die Entscheidung der Jury gelten die Bewertungskriterien stil- sowie sachgerechte Renovierung, die Harmonie von Formen und Farben sowie der Gesamteindruck. Alle eingereichten Objekte werden von der Fachjury aus Architekten, Vertretern der Maler-Innung, dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege sowie dem Stadtbaurat bewertet. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten Geldpreise und Urkunden als Anerkennung.

 

Alle Informationen zur Anmeldung finden Interessierte unter www.bonn.de/fassadenwettbewerb. Weitere Auskünfte erteilt auch Birgit Rösner im Stadtplanungsamt unter Telefon 0228/77 44 90 oder per E-Mail an fassadenwettbewerb@bonn.de.

 

Photovoltaikanlagen im Neubau sollen Pflicht werden

06.08.2021

 

Die Bundesstadt Bonn will bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden. Der Ausbau erneuerbarer Energien – allen voran der Solarenergie durch Photovoltaik-Anlagen – spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein Baustein ist die Solarverpflichtung im Neubau, die der Rat der Stadt Bonn nach Beratung im Umwelt- und Klimaausschuss sowie im Planungsausschuss beschließen soll.

 

Bei allen Neubauvorhaben, auf die die Stadt planungsrechtlich unmittelbar Einfluss nehmen kann, soll die Installation von PV-Anlagen verpflichtend werden. Dies trifft für Vorhaben zu, bei denen die Stadt Bonn mit Investor*innen und Eigentümer*innen städtebauliche Verträge abschließt. Die Regelung soll nach Verabschiedung der entsprechenden Beschlussvorlage durch den Rat sowohl für alle neuen Vorhaben als auch für alle laufenden Verfahren, bei denen zum Zeitpunkt des Ratsbeschlusses die öffentliche Auslegung noch nicht beschlossen wurde, gelten.  

 

Auch bei städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen soll die Solarverpflichtung greifen. Beim Verkauf städtischer Grundstücke müssen bereits seit dem 1. Januar 2021 PV-Anlagen auf Neubauten errichtet werden. Das hatte der Rat der Stadt Bonn im September 2020 beschlossen. Die Solarverpflichtung entfällt nur, wenn eine PV-Anlage vor Ort nachweislich nicht wirtschaftlich ist. 

Bonn zählt bundesweit zu den wenigen Städten mit Solarverpflichtung

„Mit einer zukunftsorientierten Energieversorgung durch PV-Anlagen lässt sich bei Neubauten der Zuwachs an klimaschädlichen Gasen begrenzen und – in Klimaschutzhinsicht – der Sanierungsfall von Morgen verhindern“, betont Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Die Stadt Bonn ist dabei eine der wenigen Städte in Deutschland und die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die den Weg einer kommunalen Solarverpflichtung geht. Eine bundeseinheitliche Regelung wäre wünschenswert, damit das große Potenzial der Solarenergie weiter ausgeschöpft wird.“ 

 

Umweltdezernent Helmut Wiesner geht davon aus, dass die Solarverpflichtung einen großen Effekt haben wird: „Da der überwiegende Anteil der B-Planaufstellungen in der Stadt Bonn als vorhabenbezogene Pläne mit Investoren entwickelt wird und auch Entwicklungsmaßnahmen von der Verpflichtung erfasst werden, wird das Instrument der Solarverpflichtung eine große Reichweite in der Umsetzung erzielen.“ Mit dem Instrument des städtebaulichen Vertrags hat die Stadt Bonn zur Vereinbarung anspruchsvoller Ziele im Klimaschutz schon lange Erfahrung: Bereits seit 1997 werden mithilfe städtebaulicher Verträge über die bundesgesetzlichen Vorgaben hinaus durch die Stadt Bonn erhöhte Energieeffizienzstandards von Gebäuden eingefordert.

Stromverbrauch in privaten Haushalten hat wesentlichen Anteil an CO2-Emmissionen

Das Leitbild der Stadt Bonn zu Klimaschutz und Klimaanpassung sieht vor, dass das Ziel der Klimaneutralität durch die weitestgehende Versorgung mit erneuerbaren Energien erreicht werden soll. Die aktuelle Bonner CO2-Bilanz für das Jahr 2018 weist für den Strom mit 803.000 Tonnen einen Anteil von 52 Prozent an den gesamten CO2-Emissionen im Gebäudebereich aus. Hiervon entfallen wiederum 286.000 Tonnen bzw. 36 Prozent auf den Bereich der privaten Haushalte. 

 

Von allen erneuerbaren Energien bietet die Solarenergie in Bonn das größte Potenzial, CO2 zu reduzieren. Das Solardachkataster der Stadt (www.bonn.de/solardachkataster) zeigt, dass rund zwei Drittel aller Bonner Dachflächen für die solare Energiegewinnung geeignet sind. Wenn alle geeigneten Dächer mit einer Anlage ausgestattet würden, könnten so theoretisch 53 Prozent des Strombedarfs in Bonn regenerativ gedeckt werden. Bislang beträgt dieser Anteil lediglich 2,1 Prozent. 

 

Gebäude und Siedlungen, die heute errichtet werden, müssen sich bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 40 Jahren bereits bei ihrer heutigen Errichtung an den Zielen der Klimaneutralität orientieren. Die Stromversorgung mittels Photovoltaik ist dabei ein Baustein, auf den für eine klimaneutrale Gesamtbilanz nicht verzichtet werden kann bzw. der nur schwer auszugleichen ist. Bei hochgedämmten Gebäuden wie beispielsweise Passivhäusern deckt Strom zudem den Restbedarf für die Gebäudeheizung. Durch die zunehmende Bedeutung von Wärmepumpen in der Energieversorgung verschiebt sich der Energieträger von Brennstoffen auf Strom.

Förderprogramm und Beratungsangebot als weitere Bausteine für Photovoltaik-Ausbau

Weil die Möglichkeiten der Stadt, über einer Solarverpflichtung Einfluss zu nehmen, auf Neubauten beschränkt ist, soll ein Förderprogramm zusätzlichen Anreiz bieten, damit sich mehr Eigentümer*innen von Bestandsgebäuden für die Installation einer PV-Anlage entscheiden. Die Fördermittel stehen mit der Bewilligung des städtischen Haushaltes durch die Bezirksregierung – voraussichtlich im Herbst 2021 – zur Verfügung. Informationen zum Förderprogramm gibt es jetzt schon unter www.bonn.de/klimafoerderung.  

 

Den dritten Baustein zur Förderung der erneuerbaren Energien stellt das Sonderprogramm „Solares Bonn“ dar. Vorgesehen ist ein breites Beratungsangebot, welches Eigentümer*innen im Zusammenhang mit der Planung und dem Bau einer PV-Anlage neutrale und kostenlose Unterstützung bietet. Gleichzeitig will die Stadt selbst mit gutem Beispiel vorangehen und verschiedene Musterprojekte auf städtischen Gebäuden umsetzen. Ziel ist es, Bedenken entgegenzuwirken und die Entscheidung für eine PV-Anlage zu erleichtern. Das Programm ist in den Grundzügen bereits vom Rat beschlossen und soll in den kommenden Monaten starten.

 

Andrea Schulte / Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

Sommerferien:

Hochsaison für Bauarbeiten in Schulen und Kitas

02.08.2021


Während der Ferien arbeiten in vielen städtischen Schulen und Kindertagesstätten die Handwerker*innen. Die unterrichtsfreie Zeit wird traditionell intensiv dafür genutzt, um zu sanieren, zu renovieren und bestehende Bauprojekte weiterzuführen.
 

Umgesetzt wird dies vom Städtischen Gebäudemanagement (SGB). Es ist zuständig für die Planung, den Bau und die Unterhaltung von 522 Liegenschaften und 1035 Objekten, darunter auch die städtischen Schulen und Kitas. Zu den Aufgaben der rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Leitung von Lutz Leide gehören Erstellung, Instandhaltung, Umbau, Ausbau und Modernisierung sowie laufende Unterhaltung von Gebäuden und baulichen Anlagen.

 

Bauunterhaltung nutzt die Ferienzeit
 

Maßnahmen, die nach Möglichkeit komplett in den Ferien durchgeführt werden sollen, laufen aktuell zum Beispiel an der Abendrealschule/Karlschule, in der für rund 290.000 Euro die Heizungsanlage (Fernwärme) erneuert wird. Auch im Kindergarten Reichsstraße wird die veraltete Heizung ausgetauscht (65.000 Euro). Die Finkenhofschule bekommt eine neue Toilettenanlage, momentan läuft dort der zweite Bauabschnitt für 185.000 Euro. Auch in der Kita Maria-Montessori-Allee 65 werden die WC-Anlagen saniert mit neuen Fliesen und Trennwänden. Im Offenen Ganztag der Münsterschule, angrenzend an das Medienzentrum an der Riesstraße, saniert das SGB den Flur für 195.000 Euro.


Die Integrierte Gesamtschule Beuel bekommt derzeit für 180.000 Euro eine neue Lehrküche. In der Kita Jahnstraße werden die Bodenbeläge erneuert (8.000 Euro). In der Kita An der Umkehr bekommen die Fenster außen einen neuen Anstrich (8.000 Euro). Des Weiteren werden kleinere Arbeiten an den Böden der Kita Lummerland (5.000 Euro) und ein neuer Anstrich für Klassenräume an der Gottfried-Kinkel-Gesamtschule umgesetzt. Im Zuge der WC-Sanierung am Abendgymnasium am Langwartweg werden zurzeit die Fensteranlagen der Treppenhäuser erneuert (ca. 320.000 Euro).

 

Unterhaltungsmaßnahmen über Ferienzeit hinaus


Die Abteilung Bauunterhaltung des SGB nutzt die unterrichtsfreie Zeit auch, um größere Projekte voranzubringen. So laufen derzeit an der Hauptschule Sankt Hedwig Abbrucharbeiten der Varielklassen. Sie werden durch einen Neubau ersetzt. Insgesamt investiert die Stadt hier 3,55 Millionen Euro. Auch an der Laurentiusschule wird gearbeitet. Im benachbarten Feuerwehrhaus wird zukünftig die Mensa der Schule untergebracht sein (Investition rund 3,2 Millionen Euro). Weitere Maßnahmen sind der Erweiterungsneubau an der Realschule Beuel (2,9 Millionen Euro), die Dreifachhalle am Heinrich-Hertz-Europakolleg, in der Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen für rund 900.000 Euro saniert werden, sowie, aufgrund des kürzlichen Wasserschadens, der Sporthallenboden, der für ca. 220.000 Euro komplett erneuert werden muss. Außerdem gibt es noch die WC-Sanierung an der Josefschule (350.000 Euro), die Brandschutzertüchtigung an der Gesamtschule Beuel (145.000 Euro) sowie der Bau eines zusätzlichen Rettungsweges an der Elsa-Brändström-Schule (70.000 Euro).

 

Zum laufenden Geschäft des SGB gehört zudem der Austausch von Brandschutzklappen an verschiedenen Liegenschaften (3,8 Millionen Euro) sowie die strukturierte Verkabelung in verschiedenen Gebäuden, um beim Thema Digitalisierung weiter voran zu kommen (8,3 Millionen Euro).

 

Weitere laufende Großprojekte und Erweiterungen

 

Nach wie vor läuft der Neubau der Gesamtschule Bonns Fünfte. Das Projekt ist insgesamt mit rund 44,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von mehreren Jahren veranschlagt und damit derzeit das größte Schulbauprojekt Bonns. Aktuell wird dort an Bauteil 4, der ehemaligen Gottfried-Kinkel-Realschule, gearbeitet.

Auch das Robert-Wetzlar-Berufskolleg in der Nordstadt ist weiterhin eine Großbaustelle. Die Stadt Bonn investiert dort rund 22,5 Millionen Euro in die Brandschutzsanierung und anschließende Modernisierung des Bestandsgebäudes. Zudem wird die Schule um einen Neubau mit acht Klassen- und Fachräumen, Lehrer- und Differenzierungsräumen sowie eine Aula erweitert.

