Grundstücksmarktbericht 2020

 Investitionsvolumen auf Höchststand

6. April 2020

 

In 2019 sind im Rhein-Sieg-Kreis rund 7.000 Immobilien im Wert von insgesamt rund 1,9 Milliarden € verkauft worden. Das Investitionsvolumen hat damit im Vergleich zum Vorjahr einen weiteren Höchststand erreicht! Das geht aus dem Grundstücksmarkbericht hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Rhein-Sieg-Kreis und in der Stadt Troisdorf vorgelegt hat.

 

Der Bericht wird seit 30 Jahren vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte herausgegeben und sorgt mit seinen Informationen zum Preisniveau für Markttransparenz. Basis für die Auswertungen sind die Kaufverträge. Ob Übertragung von Grundeigentum, von Lasten und Rechten oder die Begründung von Erbbaurechten - das Baugesetzbuch regelt, dass Kaufverträge u.ä., aber auch z.B. Enteignungsbeschlüsse in Abschrift an den Gutachterausschuss gehen. Die in den Verträgen enthaltenen Grundstückstransaktionen werden anonymisiert in einer Datenbank erfasst. Diese "Kaufpreissammlung" bildet die Basis für die Auswertungen des Gutachterausschusses und seiner Geschäftsstelle.

 

Neben den allgemeinen statistischen Auswertungen kann der am Grundstücksmarkt Interessierte weitere Daten erhalten: So führt der Grundstücksmarktbericht z.B. auf, wie hoch die Durchschnittspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser sind, bzw. was durchschnittlich für Eigentumswohnungen -sortiert nach Baujahr und Wohnungsgröße - in den einzelnen Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises gezahlt wird.

 

Der mittlere Kaufpreis für ein freistehendes Einfamilienwohnhaus beträgt z.B. rund 370.000 € mit einer mittleren Spanne von 150.000 € in den ländlichen und rund 400.000 – 500.000 € in den städtischen Bereichen.

 

Eine Eigentumswohnung neueren Datums (Baujahr ab 2010) mit einer Größe von 70 – 90 m² ist beispielsweise im Rhein-Sieg-Kreis durchschnittlich für 3.300 €/m² Wohnfläche zu haben, maximal werden in diesem Marktsegment über 5.000 €/m² Wohnfläche in Siegburg gezahlt.

 

Der Grundstücksmarktbericht enthält auch die jährlich neu ermittelten Bodenrichtwertübersichten für alle 19 kreisangehörigen Städte und Gemeinden, diesmal zum Stichtag 1. Januar 2020.

 

Das Fazit: Am günstigsten kann man in Windeck Eigentümerin/Eigentümer von Grund und Boden werden, am tiefsten müssen Interessentinnen/Interessenten rechtsrheinisch in Bad Honnef, Siegburg, Sankt Augustin Niederkassel und Troisdorf "in die Tasche greifen". Linksrheinisch werden in Alfter und Bornheim die höchsten Preise erzielt.

 

"Auch im letzten Jahr konnten gegenüber den Vorjahren deutliche Preissteigerungen festgestellt werden. Insbesondere die Bodenpreise stiegen im Rhein-Sieg-Kreis deutlich an. Sowohl in den ländlichen als auch in den städtischen Bereichen waren es deutlich über 10 Prozent", sagt Martin Kütt, Vorsitzender des Gutachterausschusses. "Dies kann einerseits mit der niedrigen Zinspolitik, aber auch mit der Attraktivität des Rhein-Sieg-Kreises und dem knappen Angebot an Baulandflächen begründet werden."

 

Und weiter: "Die Nähe zu den Ballungsräumen und die deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Jahre in den umliegenden Großstädten führen dazu, dass sich die Menschen in der näheren Umgebung umschauen. Der Rhein-Sieg-Kreis verfügt über eine sehr gute technische und soziale Infrastruktur und ist daher sehr attraktiv. Bodenpreise jenseits der 400 €/m² Grundstücksfläche sind in den einzelnen Städten des Rhein-Sieg-Kreises keine Seltenheit mehr", so Martin Kütt.

 

Auch bei den landwirtschaftlichen Grundstücken konnten (teilweise deutliche) Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr festgestellt werden, insbesondere im linksrheinischen Kreisgebiet. Landwirtschaftliche Flächen sind in Niederkassel bzw. Troisdorf sowie im gesamten linksrheinischen Kreisgebiet am teuersten.