Eine weitere aktuelle große Schulbaustelle, auf der auch in den Ferien intensiv gearbeitet wird, ist die Schlossbachschule in Röttgen. Bereits seit Ende März 2019 wird die Schule erweitert und saniert. Rund elf Millionen Euro investiert die Stadt Bonn in die Schule. Damit ist das Projekt vom Investitionsvolumen her das drittgrößte nach Bonns Fünfte und dem Robert-Wetzlar-Berufskolleg. Ein ähnliches Volumen hat mit rund 10,4 Millionen Euro das Friedrich-List-Berufskolleg in Bad Godesberg, an dem drei Bauteile grundsaniert werden.

Den letzten Schliff bekommt derzeit die Schule Om Berg in Holzlar, wo aktuell das Außengelände fertiggestellt wird. Der Neubau der Schule ist bereits fertig und bezogen. Rund 7,75 Millionen Euro wurden dort investiert. An der Donatusschule läuft derzeit weiterhin der Mensaneubau mit Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen im Bestand, wofür die Stadt Bonn rund 2,2 Millionen Euro ausgibt. 4 Millionen Euro fließen in die Sanierung von drei Bestandsgebäudeteilen an der Karl-Simrock-Schule. 

 

Auch an der Michaelschule wird am Mensa-Anbau und an der Brandschutzsanierung im Bestand gearbeitet (rund 880.000 Euro), ebenso wie am Jungendzentrum HIP, das für rund 660.000 Euro erweitert wird. Am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium hat mit dem Abbruch der alten Aula und des Seminargebäudes der erste Schritt zum Umbau für die Rückkehr zu G9 begonnen.

 

Mit Beginn der Sommerferien wurde an der Gotenschule an der Neckarstraße 39 mit der Erweiterung, den Ausschachtungsarbeiten für die Regenwasserrigole und dem Neubau der Turnhalle begonnen. Die Maßnahme hat ein Investitionsvolumen von ca. 11 Millionen Euro.

Markus Schmitz/Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

 

 

Neues Wohngebiet in Duisdorf geplant

30.06.2021

 

Auf dem Gelände der ehemaligen Schamotte-Fabrik in Duisdorf möchte die KölnGrund Haus- und Grundbesitz GmbH 70 bis 120 Wohnungen und eine Kita bauen. Der Rat hat am 28. Juni 2021 dem Antrag auf einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan zugestimmt.

 

Es muss neues Planungsrecht geschaffen werden, da der Bebauungsplan aus dem Jahr 1962 dort im Wesentlichen ein Industriegebiet festsetzt. Das Gelände wird von Bahnhofstraße, Am Burgweiher, Lessenicher Straße und der Bahnstrecke Bonn–Euskirchen begrenzt. 

 

Der Investor muss ein städtebauliches Qualifizierungs-verfahren mit Teilnahme von mindestens acht Architektur-/Planungsbüros durchführen. Mit einem Verkehrsgutachten soll die Erschließung für das neue Wohngebiet von der Straße Am Burgweiher und über den Hüttenweg oder entlang der Bahnstrecke zur Bahnhofstraße untersucht werden. Darüber hinaus ist ein Mobilitätskonzept zu erstellen, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und die Verkehrsmittel des Umweltverbundes zu stärken.

 

Der Rat beauftragte die Verwaltung zu prüfen, ob das Gebäude der Schamotte-Fabrik erhalten werden kann, um den Charakter des Quartiers nicht zu verlieren.

 

Marc Hoffmann / Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

Rat beschließt Förderrichtlinien für Photovoltaikanlagen

30.06.2021

 

Der Stadtrat hat am Montag, 28. Juni 2021, die Richtlinien für das Förderprogramm Photovoltaik beschlossen. Die Mittel zur Auszahlung stehen erst bereit, wenn der städtische Haushalt freigegeben ist, voraussichtlich im Herbst 2021. Wer künftig selbst Solarstrom erzeugen möchte, kann sich allerdings jetzt schon einmal informieren, ob dafür eine Förderung durch die Stadt Bonn in Frage kommt.

 

Gefördert werden neu installierte Photovoltaikanlagen auf Dächern oder an Fassaden, Mieterstromanlagen, Hybridkollektoren bzw. PVT-Kollektoren. Für Stecker-Solargeräte können auch Mieterinnen und Mieter einen Zuschuss erhalten. Ausgenommen von der Förderung sind etwa Anlagen, die ohnehin aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen oder der in Bonn geltenden Solarverpflichtung im Neubau errichtet werden müssen. Die Förderhöhe richtet sich nach der installierten Leistung: Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von bis zu zehn Kilowatt-Peak werden mit 200 Euro pro Kilowatt-Peak gefördert, jedes weitere Kilowatt-Peak mit 150 Euro. Die Förderung ist begrenzt auf eine Anlagengröße von 30 Kilowatt-Peak. Die kompletten Förderrichtlinien sind online einzusehen unter www.bonn.de/klimafoerderung.

 

Solardachkataster zeigt enormes Potenzial der Sonnenenergie für Bonn

 

Bis das Förderprogramm im Herbst startet, können Eigentümer*innen auch schon einmal mit Hilfe des Solardachkatasters ermitteln, wie viel Potenzial für Sonnenenergie in dem eigenen Hausdach steckt: www.bonn.de/solardachkataster. Das Kataster zeigt, dass rund zwei Drittel aller Bonner Dachflächen für die solare Energiegewinnung geeignet sind. Wenn alle geeigneten Dächer mit einer Anlage ausgestattet würden, könnte so die Hälfte des Strombedarfs in Bonn regenerativ gedeckt werden. Aktuell werden nur rund zwei Prozent des Potenzials genutzt.

 

„Von allen Erneuerbaren Energien bietet die Solarenergie in Bonn das größte Potenzial, CO2 einzusparen“, erklärt Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Mit dem Förderprogramm wollen wir bald einen zusätzlichen Anreiz bieten, damit sich noch mehr Bonnerinnen und Bonner für die Installation einer PV-Anlage entscheiden und so aktiv dazu beitragen, dass wir unserem großen gemeinsamen Ziel – der Klimaneutralität bis 2035 – einen Schritt näher kommen“, so die Oberbürgermeisterin.

 

Eine Million Euro stellt die Stadt für das Förderprogramm Photovoltaik bereit, davon 500.000 Euro im Doppelhaushalt 2021/2022.

Kontakt.

 

Andrea Schulte / Presseamt der Bundesstadt Bonn

Uni-Einrichtungen in einem Teil des Viktoriakarrees

29.06.2021


Einen Grundsatzbeschluss zum Viktoriakarree hat der Rat der Stadt Bonn am 28. Juni 2021 gefasst: Im Bebauungsplanverfahren wird der östliche Teil des Areals für Einrichtungen der Bonner Universität vorgesehen.

 

Oberbürgermeisterin Katja Dörner betonte die Bedeutung des Projekts und wertete den Beschluss als ein wichtiges Signal an die Universität: „Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass wir in enger Abstimmung mit der Universität das Vorhaben zum Erfolg führen werden.“

 

Ein im Jahr 2019 von der Stadtverwaltung vorgelegtes Strukturkonzept für das Viktoriakarree sieht entsprechend dem historischen Vorbild eine Teilung des Quartiers durch eine autofreie Verbindung zwischen Rathausgasse und Franziskanerstraße vor. Der westliche Teil des Areals soll durch Einzelhandel und Dienstleistungen in den unteren Geschossen sowie in den Obergeschossen durch Wohnen geprägt sein. Im östlichen Teil wird unter dem Arbeitstitel „Forum des Wissens“ eine universitäre Nutzung (Bibliothek, studentisches Wohnen und Arbeiten) vorgesehen. Dafür will die Universität rund 3600 Quadratmeter städtischer Grundstücksfläche erwerben. 

 

Um dieses Strukturkonzept umsetzen zu können, muss das Stadtmuseum an der jetzigen Stelle aufgegeben und an einem anderen Standort untergebracht werden, ebenso die Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus.

Der Rat beauftragte die Verwaltung, unter anderem Öffentlichkeit und politische Gremien fortlaufend über die weiteren Planungen zu informieren. Mit der Universität ist ein Wettbewerbsverfahren mit mindestens zehn Büros verbindlich zu vereinbaren, in die die betroffenen Akteur*innen aus dem Viktoriakarree mit einbezogen werden. An die Nachhaltigkeit der Neubauten werden höchste Maßstäbe angelegt. Insbesondere soll der stadtklimatische Hitzeinseleffekt im Quartier durch Begrünung abgemildert werden. Zudem soll die Verwaltung Vorschläge für einen neuen adäquaten dauerhaften Standort des Stadtmuseums vorlegen.

 

Darüber hinaus soll im Rahmen einer Umgestaltung des Viktoriakarrees den Bestandsmieter*innen städtischer Liegenschaften möglichst eine Fortführung ihrer Gewerbetätigkeit (bzw. Mietwohnverhältnisses) im Viertel oder der Innenstadt angeboten werden. 

 

Marc Hoffmann / Presseamt der Bundesstadt Bonn


 

 

 

Bonner Baulandmodell wird weiterentwickelt

29.06.2021

 

Einen Bericht über das im Jahr 2018 eingeführte Bonner Baulandmodell hat die Stadtverwaltung dem Rat der Stadt Bonn vorgelegt. Sie wurde beauftragt, das Baulandmodell weiterzuentwickeln.

 

„Das Bonner Baulandmodell wird voraussichtlich zu einem Anstieg des Baus geförderter Wohnungen führen“, heißt es in der Evaluation. Anhand der erfassten Bebauungsplanverfahren kann nachgewiesen werden, dass die von den Investoren zu erbringenden Leistungen angemessen sind. Aufgrund der positiven immobilienwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den noch zu Beginn des Jahres 2021 verbesserten Wohnraumförderbestimmungen NRW geht die Stadtverwaltung weiterhin von der Angemessenheit der Leistungen aus. Es zeigte sich allerdings auch, dass die Regelungen zur Finanzierung von Kitaplätzen zu Ablehnung bei den Vorhabenträgern und zur Verzögerung von Bebauungsplanverfahren führen.

 

Der Rat hat in seiner Sitzung am 28. Juni 2021 für die Weiterentwicklung des Baulandmodells die Prüfung einer Reihe von Aspekten beschlossen. So wird untersucht, bei sämtlichen Wohnungsneubauvorhaben, die 8 oder mehr Wohneinheiten vorsehen und für die ab dem 1. Juli 2021 neues Planungsrecht geschaffen wird, eine verbindliche Mindestquote von 20 Prozent der zu schaffenden Wohnungen festzulegen, die der Förderung im Förderweg A, und von 20 Prozent, die der Förderung im Förderweg B gemäß den Bestimmungen des Landes NRW, unterliegen. Ab 20 Wohneinheiten soll dies äquivalent für 30 Prozent (Förderweg A) und 20 Prozent (Förderweg B) gelten.

 

Darüber hinaus wird die Verwaltung einen Vorschlag für die Modifizierung der Kita-Regelungen machen. Zudem werden die Auswirkungen einer Verlängerung der Mietpreis- und Belegungsbindungen von 20 auf 30 sowie 40 Jahre auf die Angemessenheit geprüft. Und: Vorhabenträgern soll die Möglichkeit gegeben werden, bei 100 Prozent gefördertem Wohnungsbau diesen nicht ausschließlich im Förderweg A errichten zu müssen.

 

Marc Hoffmann / Presseamt der Bundesstadt Bonn

Fortschritte auf der Baustelle Beethovenhalle

23.06.2021

Die Fortschritte bei der Sanierung und denkmalgerechten Instandsetzung der Beethovenhalle stellte das Städtische Gebäudemanagement (SGB) den Medien am Mittwoch, 23. Juni 2021, bei einem Rundgang über die Baustelle vor.

 

Mit dabei waren auch Oberbürgermeisterin Katja Dörner und SGB-Betriebsleiter Lutz Leide. „Es ist mir wichtig, mir einen persönlichen Eindruck verschaffen zu können. Auf der Baustelle ist einiges passiert, aber sie macht auch deutlich, dass noch einiges geschehen muss. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Projekt zum Erfolg zu führen“, sagte die Oberbürgermeisterin nach dem Rundgang.