 

Der Grundstücksmarktbericht und die aktuellen Bodenrichtwerte können ab sofort unter www.boris.nrw.de mittlerweile kostenfrei als Vollversion eingesehen und abgerufen werden. Zudem sind dort auch Grundstücksmarktberichte vergangener Jahre einsehbar. Die neuen Bodenrichtwertkarten liegen außerdem ab Mitte April in den Rathäusern der Städte und Gemeinden zu Einsichtnahme aus.

 

Fragen rund um den Grundstücksmarktbericht und den Gutachterausschuss beantwortet der Rhein-Sieg-Kreis unter 02241 / 13-2794 oder per Mail an gutachterausschuss@rhein-sieg-kreis.de.

 

Weitere Informationen unter www.rhein-sieg-kreis.de/gutachterausschuss.

 

Rhein-Sieg-Kreis Pressestelle

pressestelle@rhein-sieg-kreis.de

 

Bau- und Vergabeausschuss des Rhein-Sieg-Kreises tagt am 7.11.2019

30. Oktober 2019

 

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Der Bau- und Vergabeausschuss des Rhein-Sieg-Kreises tagt am 7. November 2019 im Siegburger Kreishaus.
 

Routinemäßig berichtet die Verwaltung über die aktuellen Sachstände zur Sanierung und Erweiterung des Carl-Reuther-Berufskollegs in Hennef und zur Brandschutzsanierung des Kreishauses.       


Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses des Rhein-Sieg-Kreises am Donnerstag, 07.11.2019, um 16:00 Uhr, im Siegburger Kreishaus, Raum Agger, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, eingeladen.

 

Kontaktdaten:

Rhein-Sieg-Kreis

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Tel. (02241) 13 - 2966 / -2967 / -2219

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Neue Treppe, mehr Räume und Platz:

Umfangreiche Sanierung und Erweiterung der Waldschule Alfter  

21. Juni 2018

 

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Mehr Schülerinnen und Schüler – mehr Platz! Die wachsende Schülerzahl und das Alter des Gebäudes der Waldschule in Alfter-Witterschlick, Förderschule des Rhein-Sieg-Kreises mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, machen es notwendig: die Sanierung und Erweiterung der Waldschule. Das entschied gestern (20. Juni 2018) der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises.
 

1966 erbaut, seit den 1980er Jahren als Förderschule genutzt, platzt die Waldschule aus allen Nähten. Mittlerweile werden die 105 Kinder und Jugendlichen nicht nur in Witterschlick, sondern auch an zwei weiteren Teilstandorten unterrichtet und gefördert. Neben dem Hauptstandort werden außerdem Räume im Gebäude der ehemaligen Hauptschule in Alfter-Oedekoven und in Rheinbach, in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule, genutzt. 


"Für das Schuljahr 2018/2019 prognostiziert die Schulleitung 120 Schülerinnen und Schüler", führt Hans Clasen, Leiter des Amtes für Schule und Bildungskoordinierung des Rhein-Sieg-Kreises, aus. "Schon jetzt muss der Schulleiter einen enormen organisatorischen Aufwand betreiben, um die Schulräume möglichst effektiv nutzen zu können", erklärt Hans Clasen.  


Um das Gebäude wieder topfit zu machen ist ein ganzes Bündel an Maßnahmen anvisiert: der Brandschutz muss entsprechend der aktuellen gesetzlichen Vorgaben gewährleistet sein. Hierzu gehören eine neue, zusätzliche Treppe, neue Türen und die Sanierung der elektrischen Leitungen. An einem Gebäudeteil sollen drei Räume angebaut werden: ein Differenzierungsraum, ein Klassenraum und ein Raum für die Fördernde Offene Ganztagsschule (FOGS). Des Weiteren soll das Foyer der Schule größer werden; hier tagt das "Schulparlament" und die Kinder, die die Übermittag-Betreuung nutzen, erhalten hier ihr Mittagessen. Last but not least – die Verwaltung zieht komplett ins Erdgeschoss, so dass sie in Zukunft barrierefrei zu erreichen ist.