 

Südfoyer/Studio

 

Um mit dem Studio als permanentem Proberaum dem Beethoven-Orchester eine neue Heimat bieten zu können, musste das Raumvolumen deutlich vergrößert werden. Durch eine Tieferlegung des Fußbodens und eine leichte Erhöhung des Daches werden die für die Proben erforderlichen Nachhallzeiten geschaffen. Hierzu wurden die vorhandenen Wände des Untergeschosses abschnittsweise mit auf Bohrpfählen gegründeten Ortbetonwänden unterfangen. Im Untergeschoss-Foyer ist derzeit noch im Rohbau auf halber Wandhöhe die Höhenlage des ursprünglichen Bestandsfußbodens erkennbar.  

Die Rohbauarbeiten für das Studio sind komplett abgeschlossen - samt Dachabdichtung, Verkabelung und elektrischer Grundversorgung. Das Studio selbst erhält nun eine variable Hub-Bühne. Dadurch wird für die spätere Nutzung (z.B. für Seminare oder Musikveranstaltungen) eine größtmögliche Flexibilität erreicht. Die Rohbauarbeiten sind inklusive Dachabdichtung komplett abgeschlossen; ebenso die elektrische Grundversorgung und Verkabelung. Nach Einbau der Hub-Bühne erfolgt der restliche Ausbau, wie beispielsweise Technik, Bühnentechnik, Wand- und Deckenverkleidungen.

 

Neu geschaffener Technikbereich unter dem Anlieferhof

 

Über den neu geschaffenen Verbindungsgang – er ermöglicht künftig die separate Erschließung des Anlieferbereiches der Restaurantküche - erreicht man den Abgang in das dritte Untergeschoss zum neu geschaffenen Technikbereich (Bauteil F) unter dem Anlieferhof. Da dieser Teil des Gebäudekomplexes aufgrund seiner Höhenlage im Überflutungsbereich eines 100-jährlichen Hochwassers liegt, ist der wasserdichte Baukörper über Rückverankerung an darunter eingebrachten Bohrpfählen gegen Auftrieb gesichert. 

Der technische Ausbau in diesem Bereich ist weit fortgeschritten. Er beinhaltet neben der Lüftungstechnik für den Restaurantbereich ebenfalls das Notstromaggregat für die unterbrechungsfreie Stromversorgung in einem Notfall.

Der Anlieferhof wurde neu gestaltet und eine Lärmschutzwand errichtet, damit dieser heutigen Anforderungen an einen Veranstaltungsbetrieb entspricht.

 

Neue Stahl-Glas-Fassaden

 

Zwei der neuen Stahl-Glas-Fassaden (Großes Foyer und  Garderobengang) sind zwischenzeitlich eingebaut. Sie entsprechen sowohl im Hinblick auf ihre Materialität (Stahl), als auch ihre Optik (Aufteilungen, Maße) nahezu den historischen Fensterfassaden. Auch die hölzernen Glashalteleisten konnten wiederhergestellt werden. Zu betonen ist, dass es sich bei den jetzigen Fassaden jedoch nicht wieder um handwerklich konstruierte Fassaden handelt, sondern heute auf serielle Systeme zurückgegriffen werden konnte und so im Sinne der Wirtschaftlichkeit und zugunsten der denkmalgerechten Optik ein umfassend befriedigendes Gesamtbild rekonstruiert werden konnte.

 

Marc Hoffmann/Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

 

Förderprogramm zur Begrünung von Dächern und Fassaden startet

 

07-05.2021

 

Die Stadt Bonn fördert Gebäudebegrünungen als Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel. Eigentümerinnen und Eigentümer privat und gewerblich genutzter Gebäude können ab sofort Förderanträge stellen und Zuschüsse zu Dach- und Fassadenbegrünungen von bis zu 50 Prozent erhalten.

 

Der Hauptausschuss anstelle des Rates hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 6. Mai 2021, die Förderrichtlinie zum Förderprogramm Gebäudebegrünung beschlossen. Auf dieser Basis können ab sofort Förderanträge eingereicht werden.

 

Gefördert werden Fassadenbegrünungen sowie intensive und extensive Dachbegrünungen an Bestandsgebäuden ab einer Mindestfläche von vier Quadratmetern. Dabei sind Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten – höchstens jedoch 30 Euro pro Quadratmeter bei extensiven Dachbegrünungen und 50 Euro pro Quadratmeter bei intensiven Dach- und Fassadenbegrünungen – möglich. Zur Antragsstellung berechtigt sind Eigentümerinnen und Eigentümer privat oder gewerblich genutzter Gebäude.

 

Die Begrünung von Gebäuden ist eine wirksame Maßnahme zur Anpassung an die Klimakrise. Sie verhindert die starke Aufheizung von Gebäudeoberflächen und leistet durch Verdunstung einen aktiven Beitrag zur Kühlung an heißen Tagen. „Die immer länger und intensiver werdenden Hitzeperioden der letzten Sommer haben uns spüren lassen, wie stark wir in Bonn bereits von der Klimakrise betroffen sind“, so Oberbürgermeisterin Katja Dörner. Die 2018 fertiggestellte Klimaanalysekarte der Stadt Bonn bestätigt diese Wahrnehmung und unterstreicht im Hinblick auf die weiter voranschreitende Klimakrise die Notwendigkeit zur Umsetzung wirksamer Anpassungsmaßnahmen. Mit der Begrünung von Gebäuden können zudem wertvolle Trittsteinbiotope geschaffen und ein Beitrag zur innerstädtischen Biodiversität geleistet werden.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir Eigentümerinnen und Eigentümern von Gebäuden in Bonn mit Hilfe von Mitteln aus dem Sofortprogramm ‚Klimaresilienz in Kommunen‘ des Landes NRW ein attraktives Förderangebot zur Begrünung von Gebäuden anbieten können“, so die Oberbürgermeisterin. „Wir hoffen nun, dass viele von diesem Angebot Gebrauch machen.“

 

Die Stadt Bonn hatte im Rahmen des Sofortprogramms „Klimaresilienz in Kommunen“ des Landes NRW einen Förderantrag gestellt, der nun bewilligt wurde. Auf dieser Basis stehen insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung, welche befristet bis zum 30. Juni 2022 zur Förderung von Maßnahmen zur Gebäudebegrünung durch die Stadt Bonn weitergeleitet werden dürfen.

 

Alle Informationen zum Förderprogramm sowie zur Antragsstellung stehen online unter www.bonn.de/klimafoerderung bereit.

Kontakt.

 

Andrea Schulte

0228 772477

Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

 

Perspektiven des öffentlich geförderten Wohnungsbaus in Bonn

04.05.2021

Genug bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist eine der größten Herausforderungen, vor der auch die Bundesstadt Bonn steht. Aus diesem Grund hatte die Stadtverwaltung die Projektgruppe „Geförderter Wohnungsbau in Bonn“ eingerichtet, die jetzt ihren Bericht zu den Perspektiven des öffentlich geförderten Wohnungsbaus vorlegt.

 

Grundsätzlich sollen maximal 30 Prozent des verfügbaren Einkommens für Miete ausgegeben werden. Denn nur dann haben die Menschen noch genügend Mittel für Lebenshaltung und Teilhabe an der Gesellschaft. Bonn ist mit hohen Mieten bundesweit eine der Städte, in der die Menschen die höchste durchschnittliche Mietbelastung haben. Von ihrem verfügbaren Einkommen geben in Bonn aber viele Menschen auch deutlich mehr aus.

Der hohen Mietbelastung steht die öffentliche Wohnraumförderung gegenüber, mit der der Staat einen Anreiz für Bauwillige schafft, um qualitativ hochwertigen Wohnraum zu begrenzten Mieten für breite Bevölkerungsschichten zu bauen. 

 

Bericht informiert über weitere Entwicklung

 

„Angemessen zu wohnen, ist eine Voraussetzung zur Teilhabe eines jeden Menschen und darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Als wachsende, attraktive Stadt müssen wir es Menschen mit kleinerem Einkommen ermöglichen, hier zu leben und an unserer Gesellschaft teilzuhaben“, sagte Sozialdezernentin Carolin Krause bei der Vorstellung des Projektberichts „Perspektiven des öffentlich geförderten Wohnungsbaus“.

Mit dem jetzt vorgelegten Projektbericht informiert die vor zwei Jahren unter Leitung der Sozialdezernentin Carolin Krause eingerichtete Projektgruppe der Verwaltung über die Entwicklung des geförderten Wohnungsbaus und Möglichkeiten der Stärkung des öffentlich geförderten Wohnungsbaus.
 

Die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit qualitativ angemessenem und bezahlbarem Wohnraum kann aufgrund des kontinuierlichen Wegfalls von Wohnraum aus der Mietpreisbindung kaum noch gewährleistet werden. In Bonn gibt es derzeit rund 10.000 Wohnungen, die einer Mietpreisbindung unterliegen und an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vergeben werden. Hält die derzeitige Entwicklung an, werden es im Jahr 2030 nur knapp 4.300 Wohnungen sein.

 

Maßnahmen zum Gegensteuern ergriffen

 

Im Rahmen des Projektes konnten Maßnahmen ergriffen werden, um dem Wegbrechen der Wohnungen gegenzusteuern. Ergänzend zum Bonner Baulandmodell, mit dem eine verbindliche Quote zum Bau von öffentlich geförderten Wohnungen eingeführt wurde, werden weitere Anreize gesetzt.

Mit dem neuen Erbpachtmodell werden städtische Grundstücke grundsätzlich in Erbpacht und zu einem abgesenkten Zins vergeben. Mit dem abgesenkten Zins ist ein großer Ansporn für den Bau von öffentlich geförderten Wohnungen gegeben, und die Stadt erhält auch längerfristig das Zugriffsrecht auf die Entwicklung der Grundstücke.
 

Ebenso wurde mit der Einführung des speziellen Marktpreises eine wichtige Maßnahme zur Unterstützung des öffentlich geförderten Wohnraums ergriffen. Bei der Wertermittlung zur Vergabe von städtischen Grundstücken wird zur Kompensation des wirtschaftlichen Nachteils des öffentlich geförderten Wohnungsbaus ein rechnerischer Ertragsausgleich zwischen gefördertem und frei finanziertem Wohnungsbau vorgenommen. Gleichzeitig werden Grundstücke nur noch unter der Bedingung einer insgesamt 30-jährigen Mietpreis- und Belegungsbindung vergeben.
 

Dennoch ist die Schaffung von öffentlich geförderten Wohnungsbau auch weiterhin eine Herausforderung für die gesamte Stadt. Carolin Krause: „Die Perspektiven des öffentlich geförderten Wohnungsbaus stimmen bereits seit Jahren nicht zuversichtlich. Umso mehr bin ich dankbar für die Arbeit der Projektgruppe und die Lösungen, die wir in Bonn gefunden haben. Diese werden helfen, dem Wegbrechen des geförderten Wohnungsbaus mit neuen Anreizen zu begegnen. Als Sozialdezernentin wünsche ich mir aber neben den geschaffenen Regelungen die Unterstützung der Bonnerinnen und Bonner für verstärkte Bautätigkeit im öffentlich geförderten Wohnungsbau!“

Die entsprechende Vorlage und der Bericht sind hier abrufbar.

 

Marc Hoffmann / Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

 

 

Stadt Bonn beteiligt sich am „Wattbewerb“ -

Steigerung der PV-Leistung als Ziel

Die Stadt Bonn nimmt an dem bundesweiten Städtewettbewerb „Wattbewerb“ zum Photovoltaikzubau teil. Dieser von der Initiative Fossil Free Karlsruhe ins Leben gerufene Wettbewerb hat das Ziel, den Ausbau der Photovoltaik in den Städten deutlich voranzubringen.

 

Fossil Free ist eine internationale Bewegung, die mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen ein gesellschaftliches Umdenken im Umgang mit fossilen Brennstoffen fordert. Namhafte Städte wie zum Beispiel Aachen, Freiburg im Breisgau, Hannover, München, Münster, Nürnberg, auch Siegburg und viele andere haben ihre Teilnahme ebenfalls zugesagt.

 

Ziel des Wettbewerbs ist die Dokumentation und der öffentliche Vergleich des Zubaus von Photovoltaikanlagen, um so auf allen Ebenen der Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft Anreize für zusätzliche Maßnahmen, Programme und Ressourcenbereitstellung zu schaffen. Ausgehend vom Anlagenbestand zum Stichtag 12. Februar 2021 wird der Zubau monatlich erfasst und von der Initiative auf einer Plattform visualisiert. Kriterium ist die zugebaute Bruttonennleistung der installierten Anlagen in Kilowatt (peak) bezogen auf die Einwohnerzahl. Für die Wertung wird die zugebaute Leistung auf den Ausgangsstand am Stichtag bezogen. Sie findet in zwei getrennten Kategorien statt, Großstädte ab 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Städte mit bis zu 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

 

Der Wettbewerb endet in beiden Kategorien, sobald die erste Großstadt ihre installierte Photovoltaikleistung verdoppelt hat. Voraussetzung ist, dass diese Stadt beim „Zieleinlauf“ mindestens 0,2 Kilowatt (peak) pro Kopf vorweisen kann. Damit soll verhindert werden, dass Städte mit niedrigen Ausgangswerten ein vorzeitiges Ende des Wettbewerbs herbeiführen. Den Wettbewerb gewonnen hat dann diejenige Stadt, die zu diesem Zeitpunkt den größten Zubau bezogen auf ihren Startwert verzeichnen kann.

 

Die Stadt Bonn wird mit einem Ausgangswert von 0,062 kW(p) pro Kopf an den Start gehen. Oberbürgermeisterin Katja Dörner: „Mir liegt das Thema sehr am Herzen, und ich freue mich auf einen spannenden Wettbewerb. Mit den jüngst beschlossenen Maßnahmen zur Steigerung des Photovoltaikzubaus in Bonn haben wir bereits gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme geschaffen. Zukünftig werden alle Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung über den Wattbewerb transparent nachvollziehen können.“

 

Neben einem forcierten Zubau von Photovoltaikanlagen auf den Dächern städtischer Liegenschaften sind hier das Förderprogramm Photovoltaik, der Beschluss zur Solarverpflichtung im Neubau, sowie die Ausbauinitiative „Solares Bonn“ zu nennen. Für diese Maßnahmen stehen im Haushalt 2021/2022 rund vier Millionen Euro zur Verfügung.

 

Andrea Schulte/Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

Adelheidisschule: Ausbau und Errichtung eines Teilstandorts beschlossen

 

19.03.2021

 

Der Ausbau der Gemeinschaftsgrundschule Adelheidisschule in Bonn-Vilich und die parallele Errichtung eines Teilstandorts im Wohn- und Technologiepark (WTP) I werden wie geplant umgesetzt. Das hat der Bonner Hauptausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 18. März 2021, einstimmig beschlossen.

 

Am bisherigen Standort der Grundschule werden künftig nur noch zwei Klassen pro Jahrgang unterrichtet. Derzeit wird die Adelheidisschule dreizügig geführt, der Standort muss jedoch dahingehend ausgebaut werden, dass vor dem Hintergrund des bevorstehenden Rechtsanspruchs allen Kindern ein OGS-Platz angeboten werden kann. Dadurch müssen auch die Mensakapazitäten erweitert werden.

 

Parallel zum Ausbau der Adelheidisschule wird ein Teilstandort gebaut, an dem anderthalbzügig unterrichtet wird. Bei Bedarf soll es möglich sein, zwei Züge einzuführen, mit der Perspektive, einen eigenständigen Schulstandort zu schaffen. Das Areal im Wohn- und Technologiepark I liegt etwa zwei Kilometer von der Adelheidisschule entfernt und umfasst 6.000 Quadratmeter.

 

Julia Bertenburg/Presseamt der Stadt Bonn

 

 

Kein Verkauf mehr von städtischen Grundstücken

 Hauptausschuss beschließt Neuregelung von Erbbaurecht und Erbbauzins.

05.02.2020

 

 

Zukünftig werden städtische Grundstücke nur noch in Erbbaurecht vergeben. Der Hauptausschuss, der anstelle des Rates getagt hatte, fasste diesen Beschluss in seiner Sitzung am 4. Februar 2021. Damit folgt er dem Vorschlag der Verwaltung, die mit dieser

Änderung das städtische Vermögen erhalten, Interessen der Stadt Bonn verbindlich durchsetzen und dauerhaft Einnahmen sichern will.

 

Ausnahmen von dieser Regelung gelten zum Beispiel bei Arrondierungen, Tauschgeschäften und bei der Vergabe in förmlich festgelegten Entwicklungsbereichen.

 

Der Beschluss gilt rückwirkend zum Stichtag 30. November 2020. Mit dieser Neuregelung reiht sich die Stadt Bonn in eine wachsende Zahl von Kommunen ein, die ihre Grundstücke nicht mehr verkaufen, sondern auf diese Weise dem Markt zugänglich machen.

 

Verbunden mit der Neuregelung des Erbbaurechts ist auch die Absenkung des Erbbauzinses. Bislang ist dieser auf 4 Prozent des Bodenwertes festgeschrieben. Nun ist der Erbbauzins für die nächsten 20 Jahren auf 1 Prozent des Bodenwertes gesenkt. Damit wird dem aktuellen Marktgeschehen der stark steigenden Grundstückspreise und dem Niedrigzinsniveau auf dem Finanzmarkt Rechnung getragen. Zudem wird es auch kein Ankaufsrecht nach Ablauf des Erbbaurechts mehr geben.

 

Durch die Neuregelungen hofft die Stadt, dass der Bau von gefördertem Wohnraum auf städtischen Grundstücken deutlich attraktiver wird.

 

Isabel Klotz / Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

Sanierung der Beethovenhalle:

Aktueller Stand des Baufortschritts

 

16.12.2020


Die Baustelle ist für den Winter mit Heizung und Hochwasserschutz gerüstet. Im Frühjahr kommt die Kupfereindeckung für das Kuppeldach. Fertigstellung der Beethovenhalle ist weiterhin für Sommer 2024 geplant.

 

Da die Arbeiten zur Dachdämmung noch nicht abgeschlossen werden konnten, bekommt das Kuppeldach erst im nächsten Frühjahr seine charakteristische Kupferdecke. Unabhängig und parallel zu der Verlegung der Kupferbahnen erfolgen dann auch die Technikeinbauten in den Dachraum.

 

Drei Seiten der äußeren Tuffsteinverkleidung sind weitestgehend fertiggestellt. Aufgrund der beginnenden kalten Jahreszeit und wegen anderer Arbeiten in diesem Bereich werden die Verkleidungen an der Westseite erst nach dem Winter angebracht. 

Die Winterbauheizung für die Beethovenhalle ist bereits installliert und kann bei Bedarf in Betrieb genommen werden. Auch der Hochwasserschutz auf der Nordseite im Bereich des neuen Anlieferhofes ist eingerichtet und kann bei Bedarf und steigendem Rheinpegel eingesetzt werden.

 

Nachdem die Dachträgerkonstruktion vor einigen Monaten montiert wurde, konnte nun auch das Innengerüst des neuen Kammermusiksaals rückgebaut werden.

Trotz erstmaliger Ausfälle von Firmen aufgrund von Quarantäneanordnungen für Mitarbeitende kann derzeit die Baustellentätigkeit dennoch im geplanten Rahmen stattfinden.

 

Es wird weiterhin von einem Fertigstellungs- beziehungsweise Übergabezeitpunkt im Sommer 2024 ausgegangen. Die Sanierung der Beethovenhalle befindet sich damit weiterhin im Zeit- und Kostenrahmen. Das Worst-Case-Szenario liegt bei 166,2 Millionen Euro. Wesentliche Änderungen oder Verzögerungen sind derzeit nicht zu verzeichnen.

 

Isabel Klotz / Presseamt der Bundesstadt Bonn

Spielen im Rübengarten:

Bauarbeiten in Geislar-West gestartet

 

29.10.2020

 

Im Neubaugebiet Geislar-West haben Mitte Oktober die Bauarbeiten für den neuen Spielplatz an der Schwester-Melania-Straße, Ecke Im Rübengarten begonnen. Wenn das Wetter mitspielt, ist der neue Platz Ende Januar fertig.
 

Passend zum Straßennamen wird der Spielplatz unter dem Motto „Rübengarten“ gestaltet: Geplant sind eine Wackelrübe, eine Schaukel, ein Klettergerüst, ein Spielhaus und ein Bereich für Kleinkinder. Verschiedene Sitzgelegenheiten sollen auch Erwachsenen Aufenthaltsqualität bieten. Gepflanzt werden insekten- und vogelfreundliche Gehölze sowie eine „Naschecke“ mit Johannisbeer- und Stachelbeersträuchern.


Die Ideen für den Spielplatz stammen aus zwei Beteiligungsterminen mit Anwohnerinnen und Anwohnern und Kindern aus dem Neubaugebiet.

Die Baukosten betragen rund 200.000 Euro. Um die Finanzierung eines Spielgerätes für den Kleinkinderbereich zu unterstützen, sammelt die Nachbarschaft derzeit Spenden.


 

Andrea Schulte, Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

Masterplan Innere Stadt:

Fördermittel-Antrag eingereicht

Die Bundesstadt Bonn hat ihren Antrag auf Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen für Projekte des Masterplans Innere Stadt bei der Bezirksregierung Köln mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 80 Millionen Euro eingereicht.
Der Förderantrag wird übergeben.
Stadtbaurat Helmut Wiesner (l.) übergibt die Unterlagen für den Förderantrag an Barthel Labenz (M.) von der Bezirksregierung Köln. Rechts Enes Biyik, Projektleiter für den Masterplan Innere Stadt. Bundesstadt Bonn

Nach Abzug des Eigenanteils sowie der nicht förderfähigen Kosten erwartet die Stadt über die beantragten fünf Jahre 2021 bis 2025 rund 32 Millionen Euro Fördergelder Seitens des Landes. Die Bezirksregierung Köln wird den Förderantrag nun prüfen, und durch das Land NRW wird Anfang des Jahres 2021 über eine Förderung entschieden.

Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung mit Stadtbaurat Helmut Wiesner an der Spitze überreichten am Dienstag, 29. September 2020, in Köln die entsprechenden Unterlagen an Barthel Labenz, Baudezernent der Bezirksregierung Köln. „Der Masterplan mit seinen Projekten stellt die Weichen für eine weitere städtebauliche Aufwertung der Innenstadt“, erläutert Helmut Wiesner. „Mit unserem Förderantrag setzen wir auf die finanzielle Unterstützung des Landes bei der Verwirklichung unserer Vorhaben, mit denen wir an die bereits umgesetzten Maßnahmen nahtlos anknüpfen möchten.“

Die zentralen großen Projekte sind der Umbau der „Rheinuferpromenade“ ab 2023 und das „Frankenbad samt Vorplatz“ ab 2024 entsprechend der noch zu beschließenden zukünftigen Nutzung. Die weiteren Projekte dienen der Aufwertung und Anbindung der jeweiligen Quartiere der Inneren Stadt. So sollen in 2021 die Projekte „Kunst am Hauptbahnhof – Gestaltung Abgänge Thomas-Mann-Straße“sowie die Gestaltung und Aufwertung der „Grünfläche und Spielplatz Budapester Straße“ umgesetzt werden. 

Parallel startet das ganzheitliche Projekt zur „Koordinierung, Öffentlichkeitsarbeit samt Verfügungsfonds“, welches die gesamte Förderphase begleitend die einzelnen Projekte unterstützen soll. Im Einzelnen ist die Umgestaltung und Aufwertung der Bornheimer Straße (Alter Friedhof bis Ellerstraße) und Brüdergasse in 2022, der Alte Zoll samt Stadtgarten (2. Bauabschnitt) und der Stiftsplatz in 2023, die Kölnstraße (zwischen Bertha-von-Suttner-Platz und Wilhelmsplatz) und das Projekt Uni trifft City in 2024 sowie die Rheingasse in 2025 vorgesehen.

Der Rat der Stadt Bonn hatte in seiner Sitzung am 1. September 2020 die Verwaltung beauftragt, den Antrag auf Fördermittel einzureichen. Zugleich beschloss er die Projektliste samt Zeitplan sowie die Finanzierungsübersicht. Alle Infos dazu gibt es hier

Neue Grundschule im Ortsteil Buschdorf

02.09.2020

Die Bundesstadt Bonn baut im Ortsteil Buschdorf eine neue Grundschule samt Einfachturnhalle. Der Rat der Stadt Bonn gab in seiner Sitzung am 1. September 2020 grünes Licht für Vorplanung und Kostenschätzung.