"Für das gesamte Paket sind rund acht Millionen Euro veranschlagt. 90 Prozent der förderfähigen Kosten können wir aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes 2 des Bundes bezahlen, der Rest muss vom Rhein-Sieg-Kreis finanziert werden", beziffert Tim Hahlen, Leiter des Amtes für Beteiligungen, Gebäudewirtschaft, Kreisstraßenbau des Rhein-Sieg-Kreises, die voraussichtlichen Kosten des umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsprojekts.

 

Bevor aber tatsächlich mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, sind noch zahlreiche Vorarbeiten, vom Stellen eines Bauantrags bis zur Ausführungsplanung und Ausschreibung der benötigten Gewerke, erforderlich. Vor allem muss geklärt werden, wo die Schülerinnen und Schüler während der Zeit der Baumaßnahmen unterrichtet und gefördert werden können. Mit Baubeginn ist frühestens im Sommer 2019 zu rechnen.    

 

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Wohnen im Rhein-Sieg-Kreis so attraktiv wie nie - aktueller Grundstücksmarktbericht veröffentlicht

18. April 2018

 

Rhein-Sieg-Kreis (ar) – Das Investitionsvolumen hat im Rhein-Sieg-Kreis in 2017 - nach 2016 - einen weiteren Höchststand erreicht: Rund 6.500 Immobilien im Wert von insgesamt 1,38 Milliarden Euro sind verkauft worden. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstücks­werte im Rhein-Sieg-Kreis und in der Stadt Troisdorf nun vorgelegt hat.

 

Was finde ich eigentlich im Grundstücksmarktbericht? Hier kann ich zum Beispiel erfahren, dass ich in Windeck am Günstigsten im Rhein-Sieg-Kreis Eigentümerin bzw. Eigentümer von Grund und Boden werden kann. In Bad Honnef, Siegburg, Sankt Augustin und Niederkassel sowie Alfter und Bornheim muss ich hingegen tiefer "in die Tasche greifen", denn dort werden die höchsten Preise erzielt.

 

Der mittlere Kaufpreis für ein freistehendes Einfamilien­wohnhaus beträgt zum Beispiel rund 290.000 Euro mit einer mittleren Spanne von 140.000 Euro in den ländlichen und rund 400.000 Euro in den städtischen Bereichen. Eine Eigentumswohnung neueren Datums (ab Baujahr 2010) mit einer Größe von 70 bis 90 m² ist beispielsweise im Rhein-Sieg-Kreis durchschnittlich für 2.850 Euro/m² Wohnfläche zu haben, maximal werden in diesem Marktsegment rund 5.300 Euro/m² Wohnfläche in Siegburg gezahlt. 

 

Diese und viele interessante Informationen mehr rund um die Grundstückswerte im Rhein-Sieg-Kreis enthält der aktuelle Grundstücksmarktbericht 2018. Dort sind auch die jährlich neu ermittelten Bodenrichtwertübersichten für alle 19 kreisangehörigen Städte und Gemeinden zu finden, diesmal zum Stichtag 1. Januar 2018.

 

"Wohnen im Rhein-Sieg-Kreis ist begehrt: Die Nähe zu den Ballungsräumen und das vielfältige und attraktive Landschaftsumfeld machen den Rhein-Sieg-Kreis interessant, gerade wenn dann auch noch die Preise in den umliegenden Großstädten steigen", so Christoph Schwarz, Dezernent für Katasterwesen und Geoinformation. Der nun vorliegende Bericht bestätigt dies. "Auch im letzten Jahr konnten gegenüber den Vorjahren deutliche Preissteigerungen festgestellt werden. Insbesondere die Bodenpreise stiegen in einigen Bereichen des Rhein-Sieg-Kreises teilweise um 10%. Dies kann einerseits mit der niedrigen Zinspolitik, aber natürlich auch mit der Attraktivität des Rhein-Sieg-Kreises begründet werden" stellt Martin Kütt, Vorsitzender des Gutachterausschusses, fest.

 

Die Preissteigerungen für Baugrundstücke um 10 % wurden zum Beispiel in den Städten Bad Honnef, Königs­winter und Troisdorf festgestellt. Und Bodenpreise jenseits der 350 Euro/m² Grundstücksfläche sind in städtischen Bereichen in guten Wohnlagen keine Seltenheit mehr. Auch bei den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken konnten (teil­weise deutliche) Steigerungs­raten                             - insbesondere im linksrheinischen Kreisgebiet - gegenüber dem Vorjahr festgestellt werden. Landwirtschaftliche Flächen sind in Niederkassel bzw. Troisdorf sowie im gesamten linksrheinischen Kreisgebiet am teuersten.

 

Der Grundstücksmarktbericht und die aktuellen Bodenrichtwerte können ab sofort unter www.boris.nrw.de mittlerweile kostenfrei als Vollversion eingesehen und abgerufen werden – über eine App auch optimiert für Smartphones & Co. Zudem können dort auch Grundstücksmarktberichte vergangener Jahre einge­sehen werden.  

 

Die neuen Bodenrichtwertkarten liegen außerdem ab Mitte April in den Rathäusern der Städte und Gemeinden zur Einsichtnahme aus.

 

Fragen rund um den Grundstücksmarktbericht und den Gutachterausschuss beantwortet die Geschäfts­­stelle auch telefonisch unter 02241/13-2794 oder per Mail an gutachterausschuss@rhein-sieg-kreis.de. Weitere Informationen gibt es auch unter www.rhein-sieg-kreis.de/gutachterausschuss.

 

Hintergrundinformationen:

 

Der Grundstücks­marktbericht wird nunmehr seit 29 Jahren vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte herausgegeben und sorgt mit seinen Informa­tionen zum Preisniveau für Markttransparenz. Der Grundstücksmarktbericht wurde dabei kontinuierlich verbessert, die Statistiken immer detailreicher.  

 

Basis für die Auswertungen sind die Kaufverträge. Ob Übertragung von Grundeigentum, von Lasten und Rechten oder die Begründung von Erbbau­rechten - das Baugesetzbuch regelt, dass Kaufverträge und ähnliche, aber auch Enteignungs­beschlüsse etc. in Abschrift an den Gutachterausschuss gehen. Die in den Verträgen enthaltenen Grundstückstransaktionen werden anonymisiert in einer Datenbank erfasst. Diese "Kaufpreissammlung" bildet die Basis für die Auswertungen des Gutachter­ausschusses und seiner Geschäftsstelle.

 

Neben den allgemeinen statistischen Auswertungen kann der am Grundstücksmarkt Interessierte weitere Daten erhalten. So führt der Grundstücksmarktbericht z.B. auf, wie hoch die Durch­schnitts­preise für Ein- und Zweifamilienhäuser sind, bzw. was durchschnittlich für Eigentums­wohnungen - sortiert nach Baujahr und Wohnungsgröße - in den einzelnen Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises gezahlt wird.

 

 

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Erfahrungsbericht der Zentralen Vergabestelle 2017: Vergaben für Bauleistungen stetig gestiegen

30. Januar 2018

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Die zahlreichen Baumaßnahmen beim Rhein-Sieg-Kreis – rund um die Brandschutzsanierung im Siegburger Kreishaus, die Sanierung des Carl-Reuther-Berufskollegs sowie die Erweiterungen und Sanierungen an den kreiseigenen Förderschulen – haben sich in der Anzahl der Vergaben für Bauleistungen niedergeschlagen.
 
Dies geht aus dem Erfahrungsbericht der Zentralen Vergabestelle der Kreisverwaltung für das Jahr 2017 hervor, der jetzt dem Bau- und Vergabeausschuss vorgestellt wurde.
 
Waren es in 2016 noch insgesamt 76 Vergaben in dem Bereich wurden für 2017 101 Vergaben für Bauleistungen verzeichnet. Dabei folgen die Vergaben unterschiedlichen Kriterien, wie beispielsweise europaweiten, öffentlichen oder beschränkten Ausschreibungen oder freihändigen Vergaben. Zahlreiche Vorgaben und Regelungen müssen bei den Vergaben beachtet werden: so können sich beispielsweise Unternehmen mit Sitz in der EU um öffentliche Aufträge in anderen EU-Ländern bewerben, doch gelten ab einem bestimmtem Auftragsvolumen nicht mehr die nationalen Regelungen sondern das EU-Vergaberecht. 
 
Durch den "Dschungel" des Vergaberechts lotsen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Vergabestelle (ZVS) die Kolleginnen und Kollegen der Fachämter. Aufträge bis 500 Euro können von den Fachbereichen selbstständig erteilt werden.
 