Der Schulneubau zwischen Schlesienstraße und Peter-Klein-Straße wird zweigeschossig, teilweise dreigeschossig sein. Im Erdgeschoss werden sich die Räume der Verwaltung, Hausmeister- und Lagerräume, die Mensa und die zentralen Sanitärbereiche befinden. Im ersten und im zweiten Obergeschoss sind die 13 Klassen-, sieben OGS- und drei Differenzierungsräume vorgesehen.

 

Die Einfachturnhalle ist sowohl für den Schul- als auch für den Vereinssport geplant. Die lichte Höhe der Turnhalle wird auf sieben Meter festgelegt, da dort beispielsweise auch Badminton oder Volleyball gespielt wird. Zum Raumprogramm der Turnhalle gehören ein Geräteraum, Sanitär- und Umkleideräume für Schüler und Schülerinnen, Lehrer/ Übungsleiter.

 

Wenn Neubau und Turnhalle mitsamt der umgebenden Außenanlagen realisiert sind, werden in einem zweiten Bauabschnitt die Containeranlagen abgebaut und die Außenanlagen in diesem Bereich gestaltet.

Das Dach des zweiten Obergeschosses der Grundschule und das Dach der Turnhalle werden der Bürger Energie Rhein-Sieg eG, den Stadtwerken Bonn sowie weiteren geeigneten Interessentinnen und Interessenten für die Installation einer Photovoltaikanlage angeboten. Das Dach des ersten Obergeschosses der Grundschule soll begrünt werden.  

 

Die Vorplanung wurde mit der Behinderten Gemeinschaft Bonn abgestimmt. Alle Zugänge werden barrierefrei ausgeführt, die Einrichtung erhält ein Behinderten-WC, und die Barrierefreiheit der Obergeschosse wird durch einen Aufzug gewährleistet. Grundschule und Turnhalle werden nach dem „KfW-Effizienzhaus 55-Standard“ errichtet.

 

Gemäß der aktuellen Kostenschätzung belaufen sich die Kosten der Maßnahme auf 17,5 Millionen Euro, unter Berücksichtigung eines Risikozuschlags von zehn Prozent und einer jährlichen Baukostensteigerung von vier Prozent rund 20,6 Millionen Euro. Die Maßnahme wird zum größten Teil aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ finanziert.

 

 

Marc Hoffmann/Presseamt der Bundesstadt Bonn

Bürgerentscheid über geplante Wohnbebauung am Melbbad

02.09.2020

 

In Bonn kommt es zum dritten Bürgerentscheid in der Geschichte: Die Bürgerinnen und Bürger werden per Briefwahl über die geplante Wohnbebauung am Rande des Melbbades abstimmen.

In seiner Sitzung am 1. September 2020 hat der Rat der Stadt Bonn festgestellt, dass das Bürgerbegehren „Rettet das Melbbad“ zulässig ist. Die Voraussetzungen gemäß NRW-Gemeindeordnung sind erfüllt, das erforderliche Quorum von 9882 Unterschriften wurde erreicht.

Da der Rat dem Bürgerbegehren gleichzeitig nicht entsprach, wird nun ein Bürgerentscheid durchgeführt. Abgestimmt wird über die Frage: „Soll das Melbbad in seiner jetzigen Form ohne eine Wohnbebauung erhalten bleiben?“ Als letzten Abstimmungstag hat der Stadtrat Freitag, 27. November 2020, bestimmt. Die Auszählung der Stimmzettel ist für Samstag, 28. November 2020, vorgesehen. Die Stadt wird überplanmäßig 300.000 Euro für die Durchführung des Bürgerentscheids bereitstellen.

Zum Hintergrund

Der Rat der Stadt hatte am 27. September 2018 die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob ein Dritter bereit sei, am Rande des Melbbades geförderten Wohnraum zu schaffen und in diesem Zusammenhang die notwendigen Funktionsräume für den Betrieb des Melbbades als Ersatz für den sanierungsbedürftigen und abgängigen Umkleide- und Sanitärtrakt zu bauen.

Die VEBOWAG (Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG) hat bei der Stadt eine Bauvoranfrage für die Errichtung eines Baukörpers für eine Wohnnutzung gestellt. Konkret ist geplant, auf dem Grundstück ein mehrstöckiges Appartementhaus zu errichten. Im Erdgeschoss soll für den Betrieb des Melbbades ein Umkleide-, Technik- Sanitär- und Gastronomiebereich entstehen.

 

 Marc Hoffmann, Presseamt der Bundesstadt Bonn

Bonner Energietage

Noch freie Plätze

25.08.2020

 

In einigen Veranstaltungen der Bonner Energietage gibt es noch freie Plätze. Das spannende und kostenfreie Info-Angebot widmet sich Fragestellungen zum Klimaschutz beim Bauen und Wohnen.

 

Aktuell gibt es noch freie Plätze bei den Sanierungsrundgängen in den Stadtteilen Venusberg und Ippendorf am Donnerstag, 3. September 2020, um 18 und um 20 Uhr sowie für den Vortrag „Solardachkataster Bonn – Unabhängig.Kostenlos.Testen“ im Haus der Bildung am Montag, 14. September 2020, um 20 Uhr.

Die Verbraucherzentrale bietet außerdem zwei Vorträge online an: „Wasserstoff - Die Energiequelle von Morgen?“ am Dienstag, 1. September 2020, sowie „Photovoltaik – Aktuelle Tipps und Trends“ am Mittwoch, 2. September 2020 – auch hierfür sind noch Anmeldungen möglich. Zu dem bereits ausgebuchten Vortrag „Sinnvoller Heizungstausch und aktuelle Fördermittel“ wird die Bonner Energie Agentur aufgrund der hohen Nachfrage weitere Veranstaltungen im November anbieten.

Klimabewusste Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngebäuden und Wohnungen erhalten Antworten auf viele aktuelle Fragestellungen, beispielsweise: Ist Wasserstoff eine sinnvolle Option für die Energieversorgung von morgen? Worauf sollte ich bei der Altbausanierung achten, um Energie zu sparen? Stichwort Photovoltaik: Was gibt es für aktuelle Tipps und Trends? Und auch für Mieterinnen und Mieter interessant: Wie kann ich mit einem Stecker-Solargerät Solarstrom am Balkon gewinnen? Zur Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Anmeldung per E-Mail oder Telefon erforderlich.

Aktuelle Informationen sowie Kontakte für die Anmeldungen unter: www.bonner-energietage.de.

Kostenfreies Veranstaltungsprogramm in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn auf einen Blick:

Montag, 31. August 2020, 19 Uhr
 

Online-Veranstaltung: Wasserstoff - Die Energiequelle von Morgen? 


Dienstag, 1. September 2020, 18 Uhr


Vortrag: Sinnvoller Heizungstausch und aktuelle Fördermittel (ausgebucht)


Mittwoch, 2. September 2020, 18 Uhr


Online-Vortrag: Photovoltaik – Aktuelle Tipps und Trends


Donnerstag, 3. September 2020, 18 Uhr und 20 Uhr


Sanierungsrundgänge in den Stadtteilen Ippendorf und Venusberg


Montag, 14. September 2020, 20 Uhr


Vortrag: Solardachkataster Bonn – Unabhängig.Kostenlos.Testen…

Kontakt.

Andrea Schulte
0228 772477
Presseamt der Bundesstadt Bonn

Ferienzeit ist Bauzeit:

Stadt investiert in Schulen und Kitas

17.07.2020

 

 

Auch wenn sich Kinder und Jugendliche aktuell über die Sommerferien freuen, heißt das noch lange nicht, dass nichts los ist in den Schulen und Kitas. Denn Ferienzeit bedeutet emsige Handwerkerinnen und Handwerker in vielen Schulen und Kindergärten der Stadt Bonn. Die unterrichtsfreie Zeit nutzt die Stadt Bonn, um zu renovieren, zu sanieren und Neubauprojekte voran zu bringen.

 

Umgesetzt wird alles vom Städtischen Gebäudemanagement. Dieses ist zuständig für die Planung, den Bau und die Unterhaltung von 522 Liegenschaften und 1035 Objekten, darunter auch die städtischen Schulen und Kitas. Zu den Aufgaben der rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Leitung von Lutz Leide gehören die Erstellung, Instandhaltung, der Umbau, Ausbau und die Modernisierung sowie laufende Unterhaltung von Gebäuden und baulichen Anlagen.

 

Schlossbachschule wird grundsaniert und erweitert

 

Eine der aktuellen großen Schulbaustellen, auf der auch in den Ferien intensiv gearbeitet wird, ist die Schlossbachschule am Herzogsfreudenweg in Röttgen. Bei einem Ortstermin am Freitag, 17. Juli 2020, stellte SGB-Betriebsleiter Lutz Leide gemeinsam mit dem Teamleiter Volker Assenmacher die Bauarbeiten vor. Da das Bestandsgebäude der Schule aus den 60er Jahren (Baujahr 1962) stammt, war eine grundlegende Sanierung beziehungsweise Erneuerung dringend notwendig. Bereits seit Ende März 2019 läuft dort die Erweiterung und Sanierung. Die dreizügige Grundschule besteht aus fünf Gebäudeteilen mit einer angrenzenden Turnhalle. Die Baumaßnahme erfolgt bei laufendem Schulbetrieb in einzelnen Bauabschnitten. Vorrübergehend sind die Klassen in Interimslösungen untergebracht.

Vier der Bestandsgebäude werden umgebaut und energetisch sowie brandschutztechnisch saniert. Dort werden dann insgesamt 13 multifunktional nutzbare Klassenräume zur Verfügung stehen. Zwei Bestandsgebäude sind bereits fertig saniert und seit vorigem Jahr auch wieder in Betrieb, die übrigen Bauteile können nach den Sommerferien bzw. voraussichtlich im Frühjahr 2021 wieder genutzt werden. Auch die Sanierung der Turnhalle ist in vollem Gange. Nach Schadstoffsanierung, Arbeiten an Rohbau, Dach und Fenstern sowie der Vorinstallation der Sportgeräte, beginnen nun die Installationen von Strom-, Heizung und Sanitäranlagen.

 

Der Neubau für die Schule ist im Rohbau fertig. Dachdeckerarbeiten, Fensterarbeiten, Trockenbau und Installationen sind weitestgehend abgeschlossen. Der Aufzug ist eingebaut. Zurzeit wird die Fassade mit hinterlüfteten Eternitplatten verkleidet. In der kommenden Woche beginnen die Estricharbeiten. Die unterrichtsfreie Zeit nutzt das SGB zudem, das Außengelände herzurichten. Voraussichtlich im Oktober wird das Gebäude übergeben. Der Erweiterungsbau entspricht der Qualität eines KfW Effizienzhauses 55 mit Passivhauskomponenten. Ein Aufzug verbindet die Geschosse barrierefrei, die angrenzenden Bestandsgebäude werden über barrierefreie Verbindungsgänge angeschlossen.

Rund elf Millionen Euro investiert die Stadt Bonn in die Schule. Damit ist das Projekt vom Investitionsvolumen her das drittgrößte nach „Bonns Fünfte“ und dem Robert-Wetzlar-Berufskolleg.

 

Weitere Neubauten und Erweiterungen:

 

Nach wie vor läuft der Neubau der Gesamtschule „Bonns Fünfte“. Das Projekt ist insgesamt mit rund 44,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von mehreren Jahren veranschlagt und damit derzeit das größte Schulbauprojekt Bonns. Aktuell wird dort an Bauteil 4, der ehemaligen Gottfried-Kinkel-Realschule gearbeitet.

Auch am Robert-Wetzlar-Berufskolleg in der Nordstadt investiert die Stadt Bonn mit rund 22,5 Millionen Euro intensiv in die Brandschutzsanierung und anschließende Modernisierung des Bestandsgebäudes. Zudem wird die Schule um einen Neubau mit acht Klassen- und Fachräumen, Lehrer- und Differenzierungsräumen sowie einer Aula erweitert.