Alle weiteren Vergaben, also die Beschaffung von sachlichen Mitteln und von Leistungen, werden durch die ZVS des Rhein-Sieg-Kreises durchgeführt. Auftragsvergaben ab einer Höhe von 40.000 Euro für Liefer- und Dienstleistungen beziehungsweise 50.000 Euro für Bauleistungen bedürfen vor Auftragserteilung der Zustimmung des Bau- und Vergabeausschusses des Rhein-Sieg-Kreises. 
 
Neben den Vergaben bei Bauleistungen wurden im abgelaufenen Jahr 276 Vergaben im Bereich der Dienst- und Lieferleistungen (2016: 291) getätigt. 139 Vergaben wurden federführend von den Fachämtern durchgeführt und von der ZVS begleitet.
 
"In 2018 wird es voraussichtlich im Zuge der Novellierung des Tariftreue- und Vergabegesetzes eine Vereinfachung im Vergaberecht geben", gibt Thomas Nitschke, Leiter des Amtes für Personal und Allgemeine Dienste, einen Ausblick auf das Vergabewesen.  

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„Unser Dorf hat Zukunft“ – Feierliche Siegerehrung

26. Januar 2018

 

Rhein-Sieg-Kreis (ke) – Als im Oktober letzten Jahres die Ergebnisse des 22. Kreiswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" bekannt gegeben wurden, durfte zum ersten Mal gejubelt werden. 4 Mal Gold, 9 Mal Silber und 5 Mal Bronze lautete das Urteil der Jury, die die Dörfer anhand eines klar definierten Kriterienkatalogs bewertet hatten. Jetzt verlieh Landrat Sebastian Schuster gemeinsam mit Renate Becker-Steinhauer, Vorsitzende der Bewertungskommission, im Rahmen der feierlichen Siegerehrung die begehrten Urkunden und "Zuschüsse an die Dorfkasse" an die Dorfgemeinschaften.

 

"Mein besonderer Dank geht an die Bewohnerinnen und Bewohner der 18 Dörfer. Sie haben mit dieser Teilnahme, mit Ihrem persönlichen Mitwirken-Mitgestalten-Miteinander dazu beigetragen ‚ihre‘ Dörfer weiterzuentwickeln und zu stärken", sagte Landrat Sebastian Schuster und betonte: "In meinem Aufruf zur Teilnahme an diesem Wettbewerb habe ich schon festgestellt: Jedes Dorf, das sich am Wettbewerb beteiligt, ist bereits ein Gewinner."

 

Der Ort Lückert (Hennef) sicherte sich den Sieg in der Kategorie "Kleinere, dörflich geprägte Ortschaften, unter 300 Einwohner". Lückert wird den Rhein-Sieg-Kreis auch in diesem Jahr beim Landeswettbewerb vertreten. In der Sparte "Größere Ortschaften, dörflich geprägt, zwischen 300 und 1.000 Einwohner" gab es Gold für Dambroich (Hennef). Die Dorfgemeinschaft Dorf-/Berg-Seelscheid (Neunkirchen-Seelscheid) und der Heimatverein Happerschoß (Hennef) stellten die Goldsieger in der Sparte "Große Ortschaften, teilweise noch dörflich geprägt, zwischen 1.000 bis 3.000 Einwohner".

 

Gold-Dorf Lückert, süd-westlich der Stadt Hennef liegend, überzeugte die Jury nicht nur mit dem neuen, selbst errichteten Dorfgemeinschaftshaus, sondern insbesondere mit der starken Identifikation mit dem Ort. Der Hennefer Ortsteil Dambroich, ebenfalls mit Gold prämiert, überzeugte mit konkreten und erfolgreichen Bemühungen um regelmäßige Bürgerbeteiligung bei allen Projekten. Goldmedaillengewinner Dorf-/Berg-Seelscheid aus der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid punktete mit dem von unterschiedlichen Vereinen und Organisationen getragenen dörflichen Leben und dem vollständig sanierten und gepflegten zentralen Ortskern. Mit Happerschoß kommt ein weiterer Goldsieger aus Hennef. Die geschichtsorientierte, sehr aktive Dorfgemeinschaft überzeugte u.a. mit der der erfolgreichen Zusammenarbeit und Vernetzung von 13 Vereinen unterschiedlicher Sparten, die das gesellschaftliche Leben gestalten.