Weitere größere Projekte sind die Erweiterung der Bernhardschule in Auerberg (5,7 Millionen Euro) sowie die Brandschutzsanierung an der Engelsbachschule in Ippendorf (3,3 Millionen Euro). An der Karl-Simrock-Schule in Endenich werden weiterhin die Bauteil E, F und G saniert (3,4 Millionen Euro) und am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Pennenfeld erneuert das SGB das Lehrschwimmbecken technisch und energetisch (2,5 Millionen Euro).

 

Renovierungen/Bauunterhaltung

 

Ebenso wichtig wie die Neubauten und Erweiterungen im Kindergarten- und Schulbereich sind die Renovierungsmaßnahmen im Rahmen der Bauunterhaltung während der Sommerferien. Im Einzelnen sind das folgende Projekte:

 

Stadtbezirk Bonn

  • Waldschule: Brandschutz- und Modernisierungsarbeiten am Bestandsgebäude
  • Abendrealschule/Karlschule: Sanierung der elektronischen Alarmierungs- und Sicherheitslichtanlage
  • Katholische Hauptschule St. Hedwig: Malerarbeiten in den Klassenräumen, Tiefbau- und Abdichtungsarbeiten
  • Rheinschule: Austausch Klassenraumtüren im EG, Instandsetzungsarbeiten an den Zugangstüren
  • Bertolt-Brecht-Gesamtschule: Sicherung der Waschbetonabdeckungen und Instandsetzung der Unterkonstruktion sowie Sanierung der Elektroinstallationen und Instandsetzung der Grundbeleuchtung der Aula
  • Kita Schlesienstraße: Parkett- und Malerarbeiten in den Büro- und Gruppenräumen
  • Kita Lummerland: Erhaltungsanstrich der Holzfassade und Fenster
  • Kita Krümelkiste: Umbau und Sanierung der WC-Anlage und der Dusche


Stadtbezirk Beuel

  • Kita An der Umkehr: Überholungsanstrich der Fensterelemente in der Außenfassade
  • Kita Weidenweg: Schadstoffsanierung, 2. Rettungsweg vom Mehrzweckraum, zusätzlicher Wickelraum, Einbau Fluchttüren
  • Kita Veilchenweg: Malerarbeiten in der gesamten Kita
  • Adelheidisschule:  Maler- und Bodenbelagsarbeiten
  • Realschule Beuel:  Grundsanierung der Turnhalle
  • Paul-Gerhardt-Schule: Putz- und Malerarbeiten im EG Verbindungsgang und im KG Werkstatt, Malerarbeiten im EG Flur, Treppenraum und Mensa
  • Ennertschule: Beseitigung TÜV-Mängel an der Rauch- und Wärmeabzugsanlage und Malerarbeiten im Gebäude B


Stadtbezirk Bad Godesberg

  • KGS Burgschule: Sanierung der Dämmung hinter der Verkleidung
  • Johannes-Rau-Schule: Umsetzung Brandschutzkonzept, Brandschutz- und Schadstoffsanierung (Beginn 1. und 2. Bauabschnitt)
  • Kita Metztental: Schadstoff-, Fenster- und Fassadensanierung 3.Bauabschnitt
  • Lyngsbergschule: Anbau für die OGS Erweiterung, energetische Sanierung (Fenster, Fassaden- und Dach) (letzter Bauabschnitt)
  • Friedrich-List-Berufskolleg, Außenstelle: Energetische Sanierung (Fenster, Fassade mit Schadstoffsanierung, Dach) Kanalsanierung
  • Turnhalle Friesdorf: Sanierung der Halle
  • Nicolaus-Cusanus-Gymnasium: Abbruchmaßnahmen an der Pausenhofüberdachung
  • Beethovenschule: Betonsanierungsarbeiten
     

Stadtbezirk Hardtberg

  • Finkenhofschule:  1. Bauabschnitt der Toilettensanierung
  • Königin-Juliana-Schule: Parkettsanierung
  • Hardtberg-Gymnasium: Malerarbeiten in den Klassenräumen


Andrea Schulte/Presseamt der Bundesstadt Bonn


 

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Ria-Maternus-Platz:

Neues Entree in die Bad Godesberger Innenstadt

08.07.2020

Das neue Erscheinungsbild des Ria-Maternus-Platzes stößt bei den Bad Godesbergerinnen und Bad Godesbergern auf Zustimmung. Denn an schönen Tagen herrscht reger Betrieb auf der autofreien Fläche. Sie lädt – nicht zuletzt durch die reaktivierte, große Brunnenanlage – zum Verweilen ein.

 

Der Ria-Maternus-Platz ist durch das Tiefbauamt der Stadt Bonn nach den von der Bezirksvertretung Bad Godesberg im Oktober 2017 beschlossenen Plänen umgestaltet worden. Im Mai 2019 starteten die Arbeiten, abgeschlossen waren sie im April 2020, kurz nach Ostern. „Jetzt verfügt Bad Godesberg vom Bahnhof aus wieder über ein ansprechendes Entree in die Innenstadt, das auch zum Verweilen einlädt. Besonders freut mich, dass der Platz über 180 Abstellplätze für Fahrräder verfügt“, betonte Oberbürgermeister Ashok Sridharan. 

 

Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Christoph Jansen stellte er den Platz am Mittwoch, 8. Juli 2020, bei einem Pressetermin vor. „Die Bad Godesberger Bürgerinnen und Bürger haben ,ihren‘ Platz schon vereinnahmt“, wusste  Bezirksbürgermeister Jansen zu berichten. Ursprünglich war für April die Eröffnung des Platzes geplant; sie konnte allerdings coronabedingt nicht stattfinden.

 

Durch den barrierefreien Ausbau mit einem guten Angebot an Fahrradabstellplätzen sowie dem benachbarten Bahnhof mit U-Bahn-Station und Bushaltestelle stellt der Platz nicht nur eine attraktive Verbindung von einem Verkehrsmittel zum anderen dar, sondern bietet insbesondere durch die Wiederherstellung der beliebten Springbrunnenanlage Aufenthaltsqualität. Rund 1,86 Millionen Euro kostete die Umgestaltung des wenig ansehnlichen Areals. Damit ist der Umbau größtenteils im Kostenrahmen geblieben. Der Ausbau wird zu 90 Prozent aus Städtebauförderungsmitteln bezuschusst.

 

Autofreier Platz mit über 180 Fahrradparkplätzen

 

Die gesamte Platzfläche wurde im Einklang mit dem Denkmalschutz umgestaltet und verkehrlich neu geordnet. Der motorisierte Individualverkehr bleibt komplett außen vor. Der mit Betonsteinpflaster gestaltete Platz ist barrierefrei und mit taktilen Leitelementen ausgestattet, die blinden und sehbehinderten Menschen die Orientierung zwischen Bahnhofsgebäude, Bushaltestelle und U-Bahn-Zugang erleichtern. Fahrradfahrenden stehen rund 180 Abstellplätze für ihre Zweiräder zur Verfügung. 

 

Springbrunnen nach historischem Vorbild

 

Mit der Umgestaltung ist auch die frühere Springbrunnenanlage in ihren ursprünglichen Abmessungen vor dem Pavillon wieder zurückgekehrt. Allerdings musste aus Verkehrssicherheitsgründen die Wassertiefe reduziert werden. Nun sprudeln eine große und vier kleinere Fontänen in dem Becken. Das optische Erscheinungsbild des Wasserbeckens und seiner unmittelbaren Umgebung orientiert sich an den Ansichten aus den 1960er Jahren. Beet- und Pflanzflächen wurden im Umfeld des Brunnens angelegt und Sitzbänke sollen die Aufenthaltsqualität verbessern. Damit ist der Platz nun mit seiner unmittelbaren Nähe zum Bahnhof nicht nur ein wichtiger Knotenpunkt für den öffentlichen Personennahverkehr, sondern auch ein wirkliches Entree in den Stadtbezirk geworden. 

 

Brunnen war 1988 abgebaut worden

 

Der Brunnen war mit dem Baubeginn für den Stadtbahntunnel 1988 abgebaut worden. Er war allerdings wegen technischer Mängel und Undichtigkeiten schon lange vorher nicht mehr in Betrieb. Bereits 1982 wurde die Plattierung entfernt und durch einen Anstrich ersetzt. Nach Fertigstellung des Stadtbahntunnels sollte der Brunnen wieder reaktiviert werden, daher war auch das Becken im Erdreich verblieben. Doch insbesondere aufgrund fehlender finanzieller Mittel wurde diese Absicht nicht in die Tat umgesetzt. Bei den Bad Godesberger Bürgerinnen und Bürgern war der Brunnen äußerst beliebt, daher wurden auch zahlreiche Initiativen zur Reaktivierung gestartet. Schließlich rückte dann aber die Umgestaltung des gesamten Platzes näher, innerhalb dessen auch die Rückkehr des Springbrunnens realisiert wurde. 

 

Letztendlich hätte der Umbau des Platzes bereits 2018 nach dem Abschluss eines Großteils der Bahnhofssanierung starten sollen. Doch aufgrund unangemessen hoher Angebote hatte das Tiefbauamt damals die Ausschreibung aufgehoben und erneut auf den Weg gebracht, so dass schließlich erst im Mai 2019 mit dem Projekt begonnen werden konnte.  

 

Ria Maternus: Legendäre Patin

 

Der Platz wurde 2003 nach der legendären, 2001 verstorbenen Gastwirtin Ria Maternus benannt. In ihrem Prominentenlokal Weinhaus Maternus in der heutigen Paul-Löbe-Straße verkehrten die Größen der Bonner Republik wie Willy Brandt, Helmut Kohl, Franz-Josef Strauß, Hans-Dietrich Genscher oder Norbert Blüm.
 

Technische Daten zur Platzgestaltung

  • Brunnenfläche ca. 480 m²
  • Hauptabmessungen Brunnen 37 x 12 m
  • Vier Fontänen mit einer Höhe von ca. 1 m; eine Fontäne mit einer Höhe von ca. 3 m 
  • Drei Sitzbankanlagen am Becken; weitere zehn Sitzbänke in der Fläche
  • ein mehrteiliger Balancierbalken (Holzstämme)
  • einige Abfallbehälter

 

Beethovenhalle

Projektbeirat informiert sich über Baufortschritte

Über den Stand der Sanierung und Modernisierung der Beethovenhalle informierte die Verwaltung am Freitag, 19. Juni 2020, die Mitglieder des Projektbeirates Beethovenhalle. Bei einem Rundgang über die Baustelle konnten sie sich vom Fortgang der Arbeiten ein eigenes Bild machen. Bei der anschließenden Sitzung gab es dann weitere inhaltliche Informationen.

 

Von besonderer Bedeutung ist das Tragwerk des Daches über dem Großen Saal und dem Studio. Hier war eine Änderung gegenüber der Entwurfsplanung nötig, weil es sich als nicht stabil genug für die nötige Technik erwies. Nach einer Neuberechnung wurde das Stahltragwerk unter anderem durch den Einbau zusätzlicher Lastverteilträger sowie den Austausch bauzeitlicher Nietverbindungen gegen hochfeste Schraubverbindungen verstärkt, so dass die benötigten Lüftungsgeräte installiert werden können. Auch im Studio wurde das Tragwerk neu berechnet und verstärkt. Das zukünftige Tragwerk wird derzeit vom Stahlbauer vorproduziert und voraussichtlich Anfang des dritten Quartals 2020 eingebaut. 

 

Auf seine neue Kupferhülle wartet das Kuppeldach der Beethovenhalle. Derzeit finden die Vorbereitungen für die neue Dacheindeckung statt. Die Montage der Kupferbahnen beginnt im Sommer, sobald die Wärmedämmung fertiggestellt ist.

Auf gutem Wege ist die neue Technikzentrale unter dem Hof für die Anlieferungen an der Wachsbleiche. Dort sind inzwischen sämtliche Großkomponenten und -geräte für das Gewerk Heizung/Kälte aufgestellt und angeschlossen. 

 

Begonnen haben auch die Arbeiten der Gewerke Lüftung, Sanitär und Elektro.