 

Im Drei-Jahres-Turnus werden im Rhein-Sieg-Kreis zukunftsorientierte Ideen für die soziale, wirtschaftliche, kulturelle, bauliche und ökologische Ausrichtung eines Dorfes gesucht - mitmachen können alle Dörfer und Ortsteile mit maximal 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Ziel des Wettbewerbs ist es, zukunftsfähige Dorfstrukturen zu schaffen, die Lebensqualität zu steigern und Zukunftsperspektiven für den ländlichen Raum zu entwickeln. Denn das Leben in den Dörfern ist ein Stück Lebensqualität, das es langfristig zu sichern und zu steigern gilt. Der Wettbewerb zeigt den Entwicklungsstand in den jeweiligen Dörfern auf, schlägt Verbesserungen vor und stößt Entwicklungsimpulse an.

 

Insgesamt 15.000 Euro hatte der Rhein-Sieg-Kreis für den Wettbewerb 2017 für Preisgelder zur Verfügung gestellt. Davon wurden bereits am Bereisungstag 100 Euro je teilnehmendem Dorf als Startgeld überreicht. Die Goldmedaillengewinner erhalten außerdem jeweils 1.200 Euro, für die Silbermedaille bekommen die teilnehmenden Ortschaften 700 Euro, für Bronze gibt es 400 Euro. Durch Sponsorengelder der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) in Höhe von 3.000 Euro, der rhenag in Höhe von 2.000 Euro und der Kreissparkasse Köln (ebenfalls 2.000 Euro) war es möglich, alle 18 teilnehmenden Dörfer mit einem finanziellen Sonderpreis in Höhe von 380 Euro auszustatten.

 

 

 

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Landtagsbeschluss - neue Bauordnung aufgeschoben

16. Januar 2018

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Das Bauaufsichtsamt des Rhein-Sieg-Kreises macht auf einen wichtigen Beschluss des nordrhein-westfälischen Landtags aufmerksam. Dieser betrifft unter anderem das sogenannte Freistellungsverfahren. Wenige Tage vor Inkrafttreten der unter der früheren Landesregierung beschlossenen Landesbauordnung hat der Landtag mehrheitlich einen Gesetzentwurf zur Änderung der Bauordnung angenommen und ihr Inkrafttreten bis zum 01. Januar 2019 aufgeschoben.

 

 

Durch diesen Beschluss bleibt die bisherige Bauordnung in ihren wesentlichen Teilen bis Ende 2018 gültig. "Für das Freistellungsverfahren bedeutet das, dass Bauherrinnen und Bauherren dieses noch ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen können", sagt die Leiterin des Bauaufsichtsamtes der Rhein-Sieg-Kreises, Gundula Riesenbeck. Sofern sie gegenüber der Gemeinde erklären, sich an die Vorgaben des Bebauungsplans zu halten, erhalten sie im Gegenzug eine Freistellung vom Baugenehmigungsverfahren.

 

"Leider ist die Rechtslage für  Bauherrinnen und Bauherren, die zur Zeit ein solches Bauvorhaben planen und sich in den nächsten Monaten für das Freistellungsverfahren entscheiden, wie auch im vergangenen Jahr mit Unwägbarkeiten verbunden, insbesondere bei einer Verzögerung der Fertigstellung des Bauvorhabens", so Gundula Riesenbeck.

 

Das betreffende Gebäude sollte auf jeden Fall bis Jahresende fertiggestellt sein, da nicht sicher ist, dass das Freistellungsverfahren auch nach dem 01. Januar 2019 (flächendeckend) eine Option bleibt. Andernfalls müsste eine Baugenehmigung vorliegen. Geht es nach dem Referentenentwurf zur neuen Landesbauordnung, soll künftig jede Gemeinde selbst mittels Satzung regeln können, dass die Genehmigungsfreistellung auf ihrem Gemeindegebiet ganz oder teilweise zur Anwendung gelangt. "Das würde aber auch bedeuten", so Gundula Riesenbeck weiter, "dass in dem Fall, in dem eine Gemeinde davon keinen Gebrauch macht, dort der Grundsatz der Genehmigungspflicht gilt".

 

Wird der Gesetzentwurf übernommen, sind allein im Rhein-Sieg-Kreis 19 Städte und Gemeinden aufgerufen, über eine Satzungsregelung zu entscheiden.

 

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