Seit Ende Mai liegt nach aufwändigen Abstimmungen nunmehr ein mit allen Fachplanern verbindlich abgestimmter Gesamtterminplan vor. Langwieriger gestaltet sich hingegen noch die Abstimmung des Terminplans mit den ausführenden Firmen. Sie konnte erst Ende Februar beginnen, als der zwischen Objektplaner und den Fachplanern aufgestellte Terminplanentwurf einen hinreichenden Stand erreicht hatte. Nach Einschätzung des Städtischen Gebäudemanagements wird der finale Plan, der dann für alle Beteiligten verbindlich ist, voraussichtlich bis Ende des Jahres vorliegen. Dies hat allerdings nach heutigem Stand keine Auswirkungen auf die nunmehr ins Auge gefasste Fertigstellung der Beethovenhalle Mitte 2024.

 

Auch an der letztes Jahr vorgelegten Berechnung der Gesamtkosten gibt es keine Änderungen. Im sog. Worst-Case-Scenario, in das alle denkbaren Risiken eingearbeitet wurden, wird die Sanierung und Modernisierung der Beethovenhalle den städtischen Haushalt mit 166,2 Mio. Euro belasten. Dabei sind bereits steuerliche Effekte berücksichtigt, bei denen die Umsatzsteuer von derzeit 19 Prozent zu 95 Prozent vom Finanzamt zurückerstattet wird.

Kita-Neubau „Im großen Garten" fertiggestellt

02.06.2020

 

Im Neubaugebiet Otto-Hahn-Straße in Bonn-Buschdorf hat das Städtische Gebäudemanagement Bonn eine neue viergruppige Kindertagesstätte gebaut. Der Träger „Fröbel" betreut dort bald insgesamt 72 Kinder.

 

In das Neubaugebiet ziehen besonders viele junge Familien mit kleinen Kindern und Paare, die eine Familie gründen wollen. Die zweigeschossige Kita mit einer Gesamtfläche von rund 800 Quadratmetern ist eine der neuen Einrichtungen, die die Bundesstadt baut, um dem sehr hohen Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten gerecht zu werden.

 

Im Gebäude an der Straße Im großen Garten 5 werden künftig 22 Kinder im Alter von vier Monaten bis unter drei Jahren und 50 Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut. Für das nächste Kindergartenjahr ab 1. August 2020 stehen in Bonn für rund 43,3 Prozent der unter Dreijährigen und für alle Drei- bis unter Sechsjährigen Betreuungsplätze zur Verfügung. 

 

Alle vier Gruppen der neuen Kita haben jeweils ein Gruppen-, ein Neben- und ein Differenzierungsraum, der beispielsweise zum Schlafen genutzt werden kann. Im Obergeschoss des barrierefrei gestalteten Gebäudes gibt es einen großen Mehrzweckraum, der zum Turnen oder für Veranstaltungen genutzt werden kann. Auch das Außengelände bietet den Mädchen und Jungen zahlreiche Möglichkeiten zum Austoben. Eine großzügige Terrasse lädt zum Bobby-Car-Fahren ein, und es gibt eine eigene Sandbaustelle für unter Dreijährige.

 

Wann die Kita genau eröffnet, steht aufgrund der aktuellen Situation durch die Corona-Pandemie noch nicht fest. Die Fröbel gGmbH, die die Trägerschaft über drei Tageseinrichtungen in Bonn übernimmt und deutschlandweit 185 Kinderbetreuungseinrichtungen betreibt, gibt auf ihrer Homepage regelmäßig aktuelle Informationen zum Projekt und zur Eröffnung: www.froebel-gruppe.de.

 

„Bonner Modell" als Planungsgrundlage

 

Das „Bonner Modell" ist ein Baustein-Modul, das vom Städtischen Gebäudemanagement Bonn entwickelt wurde. Durch dieses Konzept lassen sich die ersten drei Planungsphasen (Grundlagenermittlung, Vorentwurfsplanung und Entwurfsplanung), unabhängig von der Gruppenanzahl und Form, vereinfachen und beschleunigen.

 

Bei passendem Grundstück wird grundsätzlich jeder Kindergarten auf Grundlage desselben Raumkonzepts geplant, so dass das „Bonner Modell“ für eine Vielzahl von Neubauten verwendet werden kann. Darüber hinaus sind allerdings auch individuelle Anpassungen möglich. Das Grundmodell für eine Gruppe besteht immer aus einem großen Gruppenraum, zwei Nebenräumen, einem Sanitärtrakt, einem Abstellraum und einer Garderobe. Dazu kommen Räume für Personal und Kita-Leitung, ein Mehrzweckraum, eine Küche sowie Technik-, Putzmittel- und Hauswirtschaftsraum. Wie bei anderen „Bonner-Modell"-Kitas wurde auch in Buschdorf nach dem „KfW-Effizienzhaus 55“-Standard mit Passivhauskomponenten gebaut. 

 

Baubeginn für die neue Kindertagesstätte war im Oktober 2018, im April 2020 wurde das Gebäude mit Außenanlagen fertig gestellt. Die Kosten liegen bei 2,83 Millionen Euro. Der Bund hat den Neubau mit Fördermitteln in Höhe von 226.800 Euro bezuschusst.

 

Annika Eder / Presseamt der Bundesstadt Bonn

Bürgerbeteiligung bei Quartiersentwicklung an der Kennedyallee

Der Bürokomplex zwischen Kennedyallee und Ahrstraße, der aktuell von der Postbank AG genutzt wird, soll zu einem urbanen Quartier umstrukturiert werden. Die Stadt Bonn lädt seit Donnerstag, 28. Mai 2020, Anwohnerinnen und Anwohner im Umfeld der Kennedyallee 62 bis 72 dazu ein, sich online bis einschließlich Dienstag, 16. Juni 2020, über die Planung zu erkundigen und eigene Vorschläge einzubringen. Die Informationen können auf der städtischen Homepage eingesehen werden.

 

Die Postbank AG plant aufgrund eines Umzugs, den rund 3,2 Hektar großen Standort bis voraussichtlich 2022 aufzugeben. Die Gerchgroup AG, ein Unternehmen für Projekt- und Quartiersentwicklungen, hat bereits im Jahr 2018 die Liegenschaft an der Kennedyallee 62 bis 72 erworben. Sie beabsichtigt, dort den Siegerentwurf des städte- und hochbaulichen Realisierungswettbewerbs von Dezember 2018 zu verwirklichen. Dieser sieht 380 Wohneinheiten in unterschiedlichen Größenordnungen sowie Büroflächen und eine Kita vor.

 

Um die Planung realisieren zu können, muss der Bebauungsplan neu aufgestellt werden. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg hat in ihrer Sitzung am Mittwoch, 5. Februar 2020, beschlossen, dass sich die Öffentlichkeit an diesem neuen Bebauungsplan beteiligen kann.

 

Infomaterial auf der städtischen Homepage

 

Aufgrund der aktuellen Situation durch die Corona-Pandemie wurde am Mittwoch, 29. April 2020, per Dringlichkeitsbeschluss entschieden, dass die ursprünglich geplante Beteiligungsveranstaltung durch online verfügbare Informationen ersetzt wird. Diese sind seit Donnerstag, 28. Mai 2020, auf der städtischen Homepage unter www.bonn.de/kennedyallee-62-72 abrufbar. Auch häufig gestellte Fragen werden hier beantwortet. Ebenfalls seit Donnerstag, 28. Mai 2020, können unter www.bonn-macht-mit.de alle Informationen eingesehen werden. Dort kann auch die persönliche Meinung in der öffentlichen Kommentarfunktion abgegeben werden.

 

Ursprünglich sollte der Beteiligungsplan sowie Informationsplakate am Parkeingang zur Stadthalle Bad Godesberg zu sehen sein. Durch die Sperrung der Stadthalle hängen der Plan und die Plakate zu den Themen Städtebau und Architektur, Mobilität, Klima und Freiraum und Grün jetzt im Foyer des Rathauses Bad Godesberg, Kurfürstenallee 2 bis 3, aus. Sie sind noch bis Dienstag, 16. Juni 2020, einsehbar. Im Stadthaus, Berliner Platz 2, können die Pläne ebenfalls in diesem Zeitraum auf Etage zwei vor dem Ratssaal besichtigt werden. Dazu muss aufgrund der Corona-Pandemie jedoch zwingend vorab ein Termin bei einem der untenstehenden Ansprechpartner des Stadtplanungsamtes vereinbart werden.

 

Sowohl im Rathaus Bad Godesberg als auch im Stadthaus muss eine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen werden. Im Rahmen dieses Termins besteht die Gelegenheit, die Planung zu erörtern und Anregungen schriftlich oder zur Niederschrift zu äußern. Anregungen zur Planung können auch postalisch eingereicht werden: Stadtplanungsamt Bonn, Stadt Bonn, 53103 Bonn.

 

Ansprechpartner bei Fragen und Terminvereinbarung:

 

Nils Schütt, Telefon 0228-77 22 08, E-Mail: nilssimon.schuett@bonn.de,

Bettina Müller, Telefon 0228-77 44 73, E-Mail: bettina.mueller@bonn.de.

Verwaltung schließt Stadthalle und verhängt vorläufiges Betretungsverbot

27.05.2020

 

Seit Mittwoch, den 27. Mai, gibt es ein vorläufiges Betretungsverbot für die Stadthalle Bad Godesberg, und die Stadthalle ist geschlossen. Die Stadt sah sich zu diesem Schritt veranlasst, weil es aktuell Zweifel an der Sicherheit im Großen Saal gibt. Ein Bauzaun sichert außerdem den Bereich um das Gebäude.

 

Erkenntnisse zu möglichen Schäden an den Spannbetonträgern werden von einem Gutachten erwartet, das in den nächsten Tagen vorliegen soll. Aufgrund dessen muss die Stadt die gesamte Stadthalle schließen, da die Halle unter diesen Umständen nicht mehr betrieben werden kann.

 

Ende vergangenen Jahres hatte das SGB Bestandsuntersuchungen in Auftrag gegeben, um den baulichen und technischen Zustand der Stadthalle zu beurteilen. In diesem Zusammenhang fand am 5. Februar 2020 eine Bauwerksprüfung der Dachkonstruktion des Großen Saales statt. Die optische Untersuchung ergab dabei, dass ein Herabfallen von Teilen der Abhangdecke nicht ausgeschlossen werden kann. Auch der Gedanke, dass beim Anbringen der Montagedübel für die Kronleuchter-Motoren die Spannstähle beschädigt worden sein könnten, wurde erstmals geäußert.

 

Gegen möglicherweise herabfallende Teile half kurzfristig ein Sicherheitsnetz. Für die Untersuchung der Spannbetonriegel beauftragte das SGB weitere Prüfungen, die in der letzten Woche von einem auf Bauwerksuntersuchungen und experimentelle Tragsicherheitsbewertung spezialisiertes Büro abgeschlossen wurden. Dabei zeigte sich unter anderem, dass vermutlich Ende der 90er Jahre Spannstähle angebohrt worden sind und bei Rohbauten Anfang der 50er Jahre Verpressmörtel nicht richtig eingebracht wurde. Außerdem wiesen die Spannstähle Korrosionsschäden auf.

 

Auch wenn das Gutachten noch nicht vorliegt, sind die Schäden an den Spannbetonträgern nach aktuellen Erkenntnissen erheblich größer als seinerzeit vermutet. „Da ein plötzliches Kollabieren der Tragkonstruktion derzeit nicht mehr ausgeschlossen werden kann, müssen wir aus Sicherheitsgründen ein vorläufiges Betretungsverbot aussprechen und bis auf Weiteres absperren. Sobald uns das Gutachten vorliegt, werden wir uns noch eine zweite Meinung einholen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.“, so Lutz Leide, Leiter des städtischen Gebäudemanagements. Die Stadt wird dann auch Überlegungen anstellen, welche räumlichen Alternativen den bisherigen Nutzern der Stadthalle angeboten werden können.

 

Die letzte Prüfung der Deckenkonstruktion fand im Jahre 2008 statt. Dabei wurden keine Schäden an der Tragkonstruktion festgestellt.

Die Stadthalle Bad Godesberg wurde Ende 1955 eröffnet. Die Kronleuchter im Großen Saal wurden 1979 installiert und zwischen 1997 und 1999 repariert.

 

Marc Hoffmann / Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

 

Hauptausschuss beschließt Bebauungspläne in Bad Godesberg und im Hardtberg

11.05.2020

 

Gleich drei Bebauungspläne hat der Hauptausschuss der Stadt Bonn in seiner Sitzung am 7. Mai 2020 als Satzung beschlossen: für die Kennedyallee, für die Mainzer Straße und für An der Burg Medinghoven.

 

Kennedyallee

 

Bebauungsplan Nr. 6918-2: Das Areal im Ortsteil Hochkreuz im Stadtbezirk Bad Godesberg ist 4900 Quadratmeter groß, liegt auf Höhe der Kennedyallee 41 und wird im Norden durch die Matthias-Grünewald-Straße, im Osten durch die Bestandsbebauung entlang der Straße Langer Grabenweg, im Süden durch die Kennedyallee und im Westen durch die aufgelockerte Bebauung zwischen der Kennedyallee und der Matthias-Grünewald-Straße begrenzt. Im Zentrum befindet sich eine leerstehende Villa. Die Nutzung des die Villa umgebenden, ehemals parkartig angelegten Grundstückes wurde augenscheinlich seit längerer Zeit aufgegeben.

 

Auf dem Grundstück sollen drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt circa 75 Wohneinheiten unter Abriss des Bestandsgebäudes gebaut werden. Im Bereich der Matthias-Grünewald-Straße entsteht eine parallel zur Straße verlaufende viergeschossige Bebauung, im zentralen Bereich eine rechtwinklig dazu geplante dreigeschossige Bebauung und im Bereich der Kennedyallee ein parallel zur Straße verlaufender dreigeschossiger Baukörper. Alle drei Gebäude erhalten zusätzlich ein allseits zurückspringendes Nichtvollgeschoss und sind durch eine private Tiefgarage baulich miteinander verbunden. Die Zufahrt der Tiefgarage erfolgt südlich über die Kennedyallee, die Ausfahrt über die nördlich verlaufende Matthias-Grünewald-Straße.

 

Mainzer Straße

 

Der Bebauungsplan Nr. 7213-1 Mainzer Straße in Mehlem, ebenfalls Stadtbezirk Bad Godesberg, umfasst eine Fläche von insgesamt 8400 Quadratmetern. Früher befand sich an der Mainzer Straße 250 eine Tankstelle; heute liegt das Gelände brach. Ein Vorhabenträger möchte das Grundstück Mainzer Straße 250 unter Einbeziehung angrenzender städtischer Flächen einer wohnbaulichen Nutzung zuzuführen. In einem Vertrag mit der Stadt verpflichtet sich der Investor, mehrere Mehrfamilienhäuser mit rund 75 Wohneinheiten zu errichten. Etwa dreiviertel der Bruttogrundfläche wird für den öffentlich geförderten Wohnungsbau bereitgestellt.

Die Stadt Bonn hat vor dem Hintergrund des Klimaschutzes ehrgeizige Ziele zur Minderung der CO2-Emissionen formuliert. Da ein großer Anteil der Emissionen im Gebäudebereich verursacht wird, sollen durch besonders energieeffiziente Neubauten CO2-Emissionen vermieden und somit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

 

An der Burg Medinghoven

 

Der Bebauungsplan Nr. 6119-1 im Stadtbezirk Hardtberg stellt die Weichen für den Bau einer zweigeschossigen Kindertagesstätte für bis zu acht Gruppen auf dem Areal im Eckbereich Konrad-Adenauer-Damm/An der Burg Medinghoven. Darüber hinaus werden die Erweiterung öffentlicher Verkehrsflächen, die Anlage von Außenspielbereichen und die Anlage von Stellplätzen und einer Zufahrt ermöglicht.

Im Planungsraum Medinghoven reicht die Versorgung mit Kindergartenplätzen nicht aus, um den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab einem Jahr zu erfüllen. Mit Blick auf die im aktuellen Kindergartenbedarfsplan festgeschriebenen Versorgungsziele, den hohen sozialräumlichen Bedarf und um wohnortnah ausreichend Kitaplätze anbieten zu können, ist der Bau der Kindertagesstätte erforderlich.

 

Marc Hoffmann/Presseamt der Bundesstadt Bonn

 

 

Planung für den Neubau von Haus Elisabeth beschlossen

07.04.2020

Wichtiger Schritt für die Zukunft der Seniorenzentren der Stadt Bonn: Per Dringlichkeitsentscheidung wurden Genehmigungsplanung und Kostenberechnung für einen Neubau des Alten- und Pflegeheims Haus Elisabeth in Ippendorf beschlossen.

 

Auf dem circa 26.000 Quadratmeter großen, sehr weitläufigen Grundstück des bisherigen Hauses Elisabeth wird im hinteren Bereich eine neue stationäre Pflegeeinrichtung für pflegebedürftige ältere Menschen mit 100 Pflegeplätzen, davon 10 für separate Kurzzeitpflege, entstehen. Der Neubau soll nach seiner Fertigstellung zunächst als Interimsunterkunft für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wilhelmine-Lübke-Hauses dienen, während dieses umgebaut wird. Nach Rückkehr der Seniorinnen und Senioren ins Wilhelmine-Lübke-Haus werden die Bewohnerinnen und Bewohner des bisherigen Hauses Elisabeth den Neubau beziehen.

 

Die Planung sieht ein dreigeschossiges Gebäude mit Staffelgeschoss und eingeschossigem Anbau im Erdgeschoss vor. Jeder Gebäudeflügel umfasst im Pflegebereich eine Wohngruppe mit 10 bis 15 Bewohnerinnen und Bewohnern. Geplant sind je Etage zwei Wohngruppen für je 10 Seniorinnen und Senioren im Erdgeschoss und Staffelgeschoss sowie für je 15 Bewohnerinnen und Bewohner im ersten und zweiten Obergeschoss. Jede Gruppe verfügt über einen zentralen Gemeinschaftsraum. Die beiden Gruppenräume sind auf jeder Etage benachbart platziert mit einer gemeinsamen Wohngruppenküche und Balkon zum Garten.
 

Die Haupt-Gemeinschaftsräume sind nach Süden zum Innenhof orientiert. Haupteingang, Verwaltung und Funktionsbereiche befinden sich im eingeschossigen Anbau im Erdgeschoss. Der Haupteingang befindet sich gegenüber dem heutigen Zugang zur Kapelle und der Begegnungsstätte. Eine Windfanganlage mit automatischen Schiebetüren führt in ein Foyer mit halboffenem Empfang. An das Foyer angrenzend ist ein großer Mehrzwecksaal mit Terrasse nach Osten geplant. Der Mehrzwecksaal ist teilbar mit Cafeteria im vorderen Bereich und Raum für weitere Angebote im hinteren Bereich.

 

Die Kostenberechnung geht von einem Investitionsvolumen von knapp 12,7 Millionen Euro aus.

 

Marc Hoffmann/Presseamt der Bundesstadt Bonn

Grundstücksmarktbericht:

Eigentumswohnungen und Baugrund verteuern sich weiter

 

01.04.2020

 

Rund 1,5 Milliarden Euro wurden im Jahr 2019 insgesamt auf dem Bonner Immobilienmarkt umgesetzt. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht 2020 hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Bundesstadt Bonn zum Stichtag 1. Januar 2020 erarbeitet hat.

 

Eine Übersicht über den Immobilien- und Grundstücksmarkt in der Bundesstadt Bonn gibt der aktuelle Grundstücksmarktbericht 2020. Er betrachtet rückblickend das Kauf- und Verkaufsgeschehen anhand notariell beurkundeter Verträge. Insgesamt 3.148 Fälle werteten die Experten aus, im Vergleich zum Vorjahr waren das rund 17 Prozent mehr  (2018: 2.682). Insgesamt wurde auf dem Bonner Immobilienmarkt mit rund 1,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr (2018: 1,7 Milliarden Euro) jedoch etwa 12 Prozent weniger Geld umgesetzt.

 

Der Geldumsatz bei den bebauten Grundstücken verringerte sich von rund 1,2 Milliarden Euro auf rund 907 Millionen Euro (-25 Prozent). Besonders stark war der Rückgang bei den Mehrfamilienhäusern (-36 Prozent) und bei den Büro- und Geschäftsobjekten (-29 Prozent). Sowohl bei den unbebauten Grundstücken als auch bei den Eigentumswohnungen hat sich dagegen der Geldumsatz gesteigert.

 

Preise für Häuser und Grundstücke steigen

 

Die für 2019 ermittelten durchschnittlich gezahlten Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser in mittleren bis guten Wohnlagen stellten sich im Vergleich zu 2018 je nach Gebäudeart und Baujahr differenziert dar. Eine Tendenz der vergangenen Jahre setzt sich jedoch weiterhin fort – die Preise steigen.  So wurde beispielsweise für eine Neubaudoppelhaushälfte mit einem etwa 320 Quadratmeter großen Grundstück und einer Wohnfläche von rund 150 Quadratmetern ein durchschnittlicher Kaufpreis von 620.000 Euro erzielt.

Auch unbebaute Grundstücke haben sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr verteuert. Der Preis für baureife Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser stieg durchschnittlich um sieben Prozent, für baureife Grundstücke für Mehrfamilienhäuser um 14 Prozent. Bei den Grundstücken für Gewerbenutzung änderte sich nichts.

 

Zonale Bodenrichtwerte: Was kostet der Quadratmeter wo?

 

Um eine Orientierung zu geben, was Grund und Boden in bestimmten Lagen wert ist, beschließt der Gutachterausschuss nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches (BauGB) und der Gutachterausschussverordnung (GAVO) NRW jeweils zum Stichtag 1. Januar eines Jahres die so genannten zonalen Bodenrichtwerte. Hierbei handelt es sich um den durchschnittlichen Lagewert des Bodens innerhalb eines Gebietes (Bodenrichtwertzone), das nach seinem Entwicklungszustand sowie nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmende Merkmale aufweist. Der Bodenrichtwert bezieht sich dabei auf den Quadratmeter Fläche eines Grundstücks mit dem definierten Grundstückszustand (Bodenrichtwertgrundstück).

So beträgt beispielsweise der Bodenrichtwert für Einfamilienhausgrundstücke in der Bonner Südstadt 930 EUR/m² für 300 m², im Duisdorfer Oberdorf 590 EUR/m² für 500 m², in Beuel-Süd, „Elsa-Brändström-Straße“ 670 EUR/m² für 500 m² und in Bad Godesberg „Am Stadtwald“ 730 EUR/m² für 800 m².
 

Eigentumswohnungen werden insgesamt teurer

 

Auch hat der Gutachterausschuss die aktuellen Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen – differenziert nach vier Altersklassen – beschlossen. Immobilienrichtwerte sind normierte Kaufpreise pro m² Wohnfläche bezogen auf eine bestimmte Ortslage. Gründerzeitwohnungen werden hier als Sondermarkt betrachtet, für den eigene Immobilienrichtwerte angelegt wurden.

Die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen ist in allen Baualtersklassen weiter steigend: die Durchschnittspreise der Neubau-Wohnungen (bis drei Jahre alt) sind um 10,4 Prozent, die der fünf bis 30 Jahre alten Wohnungen um rund 9 Prozent, die der 30 bis 50 Jahre alten Wohnungen um rund 9,4 Prozent und die der 50 bis 70 Jahre alten Wohnungen um rund 9,1 Prozent gestiegen.  Auch die Gründerzeitwohnungen sind nach gleichbleibenden Preisen im Vorjahr im Durchschnitt 7,9 Prozent teurer geworden.

In Beuel-Zentrum sowie in Godesberg/Rheinnähe werden die höchsten durchschnittlichen Kaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen erzielt. Den „Rekord“ hielt eine Immobilie im Stadtbezirk Bad Godesberg, für die im vergangenen Jahr mehr als 7.300 Euro pro Quadratmeter gezahlt wurde.

 

Grundstücksmarktbericht und Bodenrichtwertkarte im Internet

 

Die Bodenrichtwerte und der Grundstücksmarktbericht können im Informationssystem der Gutachterausschüsse in NRW unter www.boris.nrw.de abgerufen werden. Der Grundstücksmarktbericht kann dort auch kostenlos als pdf-Dokument heruntergeladen werden. 

Gegen Gebühr sind Druckfassungen der Bodenrichtwertkarte und des Grundstücksmarktberichtes erhältlich. Sie können formlos unter gutachterausschuss@bonn.de bestellt werden.

 

Isabel Klotz,

Presseamt der Bundesstadt Bonn